Jugendjury: 3 x Knete für den Kiez

„Hey das habt ihr wirklich stark gemacht!“ Gleich für drei eigene Projekte haben Jungs und Mädchen der beiden selbstorganisierten Jugendtreffs von Staakkato Kinder und Jugend e.V. am Blasewitzer Ring, auf der Sommersitzung der Spandauer Jugendjury am 2. Juni, zusammen fast dreitausend Euro aus dem Programm Stark Gemacht! des Jugend-Demokratiefonds Berlin „eingehandelt“, mit denen sie nun – wiederum selbst – die Konkretisierung, Organisation, Umsetzung und am Ende sogar Abrechnung angehen können.

Aber auch wenn die drei Projekte „Sag’s Laut“, „Kids für den Kiez“ und auch die „Staachelbeeren“ eigene Ideen und Pläne sind, so sind sie doch alles andere als „eigennützig“: 

Für Sag’s Laut gibt es 620 Euro für die Organisation, Planung und Dokumentation der Arbeit vom Plenum und von Arbeitsgruppen ihres selbstorganisierten Jungstreffs am Blasewitzer Ring 18, wo sie sich u.a. aktiv mit ihren Ideen einbríngen wollen in die Stadtumbau West-Planungen für ein neues Jugendzentrum STEIG.

Hinter den Kids für den Kiez stehen die fußballbegeisterten Jungs und jungen Männer, die nach dem nicht nur sportlichen Erfolg und den guten Erfahrungen bei der Vorbereitung, Organisation und Durchführung des 2. Staakener Fußballturniers im roten Käfig am Ring nun auch über 950 Euro Fördergelder verfügen um auch zukünftig „alteingesessene“ und neu zugezogene Kinder und Jugendliche der verschiedenen Kulturen im Kiez bei weiteren Bolzplatzturnieren zusammenzubringen. (zum nachlesen: Artikel vom 19. Mai 2018)

Bislang noch „Untermieterinnen im Jungstreff“ sind Mädchen und junge Frauen aus dem Stadtteil, die sich nun mit dem Zuschuss von 1.250 Euro aus dem Jugendjury-Topf einen eigenen Mädchentreffpunkt Staachelbeeren* einrichten können. Mit Unterstützung/Genehmigung von der Gewobag wird ihnen dafür der Laden am Blasewitzer Ring 28 zur Verfügung gestellt, in dem aber ansonsten weiterhin noch der Gewobag-Mieterbeirat seine Sprechstunden abhalten wird.
*mit Doppel-A wegen Staaken bzw dem Doppel-K wie bei Staakkato. (zum nachlesen: Artikel aus 2017

Übrigens, das Besondere an der von Kompaxx e.V. getragenen Spandauer Jugendjury ist nicht nur, dass die Projekte von Jugendlichen für Jugendliche entworfen, präsentiert und dann auch umgesetzt und abgerechnet werden, sondern vor allem, dass die jungen Vertreter*innen der zur Wahl stehenden Projekte gemeinsam über die Mittelvergabe beraten und dann auch darüber beschließen.

Daher sind oft – wie auch bei der Sitzung am 2. Juni – insgesamt mehr Projektmittel beantragt als von der Jugendjury zu vergeben. Dann müssen die Delegierten der an sich konkurrierenden Projekte untereinander die Kompromisse finden, bei denen zwar jedes Projekt hier oder da Abstriche machen muss aber deren Umsetzung nicht gefährdet wird.

 

Dementsprechend gilt das eingangs ausgesprochene Lob Hey das habt ihr wirklich stark gemacht! nicht nur den Jungs und Mädchen aus unserem Stadtteil, sondern allen Beteiligten an der Jugendjury des Programms: 

 

Mehr Info: Jugendjury Spandau 2018

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