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Neulich auf der Obstallee

 

 

 

 

 

 

 

Es sind fast schon tiefgründig philosophische Gedanken die sich vor einer Woche förmlich aufgedrängt haben, angesichts der unmittelbaren und zeitgleichen Nachbarschaft von Gut und Böse – genauer von Schön und Hässlich, von Bunt und Grauslich –  auf den wenigen hundert Metern Spazierweg entlang der Obstallee zwischen Sandstraße und dem Staaken-Center.

 

Aufgepeppt durch bunte, von Kids aus den Nachbarschaften gemalte Bilder, sind die wasserspendenden Tanks des Pilotprojektes zur Rettung der Straßenbäume an der Obstallee schon per se ein „schöner“ Anblick. Stehen sie doch, inmitten der Großwohnsiedlung an der Heerstraße, für die Bereitschaft von Jung und Alt zum freiwilligen Engagement für ihr Wohnumfeld.

Obendrein bekamen die Tanks am vergangenen Dienstag noch bunte Ballons als luftige Werbeträger eines Flyers (s.unten) mit Informationen für die Übernahme von Baumpatenschaften im Kiez. Da bei Kindern die Attraktivität von bunten Ballons an Schnüren auch in Smartphone-Zeiten keineswegs nachgelassen hat, war das vom Quartiersmanagement beauftragte Verteilerteam stets umringt und die Verweildauer der Ballons an den Tanks war alles andere als nachhaltig.

Was aber der schönen, den Straßenbäumen und der Aktivierung von Aufmerksamkeit für die eigene Umgebung dienenden Aktion keinen Abbruch tat.

 

Ganz umgekehrt, nur wenige Schritte entfernt, die deutlichen Zeichen für Wegschauen und Unachtsamkeit am, im und um den Müllstandort zwischen Wohnhochhaus und Parkplatz am Ostende des Staaken-Centers: Offene Müllcontainer und Müllsäcke vor der Tür, eine Einladung für dutzende Krähen, die fleißig beitragen, zur  Verteilung des Abfalls im weiten Rund.

Nicht immer „nur“ ein Zeichen von kaputten Containerklappen oder von Unachtsamkeit bzw. unkorrektem Verhalten der Mieter*innen sondern – wie in diesem Falle zu beobachten – kann es mal passieren, dass auch Vertreter der beauftragten Servicegesellschaften an solchen Quellen der Vermüllung ganz „konzentriert wegschauend“ vorbeigehen.

Übrigens: Die sog. Müllinitiative von Engagierten aus Quartiersrat, Mieter- und Nachbarschaftsgruppen, aus Freizeit- und Familientreffs hat schon einige Aktionen und Veranstaltungen mit Experten auf die Beine gestellt und sich vorgenommen, entsprechend den Lockerungen der Corona-Pandemieverordnungen. noch in diesem Sommer im Stadtteilzentrum Obstallee sich mit einer Reihe von Events genau dem Thema zuzuwenden, mehr Aufmerksamkeit und Know-how zu vermitteln über Müllvermeidung, Mülltrennung und einem umweltverträglicheren Verhalten auf Straßen, Wegen, Plätzen und an den Standorten der Müllcontainer …

 

 

zum download:
Baumpatenschaft Flyer Vorderseite
• Flyer mehrsprachig Rückseite

2 Gedanken zu “Neulich auf der Obstallee

  1. Endlich mal jemand, der eine der wesentlichen Verusachungen der „Vermüllung“ erkennt. Sicherlich nicht nur die „faulen“ Nachbarn, die sicherlich auch, aber eben auch unsere Krähen. Dadurch, dass alle Müllkäfige der Gewobag (alt) nach oben offen sind, haben die vielen Krähen rund um die Siedlung stets einen leicht zugänglichen „Supermarkt“. Sie sitzen auf den Müllcontainer, zerren an de Mülltüten und öffnen sie und schon haben sie die freie Auswahl. Klar dass da Tüten und Abfälle auf den Boden fallen, aber das ist ja gut für die Ratten. Ein Problem, das einfach zu lösen wäre: Ein grünes „Ladungssicherungsnetz“ mit Kabelbindern auf dem „Müllkäfig“ befestiegen, und schon wären Krähen und andere Vögel ausgesperrt. Nicht einmal 50,-€ würde das jeweils kosten, aber seit 5 Jahren wurden mehrfache Vorschlagsversuche von der Gewobag nicht kommentiert.

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