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10 Jahre Quartiersmanagement Heerstraße

Mit QM auf Tour im Kiez

Kieztour_Staudengarten_0571Eine echte Expertengruppe für „Heerstraße“ war am vergangenen Donnerstag zusammen mit dem QM-Team unterwegs im nordöstlichen Teil des Quartiers. Als Mitglieder des Quartiersrates und Anwohner/innen haben die „Kenner des Kiezes“ positive Seiten, Entwicklungsbedarfe, Gefahrenstellen und Schmuddelecken identifiziert.

 

Kieztour_StartTreffpunkt, Start und Ziel für die mehr als zehn Teilnehmer/innen an der Kieztour war der Stadtteilladen an der Schnittstelle vom kommerziellen und sozio-kulturellen Zentrum, von Staaken-Center, Stadtteilbibliothek und Gemeinwesen-/Stadtteilzentrum in der Obstallee.

 

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Ein dauerhaftes Ärgernis die bezirkliche Schmuddelecke am Räcknitzer Steig

Entlang des größten Wohnumfeldprojektes der zehn Jahre Quartiersmanagement in Heerstraße führte der Weg erstmal entlang der Flaniermeile im Park der Kulturen, vorbei am Staudengarten bis zu den Erholungs- und Spielwiesen zwischen Räcknitzer Steig und Leubnitzer Weg.

 

 

Kieztour_Spielplatz_0575So sehr der neue Park der Kulturen auch beliebt ist, so sehr werden von der direkten Anwohnerschaft Verschmutzung vor allem nach Wochenenden und nächtlicher Lärm von „Trinkgemeinschaften“ beklagt, die leider auch oft die Spielgeräte der Kleinen missbrauchen.

Kieztour_RingSandstr_0584Auch wenn seit dem Eigentümerwechsel von GSW zu ADO,  eine positive Entwicklung bei Sauberkeit & Instandhaltung festzustellen ist, so haben doch viele Fußwege, Grün- und Spielflächen im Innenbereich von Sandstraße und Blasewitzer Ring eine Menge an Defiziten, wie der schon lange geschlossene, unbespielbare Bolzplatz oder auch der Laternenmast mit offener Verkabelung am Ende des Beitrages zeigen.

 

Kieztour_Jungsprojekt_0587Noch unsicher wie es weiter gehen kann mit den Räumen für das von QM und Quartiersrat unterstützte „Jungsprojekt“ von Streetwork Staaken am Blasewitzer Ring, denn noch gibt es keine Aussage von ADO ob die Verträge zu den bisherigen günstigen Konditionen fortgesetzt werden können.

 

Kieztour_Reclamweg_0588Aus den Flächen am Reclamweg, des ungenutzten ehem. Straßenlandes aus noch uralten Verkehrplanungen, mit der B2 als Highway, ließe sich viel mehr machen als solche tristen Ballsspielflächen, die so weder einsehbar sind noch sich einer Beliebtheit erfreuen können.

Kieztour_Sicherheit_0589Ganz nahe bei in der Südostkurve am Ring und noch mehr wenige Schritte weiter nördlich werden schon seit Jahren sicherere Übergänge für Fußgänger gewünscht. Gut, dass mit bei der Tour ein häufiger beratender Gast im QR, Anwohner UND „KOB“ des Abschnitts 23 war, der diese Forderung evtl. mit mehr Nachdruck an die Verkehrsbehörde weiterleiten kann. Auf dass nicht erst ein Unfall passieren muss, damit etwas geschieht.

Kieztour_Egelpfuhl_0598Schöne Perspektiven eröffnen sich auf der Höhe am Egelpfuhl. Denn mit Mitteln aus dem Programm Stadtumbau West könnten die lange vernachlässigten begrünten Flächen auf einem früheren Müllberg zwischen Egelpfuhlgraben und Lutoner Straße  zu einer weiteren attraktiven Freizeitfläche ausgebaut werden.

So kann eine Menge erreicht werden um aus dem Image des benachteiligten Gebiets Heerstraße Nord das einer grünen Wohnsiedlung zwischen den Freizeitarealen Hahneberg und Egelpfuhlhöhe zu machen.

Weitere QM-Kieztouren sind übrigens im Rahmen von 10 Jahre QM Heerstraße noch geplant und die festgestellten Mängel bzw. Entwicklungsschwerpunkte sind sicherlich auch in der einen oder anderen Weise Bestandteil der öffentlichen Sitzungen vom Quartiersrat heute Dienstag 7. Oktober um 17 Uhr im bzw. der Aktionsfondsjury morgen Mittwoch 8. Oktober ebenfalls um 17 Uhr im Stadtteilladen im Staaken-Center.

Abschließend noch zwei Schadens- und Gefahrenstellen die „nebenbei“ entlang der Wege entdeckt wurden:

Ungewollte Hindernisse mit Pflastersprüngen direkt vor dem rückwärtigen Zugang der Kita Staaken Bär, die für Buggys hinderlich und für Mütter, Väter mit Kind auf dem Arm gefährlich sind.
Pflastersprünge direkt vor dem rückwärtigen Zugang der Kita Staaken Bär, die für Buggys hinderlich und für Mütter, Väter mit Kind auf dem Arm gefährlich sind.

 

In erreichbarer Höhe sogar von Kleinkinderhänden: Offene Verkabelungen am Laternenmast
In erreichbarer Höhe sogar von Kleinkinderhänden: Offene Verkabelungen am Laternenmast, Blasewitzer Ring/Sandstr.

  1. Was Lärm im Wohngebiet angeht, da hat ADO einen Standpunkt (der mir von ADO schriftlich vorliegt), zumindest was Lärm angeht, der von öffentlichen Plätzen kommt.

    Damit muss der Mieter leben, denn gegen Lärm von Dritten kann man nichts machen. Nein? Keine Ahnung wo die Leute von ADO leben, aber es gibt Gesetze und genauer gesagt in Berlin die Lärmschutzverordnung.

    Was hier teilweise abgeht ist nächtliche Ruhestörung, z.B. durch Jugendliche, die mitunter bis nachts um 3 oder 4 vor den Häusern rumhängen und einfach nur laut sind. Zum Glück betrifft es eher die Sommermonate, aber da ist es z.T. extrem.

    Hinterausgang Staaken Center unter der langen Überdachung, da wo auch die Stadtbibliothek ist, wenn da Jungendliche nachts um 2 anfangen mit einer Plastikflasche Fußball zu spielen, man steht im Bett. Etliche Mieter haben da schon oft die Polizei gerufen, weil es mitunter unerträglich laut ist.

    ADO geht das scheinbar nichts an, war ja schon bei der GSW nicht anders. Es geht aber um die Wohnqualität der Mieter und damit geht es dann den Vermieter sehr wohl was an.

    Mir würde noch viel einfallen. Dunkle Ecken, weil Laternen nicht brennen, ständig eingeschlagene Glasscheiben der Haustüren, in den 17 Geschossern brennt z.T. über Stunden und Tage das Licht im kompletten Notflur (über 80 Glühbirnen a 60 Watt, dürfen schön die Mieter über die Betriebskosten zahlen), weil dort mit Drogen gedealt wird, gekifft wird, der Flur als WC dient. Und es gibt noch viel mehr.

    In der Summe ist es hier doch nur noch ne Katastrophe.

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