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Trotz Ferien viel Betrieb in der CSO

Veröffentlicht am 25. 07. 2018

Obwohl noch vor dem Haus das Bauschild stolz verkündet, dass die in 2014 begonnene Sanierung und Aufwertung schon vor zwei Jahren hätte abgeschlossen sein sollen, werden die Ferienwochen heftigst ausgenutzt um die schlimmsten Mängel zu beseitigen. Denn sie ist derzeit wohl die bekannteste Staakenerin: die Carlo-Schmid-Oberschule. Als „Schrottschule“ tituliert von der Zeitung mit den zwei großen Buchstaben war sie schon mehrfach, zuletzt am Tag vor den Sommerferien, Ausgangs- und Mittelpunkt für Demos und Aktionen von Lehrer*, Schüler*innen und Eltern, die genauso wie die BVV Neubau statt Sanierung fordern.

Nur, die fast 1.000 Schüler* von heute, der im übrigen vor 50 Jahren für eine Kapazität von ca. 600  gebauten Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe, wollen(?) ja in drei Wochen wieder unterrichtet werden – also sind nun in den Ferien drinnen und draußen verschiedene Gewerke, Bau-, Elektro-, Sanitär- und Brandschutzspezialisten an der Lutoner Straße zugange, um mit fast einer Mio Haushaltsmittel die notwendigsten Instandsetzungen vorzunehmen. 

Zumindest seit dem Einsturz der Zwischendecken vor einem Jahr ist die „Carlo-Schmid“ sowas wie ein Synonym geworden, für das jahrelange Hinauszögern von Instandhaltung und Modernisierung an nahezu allen Berliner Schulen. Davon zeugt die immer länger werdende Mängelliste, mit undichten Dächern und Fenstern, defekten Belüftungen und Heizungen, offenen Decken, pröckelndem Putz in Klassenzimmern und ungenügender Isolierung der Außenwände, mit provisorischen Elektroinstallationen und ganz besonders wegen des mangelhaften Brandschutzes.

Die tatsächlich notwendigen Kosten für eine Sanierung übersteigen längst die für die Jahre 2014-16 und bis jetzt vorgesehenen und getätigten Investitionen und werden inzwischen auf ca 30-35 Mio EUR und damit zumindest annähernd auf die Höhe der Kosten für einen Neubau geschätzt. 

Das könnte für die Befürworter einer neuen „Carlo-Schmid“ sprechen, z.B. auf der zum Schulareal gehörenden Fläche des Sportplatzes, wodurch der Unterricht weiterhin im „Altbau“ stattfinden könnte. 

Nur so ein Schulneubau dauert von der Mittelbereitstellung bis zur Planung, Ausschreibung und Umsetzung einige Jahre, in denen nur dann ein regulärer und weitgehend störungsfreier Unterricht in den alten Gebäudetrakten stattfinden kann, wenn viel aufgewendet wird für deren Reparatur, Sanierung und Instandhaltung. 

Also, es scheint, dass Neubau vs. Sanierung noch länger ein Streitthema bleibt, rund um die Dauerbaustelle Carlo-Schmid-Oberschule.

 

 

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