Stadtumbau West: Umgestaltung vor dem Staaken-Center

Machbar: mehr Platz für den neuen Platz!

Veröffentlicht am 04. 06. 2019

Wer hätte daran gezweifelt, angesichts der mehrfachen Aktionen und Veranstaltungen der Beteiligung und Einbeziehung von Anwohnerschaft, Eigentümern, Centermanagement und Akteuren der Stadtteilkonferenz in den Prozess der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie für die Umgestaltung des Center-Vorfeldes an Magistratsweg und Obstallee zu einem attraktiven Stadtplatz mit mehr Raum für Begegnung und Aufenthalt im Zentrum der Großwohnsiedlung an der Heerstraße? 

Auf der öffentlichen Sitzung des Quartiersrates am 21. Mai haben die Fachleute für Verkehrsplanung und Platzgestaltung des mit der Machbarkeitsstudie beauftragten Planungsbüros stadtraum die Ergebnisse präsentiert, die als nächsten Schritt mit der Verkehrsbehörde, mit Polizei, Feuerwehr und BVG abgestimmt werden müssen.

Ganz besonders wichtig, da der Großteil der zu beplanenden Flächen sich im Besitz der Grundstückseignern vom Einkaufszentrum bzw. von ADO Immobilien befindet, ist die Zustimmung der Gesellschaften und auch deren Bereitschaft ggf. auch Anteile beizusteuern zur Finanzierung der Umgestaltung, vor allem dann, wenn es z.B. um die Eingangssituation des Staaken-Centers geht (s. Entwurf unten).

Gestaltungsvorschlag Center-Eingang, mit Rampen, kleiner Dachterrasse und der aufgewerteten Nische, mit Fahrradständer und Wasserspiel

Generelles Interesse und die Bereitschaft sich des Center-Vorplatzes anzunehmen ist von den Gesellschaften schon signalisiert worden und bei Ihnen wurde auch, wie bei der 2. Bürgerbeteiligungsrunde am 27. November die Variante favorisiert worden, die nun als Vorzugsvariante 1 zum Abschluss der Machbarkeitsstudie präsentiert wurde und eine Verlegung des Kiosks vorsieht. (siehe Präsentation S. 13)

In die Planungen mit eingeflossen sind zahlreiche von Anwohner*innen wie auch von den Einzelhändlern des Staaken-Centers benannten Defizite des Platzes wie auch viele Ideen und Vorschläge: Von hässlichen Ecken und Angst verursachenden Winkeln über Störungen durch Verschmutzung, Lärm und Verkehr bis zu der unattraktiven Platzgestaltung ohne jegliche Sitzmöbel, mit dem Kiosk an einem die Sicht und die Wege versperrenden Ort, was die trennende Wirkung des Magistratswegs nur verstärkt, für alle, die zu Fuß unterwegs sind.
(siehe Präsentation S. 9-12)

Jedoch, allen Recht machen kann man beim besten Willen nicht, denn wo die einen mehr  Attraktivität und Aufenthaltsqualität für Klein und Groß u.a. mit Spielgelegenheiten, Bänken, sogar mit kleinen Tischen für Kartenspiel oder Schach, wünschen, wollen andere genau das Gegenteil, möglichst wenig Gelegenheiten für längeren Verbleib, da der Mensch in Gruppen eher schmutzt und stört.

Dem tragen die Entwürfe der Machbarkeitsstudie durchaus dann Rechnung, wenn sie Spiel, Markt und Aufenthalt möglichst den Balkonen, Schlaf- und Wohnzimmern der angrenzenden Hochhäuser abgewandt oder unter dem Lärm abschirmenden Schutz von Bäumen etc. anordnen.

Jedoch haben die von der Architektin Annegret Müller (stadtraum) präsentierten Vorschläge zur Platzgestaltung noch einen langen Weg mit Planungen, Abstimmungen, Überarbeitungen und auch weiteren Bürgerbefragungen vor sich, bis sie – in dieser oder  in modifizierten Formen – auf dem großzügigen Areal des neuen Stadtplatzes Gestalt annehmen können.

Dabei sind vor allem noch zwei Fragen offen: 1. kann das im Rahmen von Stadtumbau geplante Bildungs- und Gesundheitszentrum (BuG) auf dem Parkplatz an der Obstallee realisiert werden?
2. stimmen BVG und Verkehrsbehörde der Verlegung der Bushaltestelle nördlich der Obstallee auf Höhe des Centereingangs und so auch einer Änderung am Magistratsweg Ecke Loschwitzer Weg zu?

 

Daher muss die Machbarkeitsstudie derzeit noch zwei Varianten darstellen, mit dem BuG und einem neuen Quartiersplatz plus entsprechend großer verkehrsberuhigter Zone sowie mit beiderseitigen Bushaltestellen Höhe Loschwitzer Weg sowie einer 2. Variante ohne BuG und Quartiersplatz, kleinerer verkehrsberuhigter und aufgepflasteter Zone und ohne Umgestaltung am Magistratsweg.
(siehe Präsentation S. 15-24)

 

Man sagt es gäbe zwei Bereiche wo jedermann oder besser jeder Mann sich als Spezialist erkennt, das ist a. die Aufstellung der Fußball-Nationalmannschaft und b. sämtliche Fragen der Verkehrsplanung und Verkehrsführung.

Kein Wunder also, dass gerade die von dem Verkehrsplaner Winfried Müller-Brandes vom Büro stadtraum präsentierten Vorschläge zur Gestaltung des fließenden und ruhenden Verkehrs am Dienstag vor zwei Wochen die meisten kritischen Stimmen aus dem Publikum zu hören bekamen.
(siehe Präsentation S. 25-29)

Von dem eventuellen Verbot für Linksabbieger vom Loschwitzer Weg in den Magistratsweg (Spitzenwert 23 Fahrzeuge je Stunde) bis zur schon oft erprobten Verkehr beruhigenden und Sicherheit fördernden Wirkung von farbigen Aufpflasterungen auf (nahezu) gleiches Niveau bis zu den Lieferzonen, Parkstreifen oder den Querungsmöglichkeiten für Fußgänger in der dann schmaleren Fahrspur der Obstallee plus der 30 km/h-Zone zwischen Magistratsweg und Zufahrt zum Center-Parkhaus … viele Zweifel, Meinungen und offene Fragen, die auch von dem Vertreter des Spandauer Straßen- und Grünflächenamtes Ulf Abbenhaus beantwortet aber nur vielleicht ausgeräumt werden konnten.

 

 

zum download:
bitte aufgrund der Datenmenge mit Geduld
Präsentation der Machbarkeitsstudie von stadtraum
Umgestaltung Staaken-Center Vorfeld (vom 21. Mai 2019)
LSA=Lichtsignalanlage | F-LSA = Fußgänger-LSA

zum nachlesen:
Platz genommen Platz gerahmt … (Bürgerbeteiligung Nov. 2018)
Bürgermeinung zum Platzumbau  (Tour & Forum Sept. 2018)

 

Begrüßung und einführende Worte von Franziska Bathmann (Stadtentwicklungsamt des Bezirks Spandau) und für den Stadtumbau im Staakener Fördergebiet zuständig. Daneben Ralf Hoffmeister (Stadtkontor – Beauftragter für die Koordinierung der Stadtumbau-Projekte) und Ulf Abbenhaus (Straßen- und Grünflächenamt Bezirk Spandau)

 

Präsentation des bisherigen Prozesses, Stand und weiteren Ablaufs der Planung durch Stephan Schmidt (Verkehrsplaner stadtraum)

 

Präsentation der Umgestaltung von Platz und Straßenraum, Annegret Müller (Architektin / Stadtgestaltung bei stadtraum)

 

Erläuterungen zu den Vorschlägen der Machbarkeitsstudie zum ruhenden und fließenden Verkehr, Winfried Müller-Brandes (Verkehrsplaner bei stadtraum)

 

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Ansprechpartner Ralf Hoffmeister
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