Nächste Woche startet die 3. Erasmus+ Austauschrunde:

Koffer packen und ab nach Oradea!

Vor knapp zwei Monaten waren Jugendliche und junge Erwachsene aus unserer Großwohnsiedlung, mit einem umfangreichen, selbst entwickelten und realisierten Themenprogramm um Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung und Jugendbeteiligung mit Workshops, Aktionen und Besichtigungstouren, eine Woche lang Gastgeber:innen für jeweils 15 junge Leute aus Island und Rumänien. Und am Montag geht die Fahrt ab, zum “Gegenbesuch” vom 20 bis 26. Juni in die rumänischen Großstadt Oradea, unweit der ungarischen Grenze.

Coronabedingte Einschränkungen der Reisemöglichkeiten haben die schon 2020 in der isländischen Stadt Hafnarfjödur am Rande des Ballungsraumes von Reykjavik begonnene “Dreier-Austauschrunde” der jungen Leuten aus Island, Rumänien und “den Unsrigen” aus Staaken gehörig in die Länge gezogen. Doch die hoch im äußersten Norden Europas, beim isländischen kommunalen Jugendzentrum Hamarinn geknüpften Kontakte konnten über die zwei Jahre Zwangspause gut gehalten werden. 

Für den Besuch der jungen Gäste aus Island und Rumänien vom 24. April bis 1. Mai haben junge Frauen und Männer von JuMi-Lotsen, FAK-Staaken, Pi8 Youth u. a., mit Unterstützung von Ev. Kirchengemeinde, Gemeinwesenverein und Streetwork bzw. Staakkato  ein prall gefülltes aber abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, mit vormittäglichen Workshops und dazu passenden Aktionen am Nachmittag aber auch mit touristischen Meetings in Potsdam-Sanssouci, in Berlins City oder den Multikulti-SzeneTreffs in Friedrichshain-Kreuzberg. 

So gab es zu dem vormittäglichen Workshop zu Klima- / Umweltschutz und Nachhaltigkeit am Nachmittag dann gleich mehrere Aktionen in Gruppen, mit Kiezputz, und aufhübschenden Bepflanzungen, mit diversen Recyclings und Upcyclings von Stoff-, Plastik- oder Lederresten wie auch von alten Holzpaletten.

Zum Tagesthema Gleichberechtigung und diskriminierungsfreie Gleichbehandlung wurde nach Input, Diskussion und Mittagspause eine gemeinschaftliche Aktion im Kiez durchgeführt, mit Interviews von Passanten und Mitschnitten für ein Videoclip.

Alles andere als “trockene Theorie” war die Behandlung des Themas Jugendbeteiligung, denn  hier konnten die verschiedenen von Jugendlichen initiierten, konzeptionierten, beantragten und realisierten Projekte im Rahmen der Jugendjury, wie auch die weitestgehend selbstorganisierten und selbstverwalteten Treffs und der Pi8youth Club real erfahren werden . Am Ende zeigten Kids aus dem KiK ihren Kiez, ehe dort dann nach einem  gemeinsamen Grillabend der Tag mit einem Gruppenbild endete (s. Foto ganz oben).

Nicht nur für Reisefreudige und junge Leute aus unserem Stadtteil, ist die Förderung von Begegnungen und Austausch des EU-Bildungsprogramms Erasmus+  eine “tolle Gelegenheit” um Wissen und Bewusstsein zu erweitern und mit unvergesslichen Erfahrungen zu bereichern. 

Wir sind gespannt auf den Reisebericht aus Oradea, zum Ende des Dreier-Treffens über Nachhaltigkeit von Umwelt und Ressourcen, von Gleichberechtigung und Gleichbehandlung und der Teilhabe von Jugendlichen an gesellschaftlichen Entwicklungen  …

 

Übrigens: Nur wenige Tage nach der Abreise der isländischen und rumänischen Gäste kamen junge Leute aus Aurillac, der Hauptstadt des französischen Departements Cantal, vom Zentralmassiv in der Auvergne, zu uns, auf Besuch nach Staaken.

Wohl als Auffrischung von alten Erasmus-Kontakten (?), deren Reise aber aus “französischen Haushaltstöpfen finanziert wurde. Für alle zu sehen, gab es in jenen Tagen bunte Ergebnisse von gemeinsamen künstlerischen Aktivitäten im Park der Kulturen zwischen Maulbeer- und Obstallee.

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