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Park der Kulturen und der Eigentümerwechsel

Wars das mit mehr Licht im Park?

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Links und rechts der Promenade zweierlei Licht

Auch eine Folge des Verkaufs der GSW-Bestände im Quartier und der monatelangen Verhandlungen: Fördermittel aus dem Programm Soziale Stadt wurden von der GSW nicht mehr abgerufen und so steckt das Teilprojekt der neuen Beleuchtung im Park der Kulturen vorerst fest.

Auf der März-Quartiersratssitzung zu Stärken, Schwächen und Entwicklungsbedarf im Stadtteil war natürlich auch Thema der Eigentümerwechsel für die Gebäude und Flächen der GSW in unserem Stadtteil.

Nicht nur weil der größte Anteil nördlich und südlich der Heerstraße sich im GSW-Besitz  befand, sondern auch weil die GSW ein starker Partner im Rahmen des städtebaulichen Quartiersverfahrens „Zukunftsinitiative Stadtteil“ war und dabei so gewichtige Soziale-Stadt-Projekte unterstützte, wie z.B. das Kulturzentrum Gemischtes als Förderer und Co-Financier oder eben die Umgestaltung der Freiflächen zwischen Obst- und Maulbeerallee sowie Magistratsweg und Blasewitzer Ring zum Park der Kulturen, Generationengarten.

Bei diesem Wohnumfeldprojekt das in mehreren Abschnitten realisiert wurde, vom Bürgerbeteiligungsverfahren „Charrette“ über Neugestaltung der Passage an Staaken-Center, Stadtteilbibliothek und Gemeinwesenzentrum, der Ruhezone des Staudengartens und den großen Erholungs- und Spielflächen des Parks, fungierte die GSW sogar als Projektträgerin, die einen gehörigen Eigenanteil einzubringen hatte.

Mehr Licht im Dunkeln und weniger Angsträume sollte in dem Zusammenhang auch die Umsetzung des neuen Beleuchtungskonzeptes bringen, für das in 2014 nicht mehr alle  bereits bewilligten Mittel aus dem Quartiersfonds4 (heute Baufonds) abgerufen wurden und so entlang der Promenade die Bereiche der Wegkreuzungen am Leubnitzer Weg und Räcknitzer Steig sowie die Ausbuchtungen vor den Hausaufgängen nicht mehr realisiert werden konnten.

Ob diese Mittel der Städtebauförderung „Zukunftsinitiative Stadtteil“ Teilprogramm Soziale Stadt schon endgültig verfallen sind oder mit entsprechender Verlängerung auch von dem neuen Eigentümer ADO Properties noch in Anspruch genommen werden könnten ist eventuell noch zu hoffen. Sicherlich müsste dann aber schnell mit Kontakten und entsprechenden Anträgen gehandelt werden.

2 Gedanken zu “Wars das mit mehr Licht im Park?

  1. Wir in Dresden-Prohlis wurden 2015 vom Deutschen Wohnen gekauft und der Service ist deutlich schlechter geworden. Es sind vieeele Wohnungen, es gibt auch einen Servicepoint, dieser hat nicht wie vorher 5Tage in der Woche geöffnet, sondern nur noch einen. Eine Herdanschlußdose setzen haben wir aus Zeitgründen selber in Auftrag gegeben und bezahlt.Jetzt ist ein Stromstoßrelais aus dem Jahr 1978 defekt, d.h.ein Zimmer hat kein Licht. Die Rep. könnte 1-2Wochen dauern oder man bezahlt es selbst. Dies könnte auch 1948 sein. Hauptsache die Miete ist pünktlich. Service sieht anders aus und das bei so vie Arbeitslosigkeit. Ich als Elektriker
    könnte es selbst machen. Das Geld für Material bekommst wird Dir verweigert.
    Selber bezahlen und dem Vermieter schenken
    damit die noch reicher werden.
    Mit dunklen Grüßen
    W.Dietze

  2. Bedenkt man, dass die Deutsche Wohnen AG im Geschäftsjahr 2014 einen Konzerngewinn von 889,3 Mio. € erzielt hat und sie selber in ihrer Pressemitteilung vom 26.03.2015 zu diesem ausführt, dass „die Steigerung operativ im Wesentlichen auf die ganzjährige Konsolidierung der GSW zurückzuführen“ sei, so ist es eine Schande, dass nunmehr Fördermittel aus dem Programm Soziale Stadt von der GSW nicht mehr abgerufen wurden und so das Teilprojekt der neuen Beleuchtung im Park der Kulturen vorerst feststeckt.

    Der AMV Alternativer Mieter- und Verbraucherschutzbund e. V. hat zum Jahresergebnis der Deutsche Wohnen AG im Jahr 2014 am 27.03.2015 eine Pressemitteilung (18/2015) unter der Überschrift „Konzerngewinn der Deutsche Wohnen AG im Jahr 2014 geht in Berlin zulasten der GSW-Mieter!“ herausgegeben.

    Pressemitteilung 18/2015

    Konzerngewinn der Deutsche Wohnen AG im Jahr 2014 geht in Berlin zulasten der GSW-Mieter!

    Die Deutsche Wohnen AG veröffentlichte am 26.03.2015 ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2014. In der hierzu herausgegebenen Pressemitteilung heißt es: „Frankfurt am Main / Berlin, 26. März 2015. Die Deutsche Wohnen hat im Geschäftsjahr 2014 mit einem Konzerngewinn von EUR 889,3 Mio. (Vorjahr: EUR 212,7 Mio.) einen signifikanten Ergebnissprung erzielt. Die Steigerung ist operativ im Wesentlichen auf die ganzjährige Konsolidierung der GSW zurückzuführen… „.

    Was die Deutsche Wohnen AG unter Konsolidierung versteht, ist tatsächlich ein massiver Stellenabbau bei der GSW Immobilien AG, der zulasten der Mieter geht. So berichtete die Zeitschrift „Der Tagesspiegel“ am 23.10.2014: „Das Berliner Wohnungsbauunternehmen GSW baut zum Jahreswechsel fast die Hälfte seiner Arbeitsplätze ab. Das erfuhr der Tagesspiegel aus Unternehmenskreisen. Von zuletzt 320 Stellen sollen 150 wegfallen, darunter nahezu der komplette sogenannte Holding-Bereich, der zentrale Aufgaben wie IT, Personal und Rechnungswesen umfasst. Diese Aufgaben sollen künftig von der Konzernmutter, der börsennotierten Deutsche Wohnen, erledigt werden. Service-Abteilungen für die Mieter sollen erhalten bleiben.“ In der Zeitschrift „Das Grundeigentum“ (GE) lautete es am 21.11.2014: „Wir haben uns leider nicht geirrt mit unserer Vorhersage zum Stellenabbau bei der ehemals landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GSW. Vor mehr als einem Jahr hatten wir darauf hingewiesen, dass nach der Übernahme der GSW durch die Deutsche Wohnen mit einem Abbau 
von bis zu 300 Arbeitsplätzen gerechnet werden müsse (GE 2013 [20] 1294). Nun ist es soweit. Allein im Kernunternehmen sollen 150 Arbeitsplätze wegfallen –
der Geschäftsbericht für 2013 hatte in diesem Bereich noch 322 Arbeitsplätze ausgewiesen.“

    Zur GSW-Tochter FACILITA BERLIN GmbH, zuständig für Aufgangsreinigung, Pflege von Grünanlagen, Hausmeisterleistungen, Durchführung von Kleinreparaturen, Leerstandsbewirtschaftung, Leerwohnungssanierung und Management technischer Gebäudeausrüstung, Baumaßnahmen und Sanierungsprojekte, schrieb der Tagesspiegel am 23.10.2014: „Unklar ist noch, was mit der GSW-Tochter Facilita geschieht, in der die Hausmeister und -techniker beschäftigt sind. Ein Sprecher der Deutsche Wohnen wollte den Stellenabbau weder bestätigen noch dementieren.“ In der Zwischenzeit kennen wir die Antwort: AM 23.12.2014 wurde die B&O Deutsche Service GmbH – AG Charlottenburg HRB 163728 – gegründet, die nunmehr anstelle der FACILITA BERLIN GmbH für Reparaturen, Wartung, Inspektion, Versicherungsschäden und Modernisierungen zuständig ist. Im Falkenhagener Feld in Berlin-Spandau wird sie am 01.04.2015 ihre Arbeit aufnehmen. Da die B&O Deutsche Service GmbH im Gegensatz zur FACILITA nicht tarifgebunden ist, kommt es durch niedrigere Personalkosten zu einer Kostenersparnis.

    „Der massive Stellenabbau bei der GSW, die Reduzierung der Leistungspalette der FACILITA sowie die Gründung des Dienstleisters B&O Deutsche Service mögen von der Deutsche Wohnen als Konsolidierungsmaßnahmen bezeichnet werden, für mich sind es Maßnahmen, die auf Dauer den Mietern der GSW schaden werden“, sagt der 1. Vorsitzende des AMV, RA Uwe Piper. „Bereits heute kann bei GSW-Wohnungen ein Instandsetzungs- und Sanierungsstau festgestellt werden, der sich verschlimmern wird“, ergänzt Piper. „Aus meiner täglichen Praxis weiß ich, dass Mängelbeseitigungen früher schneller erfolgten und der Service für die Mieter nachgelassen hat. Hier wird der Konzerngewinn zulasten der Mieter gesteigert.“

    Berlin, den 27.03.2015

    Marcel Eupen, Pressesprecher

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