Stadtumbau am nördlichen Rieselfeldabfanggraben:

Lückenschluß für grünen Rundweg

Veröffentlicht am 07. 01. 2020

Es geht gut voran, mit der Umsetzung der großen Grünplanungen im Rahmen des Stadtumbaus in Staaken. Noch im Dezember gab es eine erste große Infoveranstaltung mit gut 150 Gästen aus der direkten Anliegerschaft zur Umgestaltung der Spazier- & Radverbindung entlang des Weinmeisterhornweges, mit dem der grüne Rundweg um die Großwohnsiedlung an der Heerstraße vom Hahneberg über Langes Becken bis zum Egelpfuhlgrünzug, Bullengraben und Staakener Felder geschlossen werden könnte.

 

Nachfolgend der Pressetext, Bild und Material, das uns von Ralf Hoffmeister, von Stadtkontor, der mit der Koordination der Stadtumbau-Projekte im Gebiet Brunsbütteler Damm / Heerstraße beauftragten Gesellschaft, zur Verfügung gestellt wurde:

 

Das Bezirksamt Spandau hat eine Studie in Auftrag gegeben, die die grundsätzliche Machbarkeit eines öffentlichen Grünzuges entlang des nördlichen Rieselfeldabfanggrabens, zwischen Hahneberg und Gatower Straße, überprüfen soll. Neben den wichtigen Natur- und Umweltschutzaspekten sollen auch technische Details der Umsetzung in die Konzeptfindung einfließen sowie wichtige Fragen zu den Realisierungs- und Folgekosten eines solchen Vorhabens beantwortet werden.

Am 09. Dezember fand dazu die erste große Informationsveranstaltung in der Aula der Schule an der Haveldüne statt. Und die war prall gefüllt: mit Informationen und Fachkunde, vor allem aber mit vielen interessierten Anwohner*innen.

Rieselfeldabfanggraben Teil des Grünen Rundweges 
Frau Bathmann vom Stadtentwicklungsamt erläuterte den gut 150 Anwesenden, dass der Nördliche Rieselfeldabfanggraben in seiner zukünftigen Gestalt Teil eines „grünen“ Rundgangs durch das Stadtumbaugebiet werden soll.

Dieser Rundgang verknüpft das Lange Becken, den Egelpfuhlgrabengrünzug, den Bullengraben, die Staakener Felder und den Nördlichen Rieselfeldabfangraben zu einem ringförmigen Grünverbund. Hier wird allen Bewohner*innen des Stadtumbaugebietes Brunsbütteler Damm / Heerstraße ermöglicht, zukünftig sehr unterschiedliche Nutzungsangebote im Freien wahrzunehmen.

Herr Siewert vom Landschaftsplanungsbüro Cassens + Siewert ordnete in seinem Vortrag den Nördlichen Rieselfeldabfanggraben in seinen entstehungsgeschichtlichen Kontext ein, nahm alle Anwesenden anhand einer Vielzahl aktueller Fotos auf eine virtuelle Begehung mit und erläuterte die landschaftsplanerischen Gegebenheiten einschließlich der unterschiedlichen Schutzansprüche. Gebietsinfos satt.

Für die anschließende Diskussion standen Herr Pasch vom Straßen- und Grünflächenamt, Herr Weiß vom Umwelt- und Naturschutzamt, Frau Deiwick vom Stadtentwicklungsamt sowie Herr Siewert vom beauftragten Büro zur Verfügung. Gut vorbereitet und äußerst engagiert trugen die Anwohner ihre Positionen, Anregungen und Bedenken vor. Ob denn im Bezirk ein weiterer Radweg notwendig sei, der doch nur in Konkurrenz zu den bereits vorhandenen stünde. Ob der Bezirk denn die Pflege und Unterhaltung der Anlagen dauerhaft leisten und finanzieren könne. Was denn mit den Zäunen geschehen und ob der Weg im rückwärtigen Bereich nachts beleuchtet werden solle. Die Anwohner machten deutlich, dass sie sich durch die geplante Öffnung und Nutzungsintensivierung in ihrem subjektiven Sicherheitsempfinden beeinträchtigt fühlten.

Weg vorrangig für Fußgänger
Aber am Beispiel des Radweges wurde auch deutlich, dass es zukünftig in starkem Maße darum gehen muss, wie Kommunikation gelingen und Missverständnissen vorgebeugt werden kann. Denn: es ist nicht geplant, entlang des nördlichen Rieselfeldabfanggrabens einen weiteren übergeordneten Radweg anzulegen. Einen Weg ja und vielleicht dürfen Radfahrer diesen auch nutzen, aber den Vorrang haben stets die Fußgänger. Und dem Sicherheitsbedürfnis der Anwohner kann der Bezirk durch den flexiblen Einsatz von Parkläufer gerecht werden, so Herr Pasch.

Beteiligung und Kommunikation sollen bei der Erstellung der Machbarkeitsstudie großgeschrieben werden. Herr Fromlowitz vom Büro Fromlowitz & Schilling, das für die Öffentlichkeitsarbeit innerhalb des Verfahrens zuständig ist, bat die Anwesenden, ihre Vor-Ort Expertise zur Verfügung zu stellen und sich auch zukünftig am Verfahren zu beteiligen.

Gremium der Bürgerbeteiligung
Zum Abschluss der Veranstaltung konstituierte sich aus den Anwesenden ein Beteiligungsgremium, das intensiv im weiteren Verfahren eingebunden werden soll, das die Anregungen und Bedenken der Anwohner*innen artikulieren und gemeinsam mit den Fachleuten zu einem erfolgreichen Gelingen der „Machbarkeitsstudie Nördlicher Rieselfeldabfanggraben“ beitragen soll.

Zeitplanung
Erste Zwischenergebnisse sollen im Frühsommer 2020 der Öffentlichkeit vorgestellt werden, die Fertigstellung der Machbarkeitsstudie ist für den Sommer 2020 geplant.

 

 Zum download:
• Präsentation
Machbarkeitsstudie Nördl. Rieselfeldabfanggraben v. 9. Dez,. 2019
bitte mit etwas Geduld aufgrund der großen Datenmenge

 

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Kontakt Stadtumbau

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Abt. Bauen, Planen und Gesundheit
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nadine.deiwick@ba-spandau.berlin.de
Tel.: 030/90279-2526
Carl-Schurz-Straße 2/6
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Ansprechpartner Ralf Hoffmeister
r.hoffmeister@stadtkontor.de
Tel.: 0331/7 43 57-12
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Umfangreiche Informationen zur Städtebauförderung in Spandau bietet die Internetpräsenz des Stadtentwicklungsamtes.