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Müll im Kiez – Es tut sich was!

Veröffentlicht am 10. 09. 2019

Im September ganz oben auf der Tagesordnung:  Müllvermeidung, Mülltrennung, Aufklärung aber auch Beseitigung vom Müll auf Wegen und Plätzen! Und das ausgehend von der soliden Grundlage der Veranstaltung Ende Juni, mit Expert*innen von BSR, HU und Life e.V., im Rahmen von LeNa Lebendige Nachbarschaften ging es los am Freitag beim Stadtteilfest ohne Wegwerfgeschirr und heute um 17 Uhr kommen im Stadtteilzentrum Nachbarn zusammen um gemeinsam einen Tauschmarkt vorzubereiten.

Nach diesen Ansätzen der Müllvermeidung durch Wieder- und Weiterverwendung geht es dann weiter, mit dem schon traditionellen herbstlichen Stadtteilputz der Kehrenbürger am Samstag 21.September von 10-14 Uhr und nur wenige Tage später folgen am Donnerstag 26. September ab 17 Uhr das 4. Anwohnertreffen mit Info, Diskussion, Vorschlägen und Beschlüssen zum Thema Müll im Stadtteil, mit dem Ziel nachbarschaftlichen Aktionen zu planen und entsprechende Arbeitsgruppen zur Umsetzung zu bilden.

Wo er geht und steht: der Mensch an sich schmutzt  mit jedem Atemzug und jedem Fußabdruck! Aber, was die Veranstaltung am 24. Juni und die dort vorgestellten Ergebnisse der Befragung von Anwohner*innen im Rahmen von LeNa lebendige Nachbarschaften in der Großsiedlung Heerstraße, wie auch die präsentierte Studie „Littering –  Merkmale, Ursachen, Prävention„, des Instituts für Psychologie der Humboldt-Uni  – im Auftrag der BSR und weiterer  Stadtreinigungsgesellschaften deutscher Großstädte  – zeigt, er tut es i.d.R. nicht absichtlich sondern eher achtlos und zeigt über alle Kulturen hinweg kein Verständnis für das Fehlverhalten bezüglich „Wild Entsorgtem“,  Weggeworfenen, Fallen- oder Liegengelassenen.

Erfreulich, dass diese Art des „Litterings“ auf ein hohes Maß an Unrechtsempfinden bei Befragten und sogar bei beobachteten Müllverursachern stößt und dass oft  schon kleine Maßnahmen wie mehr und deutlicher gekennzeichnete Abfallbehälter und leicht verständliche Aufklärungskampagnen eine Menge bewirken können und bewirkt haben.

So haben die Aktionen und die Verfügbarkeit von sog. „Kacktüten“ mit dazu beigetragen, dass die Verschmutzung mit Hundekot auf den Wegen nicht mehr den Spitzenplatz bei den Ärgernissen einnimmt und stattdessen vom Verpackungsmüll und den Zigarettenkippen abgelöst wurde.

Man kann also etwas erreichen, mit Aufklärungskampagnen, mit öffentlich wirksamen Aktionen und Hinweisen sowie mit vorbildhaftem Handeln. Die Veranstaltung am 24. Juni mit den Fachleuten für Müll und Littering, von BSR und Humboldt Uni hat u.a. anhand der Beispiele aus der Spandauer Neustadt, von Life e.V. – dem Träger der Klimawerkstatt Spandau – einen Anstoss gegeben, für weitere Schritte und Aktionen bei uns im Stadtteil.
zum download:
VKU-Broschüre der HU-Studie „Littering“
• Ppt von Life e.V.:  Neustadt Null-Müll

 

Dadurch angeregt haben die im Verwaltungsausschuss vertretenen Träger von MVZ und Ärztehaus, vom Gemeinwesen- und Stadtteilzentrum (Ev. Kirchengemeinde, Förderer- und Gemeinwesenverein) beschlossen, ein Konzept der Müllvermeidung und smarter Mülltrennung zu erarbeiten und umzusetzen.

Mit ein erster Schritt ist schon seit einiger Zeit im Familientreff und im Stadtteilzentrum in Erprobung: Die Verwendung von Mehrfachgeschirr bei Veranstaltungen.  Dass es funktionieren kann konnte am vergangenen Freitag beim Stadtteilfest unter Beweis gestellt werden, dank eines Zuschusses von der Klimawerkstatt  Spandau für die Anschaffung von ausreichend bruch- und spülfesten Tellern, Bechern und Besteck.

 

Jedoch ohne die freiwillige Unterstützung bei der Geschirrausgabe & Pfandeinnahme sowie mit Transport- & Spülhilfen von JuMi-Lotsen und dem Jungs- bzw. Mädchentreff von Staakkato Kinder und Jugend e.V. wäre die erste große Bewährungsprobe bei tausenden Besuchern des Stadtteilfestes nicht mit dem reibungslosen Erfolg gekrönt worden und es hätte am Samstagmorgen auch nicht die erstaunten Bemerkungen gegeben, ob der Sauberkeit auf dem Festgelände an Staaken-Center und Stadtteilzentrum zwischen Maulbeer- und Obstallee.

Denn alle Akteure von den rund 50 Ständen haben beim Leer- und Aufräumen mitgeholfen, wie auch viele kleine Sammler*innen und Müllpolizisten.

 

Der beste Müll ist der, der gar nicht erst anfällt. Gelegenheit sich gemeinsam mit Menschen aus den Nachbarschaften aktiv einzusetzen für ein saubereres Wohnumfeld gibt es schon heute Abend ab 17 Uhr, beim Vorbereitungstreffen für einen Markt der 1000 Dinge, als ein Instrument der Müllvermeidung durch die Etablierung einer Tausch- & Schenkbörse im Stadtteil.
Vorbereitung eines Tausch- & Schenkmarktes
Dienstag 10. Sept. 17 Uhr | Stadtteilzentrum Obstallee 22E

 

Dem Müll auf und am Rand von Straßen, Wegen und Plätzen plus dem Sperrmüll zwischen dichten Hecken gehen wieder die heißen Feger* und coolen Sammler* der Kehrenbürger*innen an den Kragen, am internationalen World Cleanup Day und freuen sich – wie zuletzt beim Frühjahrsputz am 18. Mai – über alle aus der Nachbarschaft, die aktiv mitmachen bei:
„Staaken kehrt“
kehrenbürgerlicher Stadtteilputz
Samstag 21. September von 10-14 Uhr
Treffpunkt vor dem Familien- & Stadtteilzentrum

 

Da Müllentsorgung und Müllplätze sowie Vermüllung und Verschmutzung von Aufgängen, Liften, Fluren  und Wohnumfeld nicht nur in jüngster Zeit bei allen Mietergruppentreffen, bei den Befragungen im Rahmen des Projekts LeNa Lebendige Nachbarschaften und bei Anwohnerversammlungen immer wieder Thema ist, soll die inzwischen wohl dritte große Runde zum Thema Müll im Stadtteilzentrum vor allem dazu dienen ein Resumee zu ziehen, was sich wie und wo im Stadtteil inzwischen entwickelt hat und wie es konkret weiter gehen soll? Welche Maßnahmen sollen ergriffen werden und wer macht mit z.B. in Arbeitsgruppen?
4. Anwohnertreffen MÜLL
Donnerstag 26. September 17 Uhr
Stadtteilzentrum Obstallee 22 E

 

Kontakt:
Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V.
Stadtteilarbeit – Tom Liebelt
Tel.: 0178-580 75 80
Email: liebelt@gwv-heerstrasse.de

 

Das Foto oben von der Veranstaltung am 24. Juni im Stadtteilzentrum zeigt wie das unten stehende, von links nach rechts:

Tom Liebelt (Gemeinwesenverein), Birgit Nimke-Sliwinski (Ltg. Marketing BSR), Prof. Dr. Reinhard Beyer (HU Berlin, Inst. für Psychologie) und Magdalena Adamczyk-Lewoczko (Life e.V.)

3 Gedanken zu „Müll im Kiez – Es tut sich was!

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