Hochhaus Obstallee 26 ohne Strom …

… und das in diesen kühlen Novembertagen  mitten im „lockdown light“! Für über 80 Mietparteien, von Sonntagmittag bis Montagabend:  kein Strom, kein Licht und auch kein Fahrstuhl, nix Heizung und null Chance mal auf die Schnelle was Warmes auf den Teller zu bringen … und gleichzeitig tauen die Vorräte in der Tiefkühltruhe auf. Obwohl mitten reingeplatzt in die „Sonntagsruhe“ hat es nicht lange gedauert, bis sich vielfältige nachbarschaftliche Hilfen formiert haben, für die Menschen im Hochhaus mit Mobilitätseinschränkungen oder für Familien mit kleinen Kindern …

Schnell reagiert mit Informationen und Hilfen haben die JuMi-Lotsen und die nachbarschaftliche Corona-Hilfe aus der „Schaltzentrale“ 0151-22 42 92 50  aber auch der Gemeinwesenverein im Stadtteilzentrum, der für viele als Ladestation für laptop oder Handy diente, aber auch die Crew von Pi8 Café und Catering, von wo aus viele zusätzliche Mittagessen heute den Weg gefunden haben, in das grüne Wohnhochhaus gleich hinterm Staaken-Center.

Am späten Samstagabend wurde die Havarie des eher fließenden als tropfenden Wassers von der Decke im Fahrradkeller entdeckt und der Gewobag gemeldet. Bis Sonntag um die Mittagszeit hat es gedauert, dann wurde erstmal zur Sicherheit der Strom im Hause abgestellt. Seit den heutigen Morgenstunden wird an der Schadensbehebung gearbeitet und wie wir erfahren haben werden seit ca 15 Uhr sukzessive die verschiedenen Stränge wieder freigeschaltet.

Licht und Strom für Heizung, Herd und Kühlschrank ist wieder da. Nur der Fahrstuhl funktioniert nicht. Daran wird wohl noch gearbeitet. Egal, schön, dass es „nur“ ein stromfreier Tag war im grünen Hochhaus an der Obstallee.

Schade aber, dass nicht der Hausmeisterservice der Wohnungsgesellschaft dafür gesorgt hat, dass auf allen 17 Etagen die wichtigen Informationen zum Schadensfall und den Hilfsangeboten verteilt werden, für Einkauf oder Essensbestellung, ja sogar für eine „tragende Rolle“ beim Ab- und Wiederaufstieg im Falle eventueller wichtiger Termine von Menschen mit Behinderungen.

Zwei Infos noch zum Schluss für den Wiederholungsfall:
• In ähnlichen Fällen, wenn ein Verbleib in der Mietwohnung wegen Gefahren oder Temperaturen nicht mehr zumutbar ist, kann man den Vermieter mit Fristsetzung auffordern, für eine Ersatzunterbringung zu sorgen, andernfalls würde man auf Vermieterkosten eine Pension oder Hotel aufsuchen.
• Schäden z.B. durch verdorbene Tiefkühlkost können dann gegenüber dem Vermieter geltend gemacht werden, wenn z.B. ein derartiger Schaden schon wiederholt zu Stromausfall geführt hat und vermieterseitig nie gründlich behoben worden ist.

Mehr und kompetentere Auskünfte dazu bietet:
die Mieterberatung des AMV, jeden Montag von 16-19 Uhr  im Stadtteilzentrum Obstallee 22E.

Nachbarschaftliche Corona-Hilfe
Begleitung, Einkauf, Besorgung …
Hotline: 0151-22 42 92 50
des Nachbarschaftstreffs Die Kaffeestaakener
Mehr Info:
Nachbarschaftliche Hilfe sucht + bietet

 

 

3 Gedanken zu “Hochhaus Obstallee 26 ohne Strom …

  1. So funktioniert das Quartier. Bravo. Schon die erste Aufgabe des neuen Mieterbeirats:

    Am Thema dranbleiben. Aufforderung an die Gewobag für ihren Wohnungsbestand eine Havarieregelung erstellen, aushängen und als Anlage zum Mietvertrag allen Mietern zustellen.

    Und das Quartiers Management sollte auch alle anderen Wohnungsgesellschaften abfragen, wie sie solche Ereignisse geregelt haben.

    Und wie sage ich immer:Quartier Heerstraße. Lebenswert und liebenswert.
    Zumindest was sie Bewohner angeht. Die Wohnungsgesellschaften müssen noch etwas daran arbeiten.

    Hans-Jürgen Wanke

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