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Jahresrückblick Quartier Heerstraße 2012 Vol.2

April-Juni: Freundschaft und Theater

Nachdem der Dank Soziale Stadt zum Kulturzentrum ausgebaute ehem. Supermarkt eine Teilfinanzierung vom Bezirk erlangen konnte, wurde es Zeit, dass auch Nutzer und Freunde des unverzichtbar gewordenen Gemischtes sich am Erhalt beteiligen. Einige folgten der Einladung und gründeten den Unterstützerverein „Freundeskreis“. Beginn einer langen Freundschaft, doch noch immer ist der Kreis zu klein um einen tragfähigen Beitrag für mehr Kultur, Unterhaltung und Theater im Kiez zu leisten.
Viel Theater gab es zum Schuljahresende an den Grundschulen des Quartiers. Sowohl von den Eltern als auch den Kindern der „Morgenstern“ , wie auch an der „Amalienhof“ mit einem bezaubernden orientalischen Abend.

Was noch geschah im 2. Quartal

Was lange währt wird langsam gut: das gilt zumindest für das QM-Projekt des Umbaus der Flaniermeile zwischen Staaken-Center und Blasewitzer Ring zum „Park der Kulturen und Generationen“. Begonnen mit einer umfassenden Bürgerbeteiligung „Charrette“ vor drei Jahren, sollte es nun im Frühjahr 2012 mit dem Bepflanzen losgehen. An einer echten Beteiligung der Bürger daran waren die ausführenden Unternehmen und der Träger – die GSW – des mit QM-Mitteln geförderten Projekts wohl kaum interessiert, wie die halbherzig vor Feier- und Ferientagen ergangene Einladung vermuten lässt. Auch nach Abschluss waren die neugeschaffenen Orte noch lange hinter Gittern. Die Anwohner/innen von nebenan und weiter weg, nehmen dann aber die Bolz- und  Spielplätze, wie auch den Ruheort des Gartens gerne vielfach an.

Gutes und Nachhaltiges zu berichten gab es auch von anderen „Soziale Stadt“-Projekten, wie den in „Sport, Spiel, Bewegung“ geförderten Box-Workshops für Kinder und Jugendliche von „Menschen in Bewegung“ aus denen verstetigte Vereinskurse wurden.
Noch mehr, zum Beginn der Freiluftsaison im Familienhaus am Cosmarweg der Ferienworkshop „Stonehenge“ zeigte, dass hier die Gelder aus der Städtebauförderung für den Umbau mehr als nur gut angelegt waren.

Alles halb so schlimm, so die Meinung der Wohnungsgesellschaft auf dem Diskussionsabend von SPD und Grünen im Kulturzentrum Gemischtes zu dem Schlagwort des Frühjahrs 2012: der Gentrifizierung, der Verdrängung von weniger zahlungskräftigen Mietern aus der Innenstadt in die Stadtrandlagen mit geringeren Mieten, wie Heerstraße. Auch zum Thema Fernwärmeanschluss bislang noch keine Aussage von den Wohnungsgesellschaften: Wann ist Schluss mit Nachtspeicher? – wird auch noch in 2013 gefragt.

Nachhaltig Neues gab es neben dem bereits genannten Freundeskreis auch im Gemischtes: Im April springen „Mörderische Schwestern“ ein, um mit ihrer Krimilesung einen vom Ausfall bedrohten Veranstaltungstermin zu retten, und machen seitdem immer wieder das Kulturzentrum zu ihrem Tatort.
Alle Jahre wieder auch das Konzert der Big Band JG Jazz Generation. Diesmal haben die Swingrhythmen der Band von Joachim Gottschalk den „Geschichtstreff“ dazu inspiriert sich für den Rest des Jahres mit Swing, Jazz, Boogie und der Jugendkultur der 50iger zu beschäftigen. Übrigens als Bewohner in der Wissell-Siedlung war natürlich Joachim Gottschalk von nun an mit dabei alle zwei Wochen im Gemischtes.
Ein fester monatlicher Programmbestandteil ist inzwischen  der Erzählsalon von Maria Romberg geworden, der im Juni im Gemischtes „Zur rechten Zeit am rechten Ort“ war.

Das waren auch die Gründer/innen des neuen Gruppenangebotes im Gemeinwesenverein, dem Ü50-Treffs, der regelmäßig mittwochs von 11-13 Uhr zu Austausch und Beratung in der Obstallee 22d zusammenkommt.

Feste Feiern vor den Ferien, so ists üblich in „Heerstraße“, und Gründe finden sich immer:

A propos Quartierfonds: Vier, Drei, Zwei, Eins – über die vielen neuen Ideen, Vorschläge, Anträge  und Projekte im Rahmen des Quartiersverfahrens wurde entsprechend der Quartierfondsauf staaken.info informiert:
QF1 „der große Kleine“,
QF2 „Mehr Können und Feiern“
QF3
„Lesen, Musizieren und Fliegen wie die Albatrosse“,
QF4
„Manchmal ist es auch Beton“ .

Mit dabei auch das Projekt mit mehreren Modulen des Aufbaus einer Sprachwerkstatt und dem Ausbau der Bibliothek an der Carlo-Schmid-Oberschule, das kurz vor den Weihnachtsferien feierlich übergeben wurde.

Im Archiv finden Sie alle Meldungen aus den Monaten April, Mai und Juni 2012!

 

 

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