Die Mieterversammlung ist vorerst abgesagt / verschoben!

Im Fokus: die Reale & Gefühlte Sicherheit

ACHTUNG: Die Versammlung am Freitagabend wurde abgesagt!*
Für diesen Freitagabend ab 18 Uhr hat der Gewobag-Mieterbeirat Heerstraße / Maulbeerallee sowohl Vertreter:innen vom Stadtentwicklungs- bzw. Innensenat, vom Polizeiabschnitt 23 und der Vermieterin Gewobag ebenso in das Stadtteilzentrum Staakentreff eingeladen, wie alle interessierten Mieter:innen, der rund 5.200 Wohnungen der kommunalen  Wohnungsbaugesellschaft in der Großwohnsiedlung an Heerstraße und Magistratsweg. *Da im Vorfeld der Einladung der Termin nach Aussage der Gewobag nicht mit ihr abgestimmt wurde und daher kein(e) Vertreter:in der Gewobag bei der Versammlung am Freitag dabei sein kann, hat der Mieterbeirat beschlossen, die Versammlung abzusagen und stattdessen das Angebot anzunehmen, gemeinsam mit der Gewobag eine neue Versammlung an einem neuen Termin vorzubereiten.

Es bleibt aber dabei:

Die Vergabe der Videoüberwachung ist ausgeschrieben und auch für die dann kommende Versammlung bleibt das Schwerpunktthema  – trotz momentaner “Ruhe(pause?)” – die weiterhin “brennenden” Fragen der Mieterschaft zur realen und gefühlten Sicherheit, wie auch zum Vandalismus in und rundum der Hochhäuser und Häuserriegel an Obst- und Maulbeerallee, am Blasewitzer Ring und Magistratsweg wie auch der weiteren Gewobag-Einheiten beiderseits der Heerstraße.

Wie man hört, haben Mitglieder des Mieterbeirats im Vorfeld der Versammlung in ihren Nachbarschaften so manche Fragen zu dem Themenkreis eingesammelt, die am Freitag vorgetragen werden sollen. Darunter wahrscheinlich auch die eine oder andere Frage, die sich mit dem Voranschreiten bei der Umsetzung des sogenannten 10 Punkte-Plans beschäftigt, der vor fast auf den Tag genau drei Monaten als gemeinsamer Lösungsweg von den Senator:innen der o.g. Senatsverwaltungen und der Vorstandschefin  der Gewobag verkündet wurde.
(siehe 10-Punkte-Plan für den Heerstraßen-Kiez v. 30. März 22)

Aktuell passend auch, die noch bis Mitte Juli laufende öffentliche Ausschreibung der Gewobag zur Auftragsvergabe der “Errichtung einer Videoüberwachungsanlage” in den “Eingangs- und Kellerbereichen sowie den Fluren und Treppenhäusern” der “bewohnten Bestandsgebäude”. Hinweise, dass es sich hierbei – trotz der Benennung des Ausführungsortens mit der berlinweit nicht vergebenen Plz 13559 – auf der Vergabeplattform, doch um “unseren Kiez” handelt, bietet die Zusatzinformation: “Es handelt sich um mehrere Aufgänge, welche über zum Teil oberirdisch angeordnete Kellerräume verfügen. Teilweise sind Aufgänge durch diese Kellergänge miteinander verbunden.”
(Link zur Ausschreibung 139-22 auf der Vergabeplattform)

Laut der Ausschreibung wird die Vergabe wohl noch vor dem Ablauf der Bindefrist 13.08.2022 erfolgen. Für den Ausführungszeitraum ist aber mit “Beginn August 2022” und “Ende Juli 2026” bewußt ein großer, für alle Unwägbarkeiten offener Zeitraum gewählt worden.

Übrigens, besonders interessant dürfte wohl sein, wie das in der Ausschreibung formulierte Ziel in der Praxis erreicht werden soll: “Ziel ist – unter Beachtung des Datenschutzrechts – eine nachvollziehbare Dokumentation der Bewegungen von Menschen innerhalb der Ein- und Ausgänge sowie der Keller-, Flur- und Treppenbereiche um durch diese verursachte Beschädigungen, Zerstörungen, Vandalismus oder andere straffällige Maßnahmen aufnehmen zu können.”

Da gibt’s auch noch viele Fragen: Wer darf diese Bewegungen dokumentieren und wie lange, wer darf straffällige Maßnahmen einsehen …?

Man darf gespannt sein, wann diese gemeinsam vorbereitete Versammlung stattfinden wird.

  1. Es wäre interessant, wenn die Gewobag endlich einmal das Ergebnis der Umfrage zu dem Problem Videoüberwachung veröffentlichen würde. Diese Annonymität unserer öffentlich rechtlichen Wohnungsbaugesellschaft passt eigentlich (?) nicht zu der Politik , die unsere derzeitige Landesregierung bzw. unsere Spandauer Bezirksbürgermeisterin ständig erklären.

    Ebenso wäre es auch interessant, zu erfahren, wann die begonnenen und derzeit wieder ruhenden Reperaturarbeiten abgeschlossen sein werden. Es kann nicht sein, dass ein DIXI-Klo vor dem Hauseingang abgestellt wird, das bei diesen Temperaturen vor sich hinsti ….. -naja- und die dafür vorgesehenen Benutzer nicht vor Ort sind.
    “DANKE!” an die Gewobag für die kostenlosen Gerüche, die an der Hausfassade über alle Etagen wahrgenommen werden kann; vielleicht eine Frage der Planung.

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