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Quartiersrat Heerstraße beschließt neue Projekte:

Starke Familien & Starke Nachbarschaft

Kaum etwas bringt dem Zusammenleben im Quartier Heerstraße in Staaken mehr, als starke Familien in guten Nachbarschaften. Daher hat der mehrheitlich von Mitgliedern aus der Anwohnerschaft besetzte Quartiersrat am vergangenen Dienstag auch bedenkenlos den entsprechenden Projektideen zugestimmt und die notwendigen Mittel aus dem Projektfonds des Haushaltsjahr 2019 bewilligt.

Und weil das nur dann greifen kann, wenn auch möglichst alle Haushalte im Kiez darüber informiert werden können, wurden auch dem alten und bewährten Projekt Medienwerkstatt & Stadtteilzeitung die Mittel eingeräumt für Redaktion, Druck und Verteilung des vierteljährlich erscheinenden TREFFPUNKT bis einschließlich 2021.

Vom Herausgeber (Gemeinwesenverein Heerstraße Nord) über die recht stabile, vielköpfige ehrenamtliche, von einem erfahrenen Journalisten angeleitete Redaktion bis zur Verteilercrew bleibt alles im Wesentlichen wie es in den letzten Jahren schon war, für die Stadtteilzeitung Treffpunkt im Quartier Heerstraße.

Ganz anders bei dem Pilotprojekt Starke Familien in StaakenHier wird nun erstmal in einem Auswahlverfahren ein geeigneter Träger gesucht, der im Rahmen der Schwerpunkte Frühe Förderung und Familienförderung die im Bildungsnetz Heerstraße entwickelte Projektidee für ein familienunterstützendes Netzwerk- und Patenschaftsmodell konzeptionell weiter ausarbeiten und die notwendigen Strukturen aufbauen wird.

Ziele sind, das Netz der vielfältigen Angebote und Einrichtungen zur Förderung von Kindern und Familien noch enger zu verknüpfen und über eine dem Streetwork ähnliche „aufsuchende Arbeit“ auf Spielplätzen, beim Einkauf oder zum Kita- oder Schulschluss … noch mehr Eltern und Kinder zu erreichen und sie mit den passenden Angeboten zu vermitteln.

Mit Unterstützung der geschulten Paten sollen die Bedarfe der Familien ermittelt und ggf. neue passgenaue neue Projekte in Kooperation mit den Netzwerkpartnern entwickelt werden, die geeignet sind,  Eltern als Bildungspartner zu stärken und eventuellen herkunfts- und armutsbedingten Benachteiligungen entgegenzuwirken.

 

Wenn, wie in der Großwohnsiedlung Heerstraße viele Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkünfte, Lebenssituationen und Perspektiven auf engem Raum zusammenleben werden die nachbarschaftlichen Verhältnisse nicht selten von Störungen, Missverständnissen und Konflikten belastet.

Mieter- und Nachbarschaftsgruppen versuchen dem mit nachbarschaftlichen Festen und Versammlungen – z.T. mit Unterstützung der Wohnungsgesellschaften – zu begegnen. Viele der Gruppen sind mit dem Stadtteilzentrum an der Obstallee und der Stadtteilarbeit des Gemeinwesenvereins verbunden. Von daher wird auch dort das neue im Juli startende QM-Projekt Hallo Nachbarn entwickelt und realisiert.

Zwei Bausteine ein Ziel: Stadtteilmediation und Nachbarschaftsförderung auf Karree-, Haus- oder Aufgangsebene.

Stadtteilmediation: Geschaffen wird eine zentrale Anlaufstelle für nachbarschaftliche Konflikte, mit Freiwilligen, aus den Heerstraße-Kiezen, die im Mediationsverfahren plus interkultureller Kompetenz und Sensibilität qualifiziert werden und dann in ihrer schlichtenden und vermittelnden Tätigkeit bei Konflikten und zwischen Gruppen auch weiterhin begleitet. geschult und gestärkt werden.

Nachbarschaftsförderung: Hier sollen in Ideenwerkstätten die Methoden und Aktionen gefunden werden, die geeignet sind Hausgemeinschaften und den nachbarschaftlichen Austausch zu stärken. Von Infoständen über Kaffeeklatsch und Haustreffs sollen Anlässe der Begegnung, des Kennenlernens und der Verständigung auch über „problematische Vorgänge“ wie Vandalismus, Vermüllung oder Lärm aber auch „nur zum nachbarschaftlichen Feiern“ geschaffen werden.

Für beide Bausteine des Nachbarschaftsprojekts ist eine enge Einbeziehung geboten, von Mieter- und Nachbarschaftsgruppen, von Quartiersräten und Wohnungsgesellschaften sowie von Trägern, Vereinen und Gruppen der verschiedenen Kulturen aber auch von Polizei oder Ordnungsamt.

Für alle drei o.g. Projekte wurde auf der Quartiersratsitzung  eine Förderung aus dem Projektfonds bis einschließlich 2021 zugesichert, aus Mitteln des Städtebauförderungsprogramms Soziale Stadt.

Zum ersten Tagesordnungspunkt am Dienstag den 22. Mai im Stadtteilzentrum war auch die Öffentlichkeit aus dem Stadtteil eingeladen, zur Präsentation der abgestimmten Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung von Platz und Straßenraum vor dem Staaken-Center, am Magistratsweg und Obstallee im Rahmen von Stadtumbau im Staakener Fördergebiet an Heerstraße und Brunsbütteler Damm.
Dazu mehr in der kommenden Woche auf staaken.info 

 

 

 

 

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