Wellcome im Abenteuer Familie

"Wellcome": Robert Gibis  von "Wilhelmine" und Bettina Tscheschner
Wellcome: Robert Gibis (Wilhelmine) u. Bettina Tscheschner

Frühe Hilfen nach der Geburt, wenn das Baby da ist und der erste Stress aufkommt, das Geschwisterkind nervt oder zwei Hände zu wenig sind für Drillinge …

Dann können die „ehrenamtlichen Engel“ des Projektes Wellcome, das in Spandau seinen Sitz im Familientreff „Wilhelmine“ hat, für Zeit, Stütze und Begleitung sorgen.

 

 

Anliegen der bundesweiten Initiative „Wellcome“ ist es, den Eltern gleich nach der Geburt eines Kindes praktische Hilfe und Unterstützung anzubieten. Ausgesuchte und auf ihre Tätigkeit gut vorbereitete Ehrenamtliche kommen dabei – in der Regel zwei Mal die Woche – als „wellcome-Helfer/innen“ für ein paar Stunden zu den Familien und nehmen so manchen Druck aus dem Alltag der meist jungen Mütter:
Sie gehen mit dem Baby spazieren, spielen mit ihm oder mit den Geschwisterkindern, damit die Mutter in dieser Zeit Wichtiges erledigen, soziale Kontakte pflegen, am Rückbildungskurs teilnehmen oder sich einfach nur mal ausruhen kann. Und weil Gutes nicht umsonst sein soll, sollen die Familien – natürlich nur dann, wenn sie es sich leisten können – auch einen kleinen Obolus zur Finanzierung der Hilfe beitragen.

Bettina Tscheschner ist die Spandauer Koordinatorin von „wellcome“. Bislang, sagt sie, konnte noch jeder Familie, die (oft schon vor der Geburt des Nachwuchses) bei ihr in der Sprechstunde um Unterstützung bat, umgehend geholfen werden. Darunter waren nicht wenige Familien mit Mehrlingen, die für zusätzliche helfende Hände ganz besonders dankbar sind. Dabei ist das derzeit elfköpfige Spandauer „wellcome-Team“ aber weder Ersatz für Fachkräfte wie Hebammen, noch sind sie Haushaltshilfen oder Reinigungskräfte.

Damit auch weiterhin keine Wartelisten notwendig sind, kann Bettina Tscheschner jeden ehrenamtlich Engagierten brauchen. Sie sollten möglichst Erfahrungen im Umgang mit Kleinkindern mitbringen. Bettina Tscheschner steht als Sozialpädagogin und erfahrener Familienhelferin den Ehrenamtlichen als fachliche Begleiterin zur Seite.

Sie sorgt auch alle acht Wochen für einen regelmäßigen gemeinsamen Austausch sowie für Fortbildungen über Themen, wie Kinderschutz, Erste Hilfe am Baby, Ernährung oder Entwicklungsstufen im Kleinkindalter … Neben Versicherungsschutz und Fahrtkostenersatz erhalten die Ehrenamtlichen vor allem viel Dank und Anerkennung für ihre zufriedenstellende Arbeit.

Nach dem Aufnahmegespräch mit den Eltern wird entsprechend deren Anforderungen der bestmöglichst passende „Engel“ gesucht. Nach einem ersten Kennenlernen in der „Wilhelmine“ gibt es dann die Schnupperstunden zu Hause, die letztlich darüber entscheiden, ob beide Seiten auch für die nächsten zwei bis drei Monate gut harmonieren.

Und weil von trialog e.V. in der Wilhelmstadt das Familienzentrums „Wilhelmine“ in der Weverstraße mit dem besonderen Schwerpunkt der Frühen Hilfen für Familien mit Kindern im Babyalter betrieben wird, ist dort auch die Koordinationsstelle von „Wellcome“ für ganz Spandau angesiedelt.

Das Jugendamt Spandau finanziert, in diesem Jahr, aus den Mitteln der Bundesinitiative Frühe Hilfen das Projekt wellcome in Spandau. So finden dort, in der „Wilhelmine“,  Familien, wie auch Ehrenamtliche, aus allen Teilen Spandaus Platz und ein herzliches „Wellcome“!

Wellcome_Schild

„Wellcome“ in der „Wilhelmine“
Bettina Tscheschner
Sprechstunde Mi 10-13 Uhr
Weverstraße 72, 13595 Berlin
Tel. 31 13 13 58

 

Mehr Info: www.wellcome-online.de 

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