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    Kiezputz mit dem Sprachcafé

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    durch Spandau pilgern!
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    Ev. Kirchenkreis Spandau
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    OpenAirKino bis Ende Sept.

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    Familienzentrum Hermine

    Sprechstunden & Beratungen
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    Rat im Stadtteilzentrum

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Guter Auftakt von "Wir ist mehr als Ich und Du"

Antworten auch auf „kantige Fragen“

Veröffentlicht am 22. 03. 2016

Wir-ist-mehr-I_0382aFür die umfangreichen Informationen und Auskünfte hat sich Pfarrer Cord Hasselblatt am Ende des Auftakts von „Wir ist mehr als Ich und DU“ bei den Referenten bedankt, wie auch beim Publikum für die „rege und sachliche Diskussion und für den Mut auch kantige Fragen zu stellen“. Am 13. 4. geht es weiter mit Ausstellung und Austausch zu Weltethos und dem Ankommen in der Fremde.

Bei Wir ist mehr als Ich und Du – der Veranstaltungsreihe von Evangelischer Kirchengemeinde zu Staaken und dem Gemeinwesenverein Heerstraße Nord (Gwv) – stehen, wie der Titel schon vermuten lässt, die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln und Orientierungen, Religionen und Weltanschauungen im Mittelpunkt.

Angesichts der im letzten Jahr stark gewachsenen Zahl von Flüchtlingen, gerade auch in Spandau, hat die Auftaktveranstaltung am 9. März im Gemeindehaus sich mit Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und dem Integrations- und Migrationsbeauftragten des Bezirks Danilo Segina vor allem den Fragen, Bedenken und Anliegen der Mitbürger*innen gestellt.

Gut, dass vorab erstmal  von den vorliegenden Zahlen über die neu in Berlin und im Bezirk aufgenommenen Flüchtlinge, über die bestehenden und geplanten Standorte für Unterkünfte in Spandau wie auch über die unterschiedlichen Begriffe im Rahmen der Aufnahme- und Asylverfahren aufgeklärt wurde. Von Not- und Massenunterkünften der Erstaufnahme in Zelten, Kasernen, Werks-, Turn- oder Traglufthallen über die Gemeinschaftsunterkünfte in temporären oder dauerhafteren Bauten bis zu der Dringlichkeit des Wohnungsbaus und der Erweiterung von Kita- und Schulplätzen – wobei die Zuwanderungszahlen durch Flüchtlinge bei letzteren eher eine geringere Rolle spielen.

Viele Fragen wurden beantwortet und manches konnte auch von Bürgermeister Kleebank und dem Int-Mig-Beauftragten Segina gerade gerückt werden. Von den angeblich „besser gestellten Flüchtlingen“, die jedoch allenfalls bis zu 80% des ALG-Satzes bekommen, über die „Armutsfalle Flüchtlinge“ der das Abflachen seit 2013 des sozialen Abstiegstrends Spandaus (seit 2006 anhaltend) entgegengestellt werden konnte, bis zu den Sorgen bezüglich steigender Kriminalität im Umfeld von Flüchtlingsunterkünften, zu der auch Verena Steinke vom Polizeiabschnitt 23 in der Diskussion Stellung nahm und betonte, dass die Straftaten im Zuständigkeitsbereich ihres Abschnitts überwiegend gleichbleibend oder sogar gefallen sind und dass „zwar durchaus z.B. bei Ladendiebstahl auch Geflüchtete aufgefallen sind, aber nur in geringer Zahl“.

Mit besonderem Interesse wurde die Information aufgenommen, dass für den ehemaligen „Birkenhof“, als zukünftigem Standort einer Flüchtlingsunterkunft in Staaken, der Evangelische Johannesstift als Träger favorisiert ist und der Bezirk sich dafür einsetzt, dass dort, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kita Arche Noah, überwiegend Alleinerziehende und Familien mit Kindern untergebracht werden sollen.

Ein großer Schwerpunkt in der Diskussion stellten Alltagskonflikte von Lärm, Umgang mit Müll bis zu fremden Essensgerüchen in Häuserzeilen und Hausaufgängen dar, für die Helmut Kleebank gerade das Quartiersmanagement und deren Angebote und Projekte der Sozialen Stadt in Stadtteilen wie „Heerstraße“  als eine „erfahrene Spezialeinheit“ empfohlen hat.

Hier gibt es sicherlich noch viel zu tun, damit Konflikte aufgrund unterschiedlicher Lebensweisen von allen Seiten mit mehr Toleranz, Verständnis und Entgegenkommen vermieden werden können. So wird z.B. – wiederum mit Unterstützung aus dem Soziale Stadt-Aktionsfonds – am 21. April das 2. Mieter- und Nachbarschaftstreffen für die Hausaufgänge an Loschwitzer- und Pillnitzer Weg stattfinden, das, so hoffen die Initiatoren, dem Kennen- und Verstehenlernen zwischen den Nachbarn aus verschiedenen Kulturen dienen wird.

zum download: Statistik Flüchtlinge nach Bezirken

 

Pfarrer Cord Hasselblatt, Helmut Kleebank, Danilo Segina und Petra Sperling (Gwv)

Pfarrer Cord Hasselblatt, Helmut Kleebank, Danilo Segina und Petra Sperling (Gwv)

 

Die nächste Veranstaltung von Wir ist mehr als Ich und Du:
Ausstellungseröffnung:
Weltreligionen Weltfrieden Weltethos
und Infoabend
Angekommen in der Fremde und was nun?
Mi. 13. April 17.30 bis 19.30 Uhr
Stadtteilzentrum Obstallee 22d/e

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