Ypsilons Immobiliendeal am Pillnitzer Weg:

Empira AG heißt die neue Eigentümerin

Ganz ohne „Ypsilon“ kommt der langgestreckte Gebäuderiegel am Westrand der Rudolf-Wissell-Siedlung seit 1.November aus. Aus Zug und am Zug ist nun die, mit 4 Milliarden Euro Immobilienwerten in ihrem Portfolio, ziemlich starke schweizer Immobiliengesellschaft Empira AG.

 

Genau genommen ist es deren Luxemburger S.a.r.L. (eine GmbH) mit dem holprigen Namen ARZ 8 PropCo Sarl, in deren Besitz die 416 Wohneinheiten mit 17.544 qm Wohnfläche vom Pillnitzer Weg 1 – 21 nun liegen. Vertretung vor Ort und Immobilienverwaltung ist die Strategis AG aus der Torstraße in Berlin-Mitte.

Luxemburg gilt schon lange als idealer Standort in Europa für Immobilienholdings und deren „PropCos“ oder „PropComs“ (Property Companies/Liegenschaftsgesellschaften) aus dem Kleinstaat – vor allem mit dem Kürzel „Sarl“ für die dort mit nur 12.000 Euro Stammkapital zu gründenden Gesellschaften mit beschränkter Haftung, findet man zuhauf in den Grundbüchern.

Nun auch in denen des einst von der BeWoGe direkt am ehemaligen Upstall des alten Guts Amalienhof errichteten Gebäuderiegels am Pillnitzer Weg. Mit dem Deal zum 1. November hat die Berliner Ypsilon Liegenschafts-Verwaltungs GmbH ca ein Drittel ihres Bestandes in der Wissel-Siedlung verkauft.

 

Die neue Eigentümerin, die Empira-Gruppe hat sich auf renditestarke Immobilieninvestments für institutionelle Anleger (Versicherungen, Rentenfonds etc.) im deutschsprachigen Europa spezialisiert. Wie der Vistra Real Estate Newsletter bereits im Herbst 2018 veröffentlichte, sind „die ausländischen Investoren daran interessiert, dass die Immobilie möglichst hohe Mieterträge erwirtschaftet und die Bewirtschaftung und Administration der Immobilie sowie der PropCo‘s möglichst problemfrei und kostengünstig erfolgt.“

Wir dürfen gespannt sein was sich in den Häusern am Westend des Quartiers Heerstraße in nächster Zukunft entwickelt.

  1. Sehr guter Artikel, bei dem man sich aber fragen muss, was sagt denn eigentlich die Politik dazu. Leider trifft das Thema Milieuschutz nicht zu. Aber die Auswirkungen sind doch klar. Was wollen die Investoren: Möglichst hohe Mieterträge erwirtschaften und die Bewirtschaftung und Administration der Immobilie sowie der PropCo‘s möglichst problemfrei und kostengünstig durchführen. Das geht doch wohl nur mit einer Verschlechterung der Bedingungen für die Mieter. Und der schon jetzt nicht gute Zustand der Immobilie, läßt nichts Gutes ahnen.
    Und da Wohnen ein hohes Gut ist, sollte sich auch die Politik dafür einsetzen. Allerdings nicht mit schönen Worten. Das
    ist jetzt das Letzte was Mieter brauchen.

    Hans-Jürgen Wanke

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