Brandserie und die Videoüberwachungskameras:

… und sie hängen doch schon …

Sogar bereits 26 Kameras und das schon seit vier Monaten! Natürlich nicht so leicht erkennbar wie auf dem Foto oben, sind die ersten der angekündigten Überwachungskameras, die seit April 2022 montiert und in Betrieb genommen worden sind. Wo und ob “nur” im öffentlichen Raum der besonders von der Serie der Brandanschläge betroffenen Teile der Großwohnsiedlung an Heerstraße und Magistratsweg, wurde zurecht nicht genannt. Eine Umlage der Kosten für die besagten Kameras zu Lasten der Mieterschaft wird es aber nicht geben, da dies nur mit Zustimmung der Mieter:innen möglich wäre.

Diese Antworten gab es bereits Anfang Juli, von Gewobag und Stadtentwicklungssenat, auf die schriftliche Anfrage des Abgeordneten Niklas Schenker von Die Linke.

Aus “ermittlungstaktischen Gründen” ohne Auskunft blieben die Fragen Wo und Wer die Überwachungskameras eingebaut hat und inwiefern bereits aus dem Betrieb der Anlagen Erkenntnisse gewonnen werden konnten bzgl. der Brandanschläge. Warum aber die “ermittlungstaktisch” unverfängliche Frage nach den Ergebnissen der Mieterbefragung zu Überwachungsmaßnahmen nur ausweichend beantwortet wurde, bleibt offen.

Wieder aufgekommen ist das Thema vor allem weil in dieser Woche der nicht nur im Heerstraßen-Kiez beliebte Newsletter einer Tageszeitung einen PKW-Brand in der Nacht von Sonntag auf Montag. als ein “Wiederaufflackern” der Brandserie zu erkennen geglaubt hat und dabei der Eindruck vermittelt wurde, in der Staakener Großwohnsiedlung würde die Installation von Überwachungskameras erst noch bevorstehen.

Es sind halt einfach “zwei Paar Stiefel”: die von Polizei und Feuerwehr empfohlene Videoüberwachung an neuralgischen Plätzen außerhalb der Wohnhäuser und die Überwachungstechnik in den Wohnhäusern, Gegenstand der Mieterbefragung und der bis Mitte Juli 22 laufenden Ausschreibung der Gewobag.

Zu dem Letztgenannten wäre es nun – kurz vor Ablauf der Bindefrist für die Angebote zur Installation der Videoüberwachung in den Häusern – durchaus angemessen, die Mieterschaft darüber zu informieren, ob und wann installiert wird, was an Kosten auf sie  zukommen wird und wie die wichtigsten rechtlichen Fragen geregelt sein werden z.B.: wer hat wie lange Zugriff auf die gespeicherten Daten?

zum Nachlesen auf staaken.info:

  1. Na, das ist ja mal ein Anfang. Gratulation!
    Nun wäre es aus meiner Sicht, als Mieter, logisch, wenn auch endlich die Hausklingelanlagen, die seid 1 Jahr defekt sind, ihre Funktion zurückbekommen. Das würde zum einen bedeuten, dass die Hauseingangstüren nicht mehr gewollt offengehalten werden und zweitens die Post wieder regelkonform zugestellt wird. Auf das in diesem Zusammenhang aufgestellte DIXI-Klo vor der Hauseingangstür für die eventuell tätigen Handwerker und Techniker soll hier nicht weiter eingegangen werden.

    Bezogen auf die Anlagen innerhalb von Gebäuden erlebt man heute – wenn man möchte – bereits wieder den alten Trott der Vermüllung.
    Es gibt sogar Mieter, die schaffen es nicht einmal ihren Hausabfall geordnet zu entsorgen. Der landet irgendwo unter einem Treppenabsatz und wenn man Glück hat, holen sich die Ratten das Pfundstück.

    Im Bezug zum Thema Energieeinsparen, um die Nutzung weiterer Videoanlagen finanzieren zu können, wäre hier noch ein Hinweis:
    Seit September 2021 befindet sich unsere Flurbeleuchtung im 24-stündigen Dauerbetrieb. Wer zahlt hier die Kosten? Betriebskostenumlage?
    Wo finden eigentlich die Begehungen statt, von denen immer gesprochen wurde?

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