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Schatzsuche3 mit Überfall auf Postbank

CMG-Schüler führen Kiez-Rundgang an

Am "StaakENgagiert-Schirm" immer erkennbar die Guides beim KiezrundgangSo manche Bewohner/innen unserer Großsiedlung rieben sich am vergangenen Samstag verwundert die Augen. Kaum zu glauben, Touristenhorden mit bunten Punkten, angeführt von Jungs oder Mädels mit orangenem Regenschirm, haben sich verirrt ins Quartier Heerstraße? Doch weit gefehlt, es handelte sich um die Teilnehmer/innen des „Kiezrundgangs“ des Projekts Schatzsuche der Theaterarbeit  an der Christian-Morgenstern-Grundschule (CMG).

Waren es fünf oder sieben unterschiedliche Trupps mit Schüler/innen, Erzieher/innen, Lehrer/innen, Eltern, Geschwister, Freunde und auch interessierten Stadtteilakteuren, die bei der 3. Schatzsuche das Wohnumfeld entdeckten und viele z.T. spielerische Aufgaben zu lösen hatten, die übrigens von den beteiligten Schüler/innen entwickelt wurden.

Schatzsuche3, eine Entdeckertour für Gruppen, aber kein Wettbewerb untereinander, es gab keine Sieger.  Gewonnen aber haben alle, denn alle haben mit sehr viel Spaß unterwegs so manche interessante Ecke mit neuen Augen (oder Ohren) entdecken können und so  wurden  Schätze im Stadtteil gehoben.

Wie schon der Schulleiter der Christian-Morgenstern-Gs Michael Ozdoba in seiner Begrüßung ausdrückte, ist das Projekt Schatzsuche im dritten Schuljahr an der Grundschule ein echtes Erfolgsprojekt, nicht nur für die beteiligten gut 250 Schüler/innen sondern auch für das gesamte pädagogische Team der „Morgenstern“. Seit 2009 werden hier Methoden und Wege erprobt und vermittelt, die in bester Theater-Tradition alle Sinne schärfen und „den Grips stärken“ um Umwelt oder auch (Lehr-)Inhalte zu erfahren, zu erkennen.

Genügte für die erste Abschlusspräsentation von Schatzsuche1 in 2010 noch die Bühne der Aula um ein von den Kindern entwickeltes Stück aufzuführen über „Das Mysteriöse Ding“ das sein (Un)wesen im Stadtteil trieb und dabei viele Berufe, Charaktere und den Kindern vertraute Verhaltensmuster Erwachsener aus dem Alltag  auf die Bühne brachte. Schatz gesucht – Schätze gefunden hieß es bereits bei der Zwischenpräsentation Schatzsuche 1 im Dezember davor.

So wurde für Schatzsuche 2 (Schuljahr 2010/11) gleich die ganze Schule mit Foyer, Treppenhaus, Fach- und Klassenzimmern zur Bühne die ein vielfältiges und tiefgehendes Spektrum an Szenen aus dem schulischen und privaten Alltag der Kids, die wiederum unter Anleitung der Profis von Grips-Werke und -Theater, das Programm entwickelten und oft auch Regie für „Ihre“ Szenen führten. Schon in der Zwischenpräsentation zum Halbjahresschluss stand die Auseinandersetzung mit Wünschen und Realitäten meist aus der Literaturwelt im Mittelpunkt.

Übrigens wurde in dem Jahr auch das Theaterpädagogische Projekt  Schatzsuche im bundesweiten Wettbewerb „Kinder zum Olymp“ der Kulturzstiftung der Länder in der Kategorie Theater altersübergreifend mit dem 1.Preis ausgezeichnet.

Nun also fast folgerichtig, dass in der 3. Runde der Schatzsuche  die „Christian Morgenstern“ den Stadtteil erobert und alles links und rechts von Maulbeer-, Obstalleee und Blasewitzer Ring zur Bühne erklärt für ihre kreative Entdecker-Tour mit vielen auch überraschenden Aufgaben, die nicht nur spielerisch von den Kleinen zu lösen waren. Auch die Großen hatten bei der Tour so manche völlig neue Entdeckung gemacht.
Oder wissen Sie wie unterschiedlich sich 30 Sek. Postbank und Woolworth anhören?

Hier der Artikel über den „Probelauf „ zum Ende des 1. Halbjahres im Dezember 2011, der schon deutlich macht wie viel von den Schüler/innen in die Tour, die Aufgaben, Spiele und Merkmale eingebracht wurde.

Schatzsuche3 am Samstag, den 9. Juni: mal ein ganz anderes und  neues Erlebnis von Theaterarbeit an der Schule und fast nebenbei ein perfektes Projekt der Öffnung der Schule zum Wohnumfeld und der Elternaktivierung, nicht nur direkt beim Elternprojekt, das in diesem Jahr mit initiiert wurde.

Schade nur: Gruppenfindung, Gruppendynamik unterwegs, Wegefindung inkl. Irrwege und die spannenden Aufgaben (auch inkl. Irrlösungen) machten es nicht allen Gruppen möglich (so auch der des Berichterstatters) alle Aufgaben anzugehen sondern man kürzte nach etwa 2/3 ab hin zu Kaffee, Tee und Kuchen im Garten beim FiZ-Container

Toll aber: der Kiez-Rundgang kann mit Aufgabenblock, Stadtplan und kleinen Utensilien auch zukünftig von Familien oder Gruppen im Stadtteil selbstständig nachgegangen werden. So können also auch die noch unbekannten Stationen der Tour und die Rätsel, Spiele oder Spiel-Szenen Nr. 15 bis  21 (von Blasewitzer Skulptur bis zum Pilz) angegangen werden. Viel Spaß dabei!

Sie stimmten schon mal das Publikum gut ein, mit ihrem engl. Song eines "heiteren Beruferatens"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kenner der Morgenstern-Schulfeste warten ungeduldig auf das Polizeikommando "hey you get out off my street"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Michael Ozdoba, der Schulleiter, begrüßt die Gäste und bedankt sich bei QM und Quartiersrat vor allem aber beim Grips-Team dafür, dass mit der Schatzsuche für mehr Grips nicht nur an der Schule gesorgt wird

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Grips-Team erläutert Ablauf und Regeln der Kiez-Tour mit den spannenden Aufgaben die von den Kindern im Projekt gemeinsam entwickelt und erprobt wurden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ohne Beachtung von Alter, Geschlecht oder Herkunft werden bunt gemischte Gruppen zusammengestellt - erkennbar an bunten Punkten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbst die Allerkleinsten bleiben von der Markierung ihrer Gruppenzugehörigkeit nicht verschont

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jede Gruppe erhält eine Tasche mit einem bebilderten Block der Stationen, die zu finden und den Aufgaben, die zu lösen sind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine gute Orientierungshilfe: Mit in der Tour-Tasche von Schatzsuche3, der vom QM herausgegebene Stadtplan des Quartiers

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dazu noch ein Block und Stift um die Lösungen/die Ergebnisse der Entdeckertour festzuhalten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rudelbildung vor dem Haupteingang ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... die Gruppen finden sich und zueinander

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gleich vor Ort die erste Aufgabe: eine Pflanzaktion ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.. Was wachsen soll braucht Pflege

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die erste Station - den richtigen Baum gefunden ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.. die Balkone stimmen und alle Jahreszeiten parat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überfall auf die Postbank! 30 sekunden lang hören wie die Geldscheine knistern?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Filialleiterin und Verkäuferinnen verwirrt - da stehen welche rum die wissen wollen wie sich 30-Sekunden-Woolworth anhören

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wo vor Jahren dieses Kunstwerk stand ... (Foto H.Becker)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.. gabs am Samstag verschiedenste Konzepte ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... und artistische Einlagen als Lösungsweg für die Aufgabe zu sehen...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... wie auch Zitate berühmter Vorbilder ( Bavaria oder Liberté? - München oder New York)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gemeinsamer Ratschlag: Was wie tun als nächstes?

 

 

 

 

 

 

 

 

Fast wie im echten Leben: Hund sucht Schlüssel, den Kind zuvor verloren hat - perfekt gelöst,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Weißt du wieviel Bäume stehen - an der Obstallee?" Ergebnis: ein Wald, ein Wald!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz schön schwer: ein Spiel erfinden miten auf Spielgelände

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am besten gleich die neuen Kletter- und Balancieranlagen des Parks der Kulturen und Generationen einbeziehen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine neue Wortschöpfung: Wi(nd)rigkeiten machten dem Guide-Schirm den Garaus auf dem abgekürzten Heimweg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Das Projekt Schatzsuche wird durchgeführt von Grips Werke e.V., finanziert mit Mitteln der EU, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Berlin im Rahmen von Zukunftsinitiative Stadtteil Teilprogramm Soziale Stadt.
Aus dem 2009 gestarteten Projekt Schatzsuche hat sich eine Kooperation zwischen der Christian-Morgenstern-Grundschule und dem Grips Kinder und Jugendtheater entwickelt.

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