Neuer Jugendclub und neue Wege der Beteiligung:

Selbst Organisieren, Gestalten, Verwalten

Manchmal kann „die Not“ eines Verlusts oder Mangels durchaus zur Triebfeder werden um langwierige Prozesse zu beschleunigen und am Ende sogar zu einem guten Ergebnis führen. Wie zum Beispiel zu einem neuen, weitestgehend von jungen Leuten selbst organisierten, selbst gestalteten und selbst verwalteten Jugendclub im Souterrain des Gemeindehauses am Pillnitzer Weg, als „große Koalition der Staakener Jugendarbeit“ mit der Ev. Kirchengemeinde zu Staaken und Staakkato Kinder und Jugend e.V. – Eröffnung ist für Samstag 19. September geplant!

Da haben Topf und Deckel gut zusammengefunden: Seit den verheerenden Wasserschäden vor inzwischen schon 18 Monaten stehen die auch schon überwiegend Jugendlichen in eigener Regie „gemanagten“ Räume am Blasewitzer Ring 18 nicht mehr zur Verfügung als „Jungstreff“ im Rahmen der geschlechterdifferenzierten Jugendarbeit von Staakkato. Andererseits werden mit dem bevorstehenden Abriss von Zuversichtskirche plus Nebengebäuden am Brunsbütteler Damm auch für den Diakon der ev. Kirchengemeinde, Lothar Bärsch, einige bislang von seinen Kinder- und Jugendgruppen intensiv genutzte Räume wegfallen.

Wenn zwei auf der Suche nach gleichartigen Räumen sind, dann ist es wohl das Beste, sich zusammenzutun und mit der „Teestube 2.0“ ein gemeinsames Projekt zu starten, das seit den Corona-Lockerungen schon zu gut zehn gemeinsamen Schnupper-, Kennenlern-,  Austausch- und Planungsrunden, mal Haus am Cosmarweg, mal im Gemeindehaus am Pillnitzer Weg geführt haben.

Begleitet von Lothar Bärsch und den Staakkato-Streetworkern, Betül Günay, Christian Müller und Elke Hottenrott sowie von jungen Spandauer Peer-Netzwerker*innen, haben die Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Umfeld beider Einrichtungen, ihre Ideen und Wünsche zu Papier gebracht, für Café, Studio und Zockerraum, mit Angeboten von Musik, Tanz, Theater, kreativen Werkstätten und mit Raum für Freizeit, Spiel, Sport und Chillen, für Beratung und Bewerbung …

Aber auch schon Vorstellungen und Anforderungen formuliert, bezüglich Gestaltung der Räume, der Zeit- und Raumpläne, über Abläufe und Ordnung, Verwaltung und Verantwortung und über Art und Zeitumfang der von den jungen Leuten als freiwillige Mitarbeit im Jugendclub-Team aufgebracht werden muss. Selbst die Kanäle und Wege für eine finanzielle, materielle oder mitarbeitende Unterstützung beim Aufbau „Ihres Jugendclubs“ sind – mit Beistand – selbst zu finden und zu beschreiten

Bis es Mitte September soweit ist, dass aus dem Versuchsprojekt der „Teestube 2.0“ der erste selbst organisierte, gestaltete und verwaltete Jugendclub bei uns in Staaken wird, müssen die verschiedenen Teams für Inventar, Renovierung und Organisation von Eröffnung und den Angeboten danach, noch tüchtig zupacken im Souterrain des Gemeindehauses am Pillnitzer Weg 8.

 

 

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