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Quartiersrat Heerstraße auf seiner Mai-Sitzung:

Neue & Folgeprojekte beschlossen

Veröffentlicht am 23. 05. 2017

Seit der Stadtteilversammlung im November steht mit Ideensammlung, Präsentationen von Projekten und Diskussionen die Planung für die 300.000 Euro des Projektfonds im Programmjahr 2017 im Mittelpunkt des mehrheitlich von Anwohner*innen besetzten Quratiersrat. Mit dem einstimmigen Beschluss auf der QR-Sitzung am 16. Mai ist die Programmplanung 2017 abgeschlossen. Start frei für drei neue Maßnahmen und vier für den Stadtteil wichtige Projekte gehen in Verlängerung und Erweiterung. 

Gerade vor dem Hintergrund, dass mit 2020 das Ende des Quartiersverfahrens droht, hat der Quartiersrat im Vorfeld der Planung und der Entscheidung für die Finanzierung von Maßnahmen mit Mitteln aus dem Programmjahr 2017 des Projektfonds sich auf seinen Sitzungen, noch mehr und intensiver mit Vorschlägen beschäftigt, die eine Chance haben auch über das Ende von Soziale Stadt hinaus, positiv und nachhaltig im Stadtteil zu bestehen und zu wirken.

So standen neben Ideen für neue Projekte vor allem diejenigen im Mittelpunkt, deren Finanzierung mit dem Jahr 2017 ausläuft und die für so „wertvoll und wichtig“ eingeschätzt werden, dass sie, meist mit neuen oder erweiterten Inhalten und Zielen, fortgesetzt werden sollen.

Als wichtige Basis für Information, Aktivierung und Beteiligung der Nachbarschaften sind Zuschüsse aus dem Projektfonds bewilligt worden, für die kommenden Stadtteilfeste der Jahre 2017 bis 2019, wie auch für die Stadtteilzeitung TREFFPUNKT, die vierteljährlich mit professionellem Support von einer ansonsten ehrenamtlichen Redaktion und mit Unterstützung von Vereinen, Einrichtungen und Wohnungsgesellschaften erstellt, gedruckt und verteilt wird.

Eine Basisfinanzierung bis Ende 2019 ist nun auch sicher für den Kiosk–aller.Hand.Arbeit von Schildkröte GmbH, die seit 2014 am Loschwitzer Weg 17 mit Frauentreff & Handarbeitswerkstatt eine für viele Frauen mit und ohne Migrationshintergründen wichtige Adresse für Austausch, Beratung, Coaching und Freizeit, für Aktivierung, für berufliche und soziale Integration geschaffen haben. In der „Verlängerung“ soll der „Kiosk“ sich für noch mehr Selbsthilfegruppen aus dem Kiez öffnen, spezielle Angebote für Alleinerziehende sowie Perspektiven für einen dauerhaften Fortbestand eines Frauentreffs im Stadtteil erarbeiten.

Mit „Pimp up your clothes“ und „Streetdance- HipHop- und Beatbox“ Workshops hat Staakkato e.V. vor fünf Jahren begonnen und bekam ab 2014 Struktur, mit der QM-Förderung der Geschlechterdifferenzierten Jugendarbeit die im „Jungsprojekt“, mit JuMi-Lotsen und mit dem selbstverwalteten „Treff für große Jungs und junge Männer“ sowie dem „Mädchentreff für junge Frauen“ gipfelte. Das Projekt hat gezeigt wie mit Raum für selbstverwaltete und selbstgestaltete Angebote von und für Jugendliche, mit der Zeit auch Verantwortung übernommen wird, von jungen Leuten im Stadtteil, mit eigenen Veranstaltungen und mit Beteiligungen an verschiedenen ehrenamtlichen Aktionen. Die Stärkung der Selbsthilfepotenziale und die Verstetigung der geschaffenen Strukturen sollen in den kommenden drei Jahren mit der weiteren Förderung aus dem Programm Soziale Stadt intensiviert werden.

Die neuen Projekte: 

Ebenso bei Staakkato Kinder und Jugend e.V. und Streetwork Staaken gut aufgehoben wird das neue Projekt im Stadtteil sein, das mit offenen Angeboten sich den in jüngster Zeit vermehrt rund um Staaken-Center und Stadtteilzentrum anzutreffenden jüngeren Kindern ohne Begleitung von Erwachsenen zuwendet. In diesem Jahr stehen noch Analyse der Situation und die Ausarbeitung eines Konzepts und Maßnahmeplans für die strukturfördernde Jugendarbeit an, die dann ab 2018 mit konkreten Angeboten greifen soll.

 Unter der Überschrift Staaken liest! wird die Stadtteilbibliothek ein ganzes Bündel an Maßnahmen umsetzen können, die sowohl am ureigenen Standort an der Obstallee 22 F zur Leseförderung beitragen, mit Veranstaltungen und Ausstattungen Indoor und im Lesegarten, wie auch mit „Aufmöbelungen“ und Bestandserweiterungen in den von ihr mitbetreuten Schulbibliotheken der Christian-Morgenstern-Grundschule und an der Carlo-Schmid-Oberschule.

Schon Ende März machte der Quartiersrat ein kleinen Ausflug von ihrem Sitzungsort, dem Stadtteilladen im Staaken-Center zum gegenüberliegenden Fördererverein, wo Frau Barth die Räume des Vereins im Souterrain des Stadtteilzentrums Obstallee 22 E vorstellte, die ebenso wie ihre Nutzer, die Senioren, in die Jahre gekommenen sind. Die Eindrücke und Argumente waren überzeugend genug, dass der Quartiersrat dem beantragten Zuschuss für eine bedarfs- und betreuungsgerechte neue Ausstattung und farbliche Neugestaltung des Clubraumes für Senioren inklusive einer neuen Küchenzeile zustimmen konnte.

Der Quartiersrat am 28. März zum Vororttermin im Clubraum des Förderervereins Heerstraße Nord

 

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