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    Jonas Sommerferien 2017

    Angebote Aktionen Ausflüge
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    Ferien mit STEIG & CIA

    zum download: Sommerferienprogramm 2017
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    Kulturzentrum Staaken
    Sandstraße 41

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    Der neue Kursplan für 2017 des Projekts Community 50+ im Kulturzentrum Staaken:
    • Chor Di & Fr jeweils 16-18 
    • Fitness Di 12-14 | Fr 10-12
    • Mode + Stricken Mi 16-17.30 
    jeweils im Wochenwechsel
    • Yoga montags 10-12
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    Die Gruppen und Kurse vom Projekt Community 50+ im Kulturzentrum Staaken werden von der Berliner Gesellschaft für Bildung und Erziehung BGEFF e.V. angeboten.Powered by Hackadelic Sliding Notes 1.6.5

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Veranstaltung zu Dealer in der Obstallee:

Dialog ist besser als eine Mobile Wache …

Veröffentlicht am 01. 06. 2017

So die Kurzfassung des Tenors der Diskussion auf der Veranstaltung am Montag im Stadtteilzentrum, die sich der Frage stellte, wie Umgehen mit den Ängsten, Störungen und Belästigungen denen sich manche Anwohner*innen ausgesetzt fühlen. Seit eine wachsende Gruppe junger Leute die Obstallee im Zentrum des Stadtteils als Treffpunkt und beliebten Aufenthaltsort entdeckte wurden besonders auf dem Parkplatz neben dem Staaken Center auch Aktivitäten von Drogendealern beobachtet.

Die Veranstaltung am Montag, nahe des „Tatorts“, im Stadtteilzentrum an der Obstallee kam zustande auf Anregungen aus der Anwohnerschaft und der neu geschaffenen ADO-Mietergruppe aus Heerstraße. Geleitet von Tom Liebelt vom Gemeinwesenverein (Foto oben: Stehend) und mit gründlichem sachlichen und fachlichen Rat vom Dienstgruppenleiter des Polizeiabschnitts 23 sowie einem Vertreter des Fachkommissariats für BTM-Delikte der Polizeidirektion 2 wurde der Austausch zum Thema, trotz großer Unterschiede in den Einstellungen zu einem positiven Beispiel für eine gute Diskussionskultur im Stadtteil.

Größer könnte die Kluft zwischen den Einschätzungen der Situation an der Obstallee nicht sein, als die Aussagen von anwesenden Anwohner*innen: Von „nette, höfliche, gesprächs- und hilfsbereite junge Leute“ bis zu „Verbrecher die weggesperrt gehören“, die nicht nur Angst machen, sondern auch schon „Mieter bedroht, ja sogar schon verprügelt haben“.

Einigkeit aber darüber, dass Belästigungen von Schmutz und Lärm und „gefühlte Ängste“ aufgrund der „Ansammlung kräftiger junger Leute, die Wege verstellen“ erlebt werden und auch immer wieder beobachtet wird, dass auf dem Parkplatz und drumherum mit Drogen (und mehr?) gedealt wird.

Das konnten auch die beiden Vertreter der Polizei bestätigen,  jedoch haben, wie sie überzeugend darlegen konnten, die Zahlen der angezeigten und ermittelten Delikte, ganz besonders auch der Drogendelikte, in diesem Viertel nicht zu- sondern in den letzten zwei Jahren sogar deutlich abgenommen.

Und bei manchen genannten Vorwürfen, von „massiver Bedrohung und Gewalt“, von „Drogenverkauf an Kinder“, von im öffentlichen Raum herumliegenden „Drogentütchen mit entsprechenden Aufdrucken“(!?) oder von „wilden Autorennen“ auf der (schmalen) Obstallee kommen zumindest beim Autor diesen Beitrages Zweifel auf, nicht nur, weil offenbar keines davon jemals der Polizei angezeigt wurde.

In dem Zusammenhang kam auch das Thema einer „Mobilen Polizeiwache“ an der Obstallee zur Sprache, von der jedoch nur eine Verdrängung in neue Treffpunkte im umliegenden Wohngebiet zu erwarten wäre. Darüberhinaus ist das von Innensenator Geisel bevorzugte Konzept von mobilen Wachen nur für Brennpunkte der Kriminalität in Berlin vorgesehen. Und der Situation mit Kriminalität, Drogenkonsum und Gewalt  wie z.B. an Alexanderplatz oder Kottbusser Tor … ist man in der Großsiedlung Heerstraße nicht nur räumlich weit entfernt. In Spandau liegt der „Hotspot der Kriminalität“ nicht an Obstallee und Magistratsweg sondern rundum Rathaus, Bahnhof und Arcaden.

Merkwürdig übrigens, dass von der SPD, auch nicht von der Staakener Ortsgruppe,  die als einzige sich dafür ausspricht hier das Paradoxum einer fest installierten mobilen Polizeiwache zu etablieren, niemand am Montag den Weg ins Stadtteilzentrum zur Teilnahme an der Diskussion gefunden hat.

Aber sei`s drum, die gefühlte Sicherheit, besonders bei älteren Mitbürger*innen, ist gering und man muss diese Ängste auch Ernst nehmen. Daher wurde in der sachlichen Diskussion auch von vielen Teilnehmer*innen die Idee aufgegriffen, dass man im Austausch mit der „Parkplatz-Gruppe“ – natürlich ohne Vertreter der Polizei – versuchen wird Arrangements zu treffen, die Belästigungen und eventuelle bedrohliche Situationen minimieren soll.

Die Bereitschaft dazu bei den „Jungs vom Parkplatz“ ist vorher schon in ersten Kontakten hergestellt worden und viele aus der Anwohnerschaft haben sich am Montag bei der Veranstaltung spontan mit auf die Liste setzen lassen, um bei so einem Treffen konstruktiv mit dabei zu sein.

Die Voraussetzungen dafür sind per se schon mal gar nicht so schlecht, denn in einem Punkt decken sich die Interessen beider Seiten: sie wollen jeweils in Ruhe gelassen werden.

Zum Schluss noch einen Blick auf den „Tatort“ an der Obstallee. Vielleicht würden, wie der Vertreter des Kommissariats für BTM-Delikte anführte, auch städtebauliche Maßnahmen der Kriminalitätsprävention helfen. So kann z.B. die Ausdünnung des dichten Grüns am Rande und auf dem Parkplatz schon eine Menge dazu beitragen, dass das Areal neben dem Staaken Center an Attraktivität für Drogendealer verliert.

t.s.

 

Dichte Hecken sind gute Verstecke als Depot der illegalen Waren

6 Kommentare zu “Dialog ist besser als eine Mobile Wache …”

  1. Petra Sperling sagt:

    Ich möchte gerne Bezug nehmen auf die Debatte, welche durch die Veranstaltung des Gemeinwesenvereins Heerstraße Nord in Gang gekommen ist und auch gleich bekannt geben, dass wir schon bald eine weitere Veranstaltung planen, die wir über staaken.info und Plakate ankündigen werden. Aus unserer Sicht ist es gut, die unterschiedlichen Ansichten und Erfahrungen anzuhören und dann gemeinsam, auch mit Unterstützung durch Experten, nach Lösungen zu suchen. Werden Straftaten beobachtet, ist eindeutig die Hilfe der Polizei nötig. Vieles von dem, was die Bewohner*innen als störend schildern, ist aber für sich genommen nicht strafbar. Hier geht es um Formen des Zusammenlebens, um gegenseitigen Respekt und Rücksichtnahme, um Nachbarschaft. Dazu ist es gut, erst einmal die sehr verschiedenen Bedürfnisse zu kennen. Wir fördern den Austausch von Bürger*innen, Mitarbeiter*innen aus der Jugendarbeit, Fachkräften aus Polizei, Drogenprävention, Straßensozialarbeit, Quartiersmanagement usw. Daneben begleiten wir auch eine nichtöffentliche Gesprächsrunde zwischen Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Bewohner*innen. Ich denke, bis wir eine gemeinsam getragene Strategie finden, wird es eine Weile dauern, aber Gespräche, ein Herunterschrauben der Aggressionen und ein differenzierter Blick auf die Situation wären bereits erste gute Schritte!
    Herzliche Grüße Petra Sperling

  2. Langmann sagt:

    Mein Problem ist: Ich setze mich für eine weltoffene Gesellschaft ein, positioniere mich gegen die AfD, gegen Fremdenfeindlichkeit, gegen Rechtspopulisten. Und damit bin ich nicht allein, auf meiner Facebook-Seite und einer Gruppe dazu sind momentan über 30.000 Leute aktiv (Fans). Was mich anstinkt, diese Typen auf dem Parkplatz und die damit zusammenhängenden Aktivitäten, es ist GENAU DAS, was Wähler zu AfD treibt. Und was wäre dann, mit mehr AfD? Mehr Polizei an jeder Ecke, mehr Hass auf Ausländer, „Ausländer raus“ etc. Ob diese Jugendlichen sich in die Richtung schon mal Gedanken gemacht haben? Dass das quasi alles auch eine politische Dimension bekommt? Ich glaube, soweit denken die nicht.

  3. I. Jung sagt:

    Als das Plakat vor 2 Wochen oder so ausgehängt wurde, da war schlagartig Ruhe. 1 Tag nach der Veranstaltung ging es wieder los. Die Leute haben wohl realisiert, geht alles weiter wie bisher, keiner kümmert sich ernsthaft.

    Seit Tagen zieht hier fast rund um die Uhr eine Horde von bestimmt 20 Jugendlichen durch das Wohngebiet. Parkplatz ist wieder voll belagert. Gestern eine Schlägerei, heute auch. Gerade eben Hinterausgang Staaken-Center. Polizei kam mit Blaulicht. Pfingstsonntag 21:30. Super! Also wenn hier nichts ist, dann frage ich mich, um welches Gebiet es bei der Versammlung ging.

    Klar gibt es in Berlin viel schlimmere Gegenden. Aber das ist hier eine Großsiedlung. Das kann man nicht mit irgendeiner Straße in K’berg vergleichen.

  4. Ole Beck sagt:

    Die Verharmlosung ist erschreckend! In dieser Gegend wird mit Drogen (und mehr) gehandelt und zwar in höchster Frequenz. Gerade eben kam es fast zu einer Schlägerei (3.6. gegen 20:15). Etwa 16-18 junge Männer, nicht ein einziger Deutscher dabei, verfolgen 1 oder 2 Typen und bleiben dann am Parkaus neben der Obstallee 24 stehen, brüllen rum, werden handgreiflich. 100.000 Euro Mercedes kommt noch dazu, Fahrer steigt aus.

    Was soll das sein? Handel mit Kuscheltieren? Die haben sich nun alle wieder auf den Parkplatz zurückgezogen. Und so geht das hier Jahre. Jeder Mieter kann das vom Fenster aus beobachten. Die haben doch überhaupt keine Hemmungen mehr. Person A geht auf den Parkplatz zu Person B, gibt ihr was in die Hand, bekommt was zurück. Und das kann man allein dort täglich mehrfach die Stunde beobachten.

    Ein Typ ist dabei, den sieht man hier nur von eine in die andere Ecke eilen, wie ein Geschäftsmann. Er ist auch ständig auf diesem Parkplatz. Wohnung für 730 Euro, Freundin, 2 Kinder, immer die besten Markenklamotten, teure Spielsachen für die Kinder, rauchen beide und normale Zigaretten, was allein hunderte Euro im Monat kostet, beide immer neueste iPhone und dazu 5er BMW. Beide Hartz IV Empfänger. Wie geht das?

    Wenn man hier lange wohnt und seine Pappenheimer kennt, ist einem alles klar. Wer soll hier was mitbekommen? Polizei? Wenn die 1-2 Mal am Tag im Auto sitzend die Obstallee hochfahren?

    Etliche dieser jungen Männer auf dem Parkplatz sind bei der Kripo erkennungsdienstlich erfasst. Abteilung BtMG. Also waren sie doch schon auffällig, straffällig. Was hier los ist, die Polizei weiß es!

  5. Eckart Keller sagt:

    Von dieser Berichterstattung bin ich doch sehr enttäuscht! Irgendwie entsteht bei mir der Eindruck, dass ich auf einer anderen Veranstaltung war. Eigentlich war ganz klar, die Polizei soll stärker überwachen und die seit etlichen Jahren anwachsende Drogenkriminalität dem gesetzlichen Auftrag entsprechend verfolgen. Leider wurden in diesem Bericht die Beiträge der ganz wenigen „Verniedlicher“ überdeutlich dargestellt, die vielen nachvollziehbaren Beiträge der beeinträchtigten Mieter kamen doch um Einiges zu kurz.
    Schade, ich hätte von der „Berichterstattung“ deutlich mehr Objektivität erwartet, insbesondere von dem anwesenden Pressevertreter!
    Mit großer Erwartung bin ich in die Veranstaltung reingegangen, etwas verärgert und entsetzt wieder rausgekommen und nach dieser Berichterstattung komme ich nun zu dem Schluss, ich wäre besser nicht hingegangen!

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    Projektbüro Quartiersmanagement Heerstraße Nord

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