Stadtumbau: Grünwegplanung nördl. Rieselfeldabfanggraben

„Entschuppt“ wird der Ex-Forellenhof

Veröffentlicht am 12. 05. 2020

Die Zeiten, dass sich noch Forellen und Saiblinge in den Fischteichen getummelt haben und man sie fangfrisch oder geräuchert mit nach Hause nehmen konnte oder gleich vor Ort in Roters Fischstübchen verzehren, sind schon lange vorbei. Seit Juli 2018 ist das zuletzt als Garten- und Blumenhandel genutzte, 2,6 ha große Areal am Weinmeisterhornweg vom Pächter geräumt, wieder in der Hand des Bezirksamtes. Derzeit sind dort die Abrissbagger am Werk die Schuppen, Becken und Einfriedungen zu entfernen. Platz wäre dann geschaffen, für einen neuen Naherholungsraum und eine idyllische Grünwegverbindung entlang des nördlichen Rieselfeldabfanggrabens.

Für dieses Teilprojekt des Stadtumbaus im Fördergebiet Brunsbütteler Damm Heerstraße der Machbarkeitsstudie für eine Öffnung des Rieselfeldabfanggrabens als Grünwegverbindung von Hahneberg bis zum Langen Becken bzw. bis Wilhelmstraße wurde nach der Bürgerversammlung am 9. Dezember 2019 (siehe Lückenschluss für grünen Rundweg v. 7.1.20) ein Gremium der Bürgerbeteiligung geschaffen, das aus den bekannten Gründen der Corona-Pandemie seit der ersten Sitzung Anfang März – wie auch der Parkrat des Jonny K.-Aktivparks – die weiteren Gremientagungen vorerst verschieben musste.

Auf dem 1. Treffen, dem Auftakt der Beteiligung am 4. März, wurden so manche Bedenken der Anwohnerschaft geäußert. die ja schließlich auch die absolut ruhige und isolierteLage an dem nicht öffentlichen Rand des Grabens gegen eine „Nachbarschaft“ zu Fußgängern und Radfahrern eintauschen müssten. Die Befürchtungen aber, künftig mit einem Mehr an Einbrüchen oder Gartendiebstählen rechnen zu müssen, wurden von den anwesenden Präventionsexperten der Polizei zurechtgerückt.

Auch wenn das Wohngebiet bislang nicht durch Häufigkeit oder Schwere von Delikten aufgefallen ist, so birgt die momentane Situation des nicht öffentlichen aber unschwer zugänglichen und nicht einsehbaren Bereich des Grabens eher die Gefahr, dass wer „böses beabsichtigt“ dort gute Deckung und ein Rückzugsgebiet vorfindet. Die Öffnung des Grabens mit Fuß- und Radweg bietet dagegen die Chance zu mehr Sicherheit durch Belebung und informelle soziale Kontrolle.

Anregungen gab es auch von mehreren Seiten, u.a. auch von dem Beauftragten für Senioren und Menschen mit Behinderungen Sargon Lang , dass eine Variante mit jeweils durch den Graben getrennten Rad- und Fußwegen anzustreben sei.

Wann und Wie es in den nächsten Wochen weitergeht mit Untersuchungen und Planungen zur Machbarkeit und mit Veranstaltungen für und mit den Anwohner*innen und Expert*innen kann angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie derzeit niemand beantworten. Wir bleiben am Ball.

 

zum download:
Präsentation Mb-Studie NRA-Graben (Stand 4.3. 20)
Protokoll Auftakt Beteiligung vom 4. März 2020
Anmerkungen Senioren-Behinderten-Beauftragten

 

Im Maßstab: die 1,4 km Grabenabschnitt auf einer Wand (4. 3.2020)

 

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