Toller TagesTipp: FiZ Feiert Fest!

Zum FiZ gehts über Maulbeerallee 23

Heute von 15.30 bis 18 Uhr:
Gute Laune, Unterhaltung mit Aufführungen, Trommeln, Yoga- und Bauchtanz mit viel Spaß bei Basteleien und Spielen und natürlich bei Kaffee, Kuchen oder Säften und Würstchen etc. Mit dabei die Kooperationspartner von Schule, Kita, Gemeinwesenverein bis Polizei, die im FiZ monatlich Beratungen anbietet, und natürlich auch der Träger des FiZ Ev. Johannesstift.
(Noch ein Tipp: nach der FiZ-Feier gehts in Gemischtes zum Claire Waldoff Abend ab 19.30 Uhr)

Mehr über 5 Jahre FiZ finden Sie nach Click auf

FiZ Familie im Zentrum wurde vor fünf Jahren im Rahmen des Quartiersverfahrens der „Zukunftsinitiative Stadtteil“ mit Mitteln von EU, Bundesrepublik Deutschland und des Landes Berlin aus dem Programm Soziale Stadt erfolgreich angeschoben und etabliert.

Nachfolgend ein Rückblick auf die Aufbauzeit vor 5 Jahren bis heute von der Projektkoordinatorin Barbara Ruff von Familie im Zentrum FiZ:

5 Jahre  Familie im Zentrum FiZ
Wie alles anfing…..

Das als Modellprojekt von Senat  und Bezirksverwaltung entwickelte Familienzentrum „Familie im Zentrum“ begann seinen Lauf im Jahr 2008.  In Spandau wurde an drei Standorten ein so genanntes FiZ eingerichtet. Im Gebiet der Heerstraße Nord kam es an die Christian-Morgenstern-Grundschule. Es sollte ein Ort für Familien mit ihren Kindern bis zu einem Alter von 12 Jahren geschaffen werden. Dort können sie ihre Freizeit verbringen, Kontakte zu anderen Familien und Bewohnern knüpfen, sich austauschen und gegenseitig Hilfestellung geben, sich informieren und Auskünfte einholen sowie sich weitgehend zu allen Fragen beraten oder vermitteln lassen. Das Besondere ist, dass es nicht so sehr darum geht für die Familien Angebote zu stellen, sondern die Besucher finden hier einen Platz, den sie selber gestalten oder mitgestalten dürfen. Sie können ihre Wünsche und Ideen einbringen und sie umsetzten oder es wird ihnen bei der Umsetzung geholfen. Es wurde großer Wert auf die Beteiligung von Familien gelegt.

Erst den Container "wohnlich" machen ..

Es war Pionierarbeit. Es war eine neue Idee, die noch konkreter formuliert werden musste, aber auch die Erwartungen der an dem Entwicklungsprozess beteiligten Einrichtungen mussten geklärt und angeglichen werden. Was wollen wir und wie werden wir dieser Aufgabenstellung gerecht?  Es gab keine Erfahrung und die Familien wussten zunächst nicht, was sie davon haben. Hinzu kam, dass es noch gar kein Familienzentrum, also ein Gebäude gab. Zunächst befanden wir uns in einem Raum in der Christian-Morgenstern-Grundschule, der uns freundlicherweise vorübergehend zur Verfügung gestellt wurde. Mit ein paar wenigen Eltern aus dieser Grundschule fingen wir an, die nächsten Schritte zu einem Familienzentrum zu planen. Auf der einen Seite wurde viel Informationsarbeit geleistet, um das Projekt FiZ im Stadtteil auf Stadtteilfeste in der Stadtteilkonferenz, in den Einrichtungen wie Kitas und Schule bekannt zu machen, Flyer mussten erstellt und Artikel geschrieben werden.

Auf der anderen Seite war die Aufstellung eines Containers auf dem Schulgelände geplant, der schließlich im Oktober 2008 aufgestellt wurde. Neben dem Einrichten mit Möbeln und Vorhängen wurde dann als erstes der Betrieb eines Familiencafés dienstags  aufgenommen. Vier Ehrenamtliche haben zu diesem Zeitpunkt mitgewirkt. Der große Besucheransturm blieb aber zunächst aus: Es kamen nur sehr wenige neue Gäste ins FiZ. Durchhalten war angesagt, nicht gleich aufgeben!

Ziemlich bald hat unser Kooperationspartner Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V. das Projekt „Beratung und Begleitung“ mit zwei Mitarbeiterinnen im FIZ eingerichtet. Jeden Mittwoch gibt es das niedrigschwellige Beratungsangebot für alle Fragen, welches äußerst gut besucht ist. Parallel zur gleichen Zeit wird vom Gemeinwesenverein das Familiencafé eröffnet. So können die Wartenden für die Beratung sich erst einmal im Café niederlassen. Über das Projekt „Beratung und Begleitung“ werden Ehrenamtliche für die verschiedensten Tätigkeiten, die letztendlich den Bewohnern und Kindern im Stadtteil zugute kommen,  gesucht, angeleitet und unterstützt.

Damit man drinnen auch gerne tagt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Langsam füllte sich das Familienzentrum mit Besuchern und Ehrenamtlichen. Die Zusammenarbeit mit dem Gemeinwesenverein hat hierzu viel beigetragen.

Ein besonderer Schwerpunkt im FiZ ist die ehrenamtliche Schülerhilfe. Es werden Lernpaten an die Christian-Morgenstern-Grundschule zur individuellen Unterstützung von einzelnen Schulkindern je nach Wunsch der Ehrenamtlichen in die Klasse 1 – 6 vermittelt. In guter Zusammenarbeit mit einem Klassenlehrer wird dem Kind je nach Bedarf beim Lesen, Schreiben und Rechnen ergänzend geholfen. Darüber hinaus haben die Lernpaten auch immer ein offenes Ohr für ihre Schützlinge. Wollen auch Sie sich nützlich machen und sich ehrenamtlich engagieren, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns!

Mittlerweile haben wir im FIZ einen stabilen Kreis von derzeit 15 Ehrenamtliche für verschiedene Angebote, Aufgaben und inklusive der Lernpaten. Die Angebote, die von den Ehrenamtlichen gestaltet werden, sind: Krabbelgruppe, Malkreis, Lernhilfen im FiZ sowie an der Grundschule, Cafés, Frauenkochabende, monatliches Vätertreffen, Spielnachmittag, Spielverleih, Ferienangebote und immer wieder einzelne Aktivitäten wie Basteln zu Weihnachten und ähnliches.

Von kooperierenden Einrichtungen und Institutionen werden angeboten:
Kita Wunderblume führt eine Kochschule für Eltern durch
Offene Sprechstunde des Jugendamts
Bürgersprechstunde der Polizei
Christian-Morgenstern-Grundschule bietet ein Elterncafè an
Der Gemeinwesenverein führt neben dem Beratungsprojekt , dem Familiencafè sowie diversen Aktivitäten, die Kurse zum Erziehungsführerscheink durch.

Nach nun fünf  Jahren FiZ ist das Familienzentrum ein gut besuchtes und lebendiges Haus geworden und im Stadtteil nicht mehr wegzudenken. Die freiwilligen Helfer und Helferinnen identifizieren sich mit der Einrichtung und bringen sich immer wieder mit neuen Ideen ein. Sie begleiten Familien zu Ämtern und helfen Anträge auszufüllen. Leider platzen wir schon fast aus allen Nähten. Das Zentrum ist nicht sehr groß. Es gibt lediglich einen Raum für Gruppenangebote, der zwar sehr gemütlich ist, aber es kann kein zweites Angebot parallel stattfinden. Da stoßen wir an unsere Grenzen, obwohl das Potential, mehr für und mit den Bewohnern zu tun, vorhanden ist.

Beruhigend ist, dass sich die bisher unsichere finanzielle Situation geklärt hat. Das Jugendamt des Spandauer Bezirks sichert uns zumindest für nächstes Jahr eine Finanzierung zu. Wir erwarten, dass FiZ somit auch für die künftigen Jahre in den bezirklichen Haushalt aufgenommen wird.

Barbara Ruff
Projektkoordinatorin FiZ

 

Feierliche Eröffnung 2008 mit der damaligen Jugendstadträtin Meys

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