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Donnerstag Protestaktion und Podiumsdiskussion

Stadtwandel – Rolle der Großsiedlungen am Stadtrand

Beim Bau der Wissell-SiedlungVorstadt im Grünen, Plattenbaughetto und sozialer Brennpunkt am Rand von Stadt und Fokus – zwischen diesen Polen bewegt sich das Image der Großsiedlungen am Stadtrand, die vor allem in den 60er, 70er und 80er Jahren mit modernen Wohnungen dem Mangel an ausreichendem und zeitgemäßem Wohnraum entgegen gestellt wurden.

 

Sehr begehrt waren die hellen und nach modernstem Standard ausgestatteten Wohnungen für die Erstmieter vor vierzig bis fünfzig Jahren, die sogar oft mit einem sog. Mieterdarlehen sich erst noch das  Mietrecht “erkaufen” mussten. Und das obwohl die Sozialwohnungen eher an der Spitze des damaligen Mietspiegels der Stadt lagen.

Vor dem Hintergrund wachsender Einwohnerzahl in Berlin, von steigenden Mieten, Luxussanierungen(?) von Altbauten und Gentrifizierung diskutieren Fachleute über die Rolle von Großsiedlungen am Stadtrand. Auslauf- oder Zukunftsmodell für die Versorgung mit finanzierbarem Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung?

Eine interessante Diskussion am Donnerstag, den 5. Juni von 16-18.30 Uhr versprechen auf Podium und im Saal des Kulturzentrums Gemischtes namhafte Fachleute, wie der Stadt- und Regionalsoziologe Dr. Andrej Holm von der Humboldt Universität, dessen Buch “Mietenwahnsinn” derzeit nicht nur in Fachkreisen heftig diskutiert wird.  Die weiteren Experten auf dem Podium:  Dr. Bernd Hunger, Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V.; Thomas Krause, Leiter Team Spandau der Wohnungsbaugesellschaft Gewobag; Ricarda Pätzold, Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH und Wolf Schulgen, Abteilungsleiter in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Nach einer Einführung von Dr. Gabriele Schlimper vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin diskutieren desweiteren mit Podium und Publikum Experten aus drei Quartiersmanagementgebieten vom Stadtrand:  Falkenhagener Feld (K.H. Fricke), Marzahn (G. Geißler) und Heerstraße (C. Dittmar).

Sicherlich mit eine Rolle bei der Diskussion spielen auch die von der medialen Öffentlichkeit geprägten Vorurteile gegenüber den Großsiedlungen am Stadtrand, die gerade in den vergangenen Monaten oft unseren Stadtteil mit Schlagzeilen, wie “Viertel der Verlierer” oder “Endstation Heerstraße Nord” im Visier hatten. Diese aber stehen im Mittelpunkt der Protestaktion, bei der am Donnerstag ab 14 Uhr vom Gemeinwesenzentrum an der Obstallee 22 auf Postkarten die Argumente “warum wir gerne hier leben/arbeiten” per Ballon in die Höhe steigen werden.

Gruesse_Karte_VSNoch können Sie ihre guten Gründe auf den in vielen Einrichtungen und beim Gemeinwesenverein parat liegenden Karten verewigen und bei der von Bürgermeister Helmut Kleebank unterstützten Aktion mit aufsteigen lassen.

Mehr Info über die
Aktion Schöne Grüße
Donnerstag 5. Juni 14 Uhr
Gemeinwesenzentrum Obstallee 22 A-E

 

01_b_panoramaStadtwandel
Rolle der Großsiedlungen am Stadtrand

Do 5. Juni 16-18.30 Uhr

Mit Dr. Gabriele Schlimper Paritätische LV Berlin | Dr. Andrej Holm HU Berlin | Dr. Bernd Hunger Kompetenzzentrum Großsiedlungen | Thomas Krause GEWOBAG | Ricarda Pätzold DIfU | Wolf Schulgen Sen. Stadtentwicklung
Kulturzentrum Gemischtes Sandstr. 41 13593 Berlin

zum download: Einladung zur Podiumsdiskussion

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