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QR beginnt Diskussion über Handlungs- u. Entwicklungskonzept

Stärken, Schwächen, Entwicklungsbedarf

QR_Maerz-2015_3Viel Papier zum durcharbeiten und umfangreicher Diskussionsstoff für den Quartiersrat (QR) Heerstraße gab es am Dienstag im Stadtteilladen bei der Märzsitzung des Gremiums zur Beteiligung von Anwohner/innen und Akteuren am Entwicklungsprozess des Stadtteils im Rahmen der Städtebauförderung „Soziale Stadt“.

Denn bis Juni muss das neue Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) für die Jahre 2015 bis 2017 zur Abstimmung mit Bezirk und Senat fertig sein. Das IHEK wird seit 2013 nicht mehr jährlich sondern im 2-Jahresrhythmus fortgeschrieben und stellt mit den Analysen von Stärken und Schwächen des Quartiers vor allem den Entwicklungsbedarf in den Handlungsfeldern Bildung, Arbeit, Nachbarschaft und Wohnumfeld fest.

Und, wie Cornelia Dittmar vom Quartiersmanagement (QM) Heerstraße erläuterte, haben diese Ausarbeitungen eine weitreichende Bedeutung, denn es können nur solche Projekte, Aktionen und Maßnahmen eine Förderung aus dem Programm Soziale Stadt erfahren, deren Bedarfe und Ausrichtungen im Handlungs- und Entwicklungskonzept festgehalten sind.

Das Konzept für die Entwicklungen und Maßnahmen im Quartier wird von QM und QR in enger Zusammenarbeit und in Abstimmung mit den Fachabteilungen des Bezirks erarbeitet und letztlich auch vom Bezirksamt zur Vorlage bei der zuständigen Senatsverwaltung für Stadtntwicklung beschlossen.

Gerade dieser Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt kommt eine wachsende Bedeutung zu, da ja ab dem Programmjahr 2015 grundsätzlich für jedes QM-Projekt eine „Fachamtspatenschaft“ gefunden werden muss.

Folgerichtig fand im Vorfeld der QR-Sitzung in der vergangenen Woche die so genannte Ämterrunde mit vielen verschiedenen Fachabteilungen des Bezirks statt um erste Überlegungen und Ansätze für das IHEK 2015-17 auszutauschen. Besonders herauszuheben ist, dass von Seiten der Fachabteilung für die Handlungsfelder Bildung, Qualifizierung sowie Nachbarschaft, Kultur etc. angeregt wurde, direkt im Stadtteil, quasi als dezentraler Veranstaltungsort, noch mehr Kurse und Angebote von Volkshochschule und Musikschule zu etablieren.

Dabei wurde auch von allen Seiten bei der „Ämterrunde“ betont, sich für den Fortbestand des Kulturzentrums Gemischtes einzusetzen.

Gerade am Beispiel des mit Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt aufgebauten und aus vielen verschiedenen Töpfen finanzierten Kulturzentrums in der Sandstraße lässt sich gut das Dilemma veranschaulichen  vor dem QM, QR und alle Beteiligten zur Zeit bezüglich der Analysen und Planungen für die kommenden zwei Jahre stehen.

Vermieter und auch ein wesentlicher Unterstützer für das „Gemischtes“ ist die Wohnungsgesellschaft GSW, seit 2013 mehrheitlich im Besitz der Deutsche Wohnen AG. Mit rund 2.800 Wohnungen im Quartier auch bezüglich der Wohnsituation eine große Nummer. Die GSW-Bestände in „Heerstraße“ sind angeblich vor wenigen Wochen von der Deutschen Wohnen an einen ausländischen Investor verkauft worden (siehe Artikel und Kommentare v. Februar 2015).

Bis heute gibt es zu dem Deal keine offizielle Verlautbarung weder vom Verkäufer noch von dem Käufer. So lange man nicht weiß mit wem man über die Zukunft von den Wohneinheiten wie auch vom Kulturzentrum Gemischtes überhaupt reden kann, lässt sich auch keine einigermaßen verlässliche Aussage darüber im „Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept“ tätigen.

Also, wie Eingangs erwähnt, viel Diskussionsstoff für den Quartiersrat und für alle, die an den Entwicklungen im Stadtteil interessiert sind.

Auf staaken.info wird in den folgenden zwei Wochen immer wieder auf die begonnen Arbeiten am IHEK, auf Entwicklungsbedarf, Projektvorschläge und auf die Stärken-Schwächen Diskussion eingegangen.

 

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