Maulbeerallee, Blasewitzer Ring und 2 x Obstallee:

Im Kiez: Vier Brände in vier Tagen

“Die Hoffnung stirbt zuletzt” … aber die Hoffnung auf ein Ende der Brandserie ist – nach den vier Feuerwehreinsätzen in der Zeit, von Sonntag bis Mittwoch – wohl eher schon mausetot, dass mit den Erfolgen der extra eingerichteten Ermittlungsgruppe “Quartier” des Brandkommissariats und den Verhaftungen von jugendlichen (eventuellen) Tätern auch Schluss sein könnte mit den Brandstiftungen, überwiegend in Mieter-Lagerräumen der Großwohnsiedlung.

Im Gegenteil: Man könnte fast meinen, sie haben nach kurzer Verschnaufpause nun erst “richtig Fahrt aufgenommen”.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag brannte es in der Maulbeerallee 41, wo u.a. so große Schäden bei Haustechnik und Ver- bzw. Entsorgungsleitungen angerichtet wurden, dass alle Mieter:innen derzeit in Hotels untergebracht werden mussten. (siehe Wieder Brand in der Maulbeerallee v. 6.2.22)

Ein Tag später dann Brandstiftung am Blasewitzer Ring und gestern gleich zwei Einsätze der Feuerwehr in den Häusern Obstallee 8 und 12.

Wir können nur hoffen und appellieren, dass die Aufmerksamkeit aller Mieter:innen – aber ganz besonders auch der Vermietergesellschaften und “ihren” Hauswartdiensten geschärft ist, bzgl. offenen Türen, defekten Schließanlagen und brennbaren Materialien in Aufgängen, Fluren und an Hauswänden … und parallel sowohl die Streifen des Polizeiabschnitts und die Ermittlungen der Spezialgruppe “Quartier” wie auch die Austauschrunden von Politik, Verwaltung, Wohnungsgesellschaften und Einrichtungen, Gremien, Gruppen aus dem Quartier entsprechend “Fahrt aufnehmen”.

Denn ES BRENNT richtig in der Staakener Großwohnsiedlung.

 

Nachfolgend nochmal das Brandschutz-Infoplakat der Polizei, wie es im Dezember bei Infoständen und Rundgängen des Polizeiabschnitts 23 im Quartier verteilt wurden.
(siehe Im Fokus: Die Brandserie v. 16.12.21)

6 Gedanken zu “Im Kiez: Vier Brände in vier Tagen

  1. Monika Ahneberg…
    Weil diese Kameras einen Haufen Geld kosten..Und ganz ehrlich diese würden wahrscheinlich keine 24 Stunden überleben , dafür Würden schon die Verursacher sorgen.

  2. Ich verstehe nicht, warum keine Kameras zum Einsatz kommen. Datenschutz hin oder her. Es ist eine Frage der Zeit bis Menschenleben zu beklagen sind. Mit dem Einverständnis der Mieter, muss das doch möglich sein. Wenn man draußen Leute fragt,hat keiner etwas gegen Kameras. Die Mehrheit sollte zählen. So könnte man theoretisch auch das Müllproblem in den Griff bekommen…

    Monika Arneburg

  3. Ja, Frau Naumann hat Recht:
    Es sind leider etliche MIeter die immer wieder Sperrmüll abstellen und auf Kosten der Nachbarn entsorgen lassen. Jeden Morgen (außer Samstag und Sonntag) sorgen z.B. 4 Männer bei ADLER/Westgrund für die Müllentsorgung auf den gesamten Außenflächen, ebenso vor-neben-in den Müllkäfigen, wo Müll und Sperrmüll von einigen Mietern einfach über den Zaun geworfen, vor und neben die Müllkäfige abgestellt oder aber in die kleinen hausnahen Abfallbehälterchen “entsorgt” wird. Dazu kommt das täglich “Entsorgen von Sperrmüll” in den Treppenhäusern (meist im EG unter dem ersten Treppenaufgang), in Kellergängen/-plätzen, aber auch direkt vor den Häusern. Nicht zu vergessen die “Abfallentsorgung” (Rattenfütterung) direkt aus Fenstern und von Balkonen, bzw. Körnerschalen auf Spielplätzen und Bänken. Dieses egoistische, rücksichtlose Verhalten dürfen dann alle Mieter bezahlen.
    Um endlich Lösungen/Maßnahmen auch für diese Probleme zu erhalten, ist ein “Runder Tisch – Wohnen in der Großwohnsiedlung Heerstraße Nord” von Mietern arrangiert worden und zwar mit Vermietern, mit den entsprechenden Fachabteilungen von Senat und Bezirksamt (besonders auch Ordnungsamt) und der Polizei.
    “Schön das wir miteinander geredet haben ” ist leider eine nicht qualifizierte Aussage, denn es sind erste wichtige Gespräche für Möglichkeiten von Maßnahmen erfolgt. Auch muss festgestellt werden, wer was kann und darf. Wichtiges Kriterium auch: “wer was bezahlt”. Denn auch die Gesetze machen allen das Arbeiten nicht leicht, wie z.B. die riesigen Privatflächen (öffentlich für Jedermann zugängig), Einsatz Videokamera.
    Wir Mietergruppen sind erreichbar, siehe auf dieser Seite oben links: “Rat von Kiez Mietergruppen”. Die ADLER-Mietergruppe trifft sich an jedem 3. Freitag, allerdings mit den entsprechenden Corona-Maßnahmen und Anmeldungen (max. 25 Personen).

  4. Sehr geehrter Herr Wanke,
    Sauberkeit halten hat nichts mit Politikern zu tun ,denn wenn kein Müll oder Sperrmüll hin gestellt wird kann auch nichts angezündet werden.
    Es kommt also immer auf die Mieter und auf die Erziehung ihrer Kinder an…
    Hier im Pillnitzer Weg ist es genauso schlimm ,die Eltern machen es vor und die Kids machen es nach.
    Und das meinte ich mit Ohne Worte..

  5. Sehr geehrter Frau Naumann, ich finde immer noch Worte:
    Sicherlich ist jeder Bewohner/jede Bewohnerin des Quartiers Heerstraße, mit verantwortlich für die Entwicklung. Aber die muss überwiegend durch eine gelebte Eigenverantwortung gestaltet werden. Und da offensichtlich das alleine nicht ausreicht, muss endlich Unterstützung von “außen” geleistet werden.
    Deshalb bleibe ich dabei, das die von den politisch Verantwortlichen so oft angekündigte Ansprechbarkeit, die Versprechungen oder die Anträge in der BVV wenig hilfreich sind. Sie enthalten keine konkreten Vorschläge und schon gar nicht Umsetzungszusagen. Und sicherlich: Leider enden die so genannten Runden Tische eher in der Rubrik “Schön, dass wir miteinander
    geredet haben”. Besonders bizarr ist allerdings dann eine Diskussion, wer denn eigentlich den Begriff “Runder Tisch” nutzen darf oder wer mit wem Rundgänge veranstaltet.
    Also:
    Die ehrenamtlich tätigen Bewohnern/Bewohnerinnen versuchen alles mögliche, um notwendige Maßnahmen einzufordern. Die notwendige Unterstützung von außen wird so gut wie nicht gegeben.
    Resignation ist nicht angesagt, aber noch mehr Aktionen(aber bitte mit Augenmaß)zur Information der Öffentlichkeit.

  6. Ich verstehe das alles nicht…Wie können Kinder noch mitten in der Nacht unterwegs sein um Brände zu legen??? Hoffe doch sehr das sie sehr empfindlich bestraft werden.Aber auch die vielen Mietern sollen endlich ihren ganzen Dreck in die Mülltonne entsorgen (Dafür sind die schließlich vorhanden)Ich lebte schon in den anfangs 80zigern Jahren schon einmal in Spandau/Staarken damals waren wir stolz auf unseren sauberen Bezirk gewesen,aber mittlerweile ist unser Bezirk schon mit Kreuzberg und Neukölln zu vergleichen.Und das ist sehr bedauerlich.Ohne Worte…

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