Adler Group kündigt Ende der Asset-Verkäufe an:

ADLER bleibt in der Wissell-Siedlung!?

Mit zwei Absichtserklärungen zum Kauf von insgesamt rund 30.000 Wohnungen aus dem Bestand der ADLER Group SA im Nordwesten bzw. im Osten Deutschlands glaubt die Eigentümerin der Westgrund-Wohneinheiten in der Rudolf-Wissell-Siedlung ihre Ziele erreicht zu haben, um mit strategischen Asset-Verkäufen den Schuldenberg abzubauen und wieder für mehr Vertrauen bei Investoren und Aktionären zu sorgen. Der befürchtete Eigentümerwechsel (siehe Artikel v. 6.10) scheint für die Mieterschaft an und um den Pillnitzer Weg in Staaken, zumindest derzeit kein Thema mehr zu sein.

Der dramatische Sinkflug des ADLER-Aktienkurses auf nur noch ein Drittel des Wertes zum Jahresbeginn hatte Anfang Oktober 2021 die Vorstände der im vergangenen Jahr aus ADO, Adler/Westgrund und Consus neu gebildeten Gesellschaft, mit Sitz in Luxemburg, zu Maßnahmen gedrängt die kurzfristig dazu führen können, den Verschuldungsgrad LtV (Loan to Value) auf die gebotenen Grenze unter 50% zu senken.

Die in nicht nur Fachmedien publizierte Krise plus Vorwürfe bzgl. der Immobilienbewertungen bei ADLER haben aber die gesamte Immobilienbranche aufgeschreckt und – wohl auch um die eigenen Kurse und Bewertungen abzusichern – die Bereitschaft erhöht nicht auf  günstige “Notverkäufe von ADLER” zu setzen sondern schnell mit beide Seiten zufrieden stellenden “Abschlüssen” den Absturz zu verhindern.

So konnte man schon nach wenigen Tagen – u.a. im Handelsblatt v. 11.10 – lesen, dass sowohl der Branchenriese Vonovia eine Beteiligung an ADLER beabsichtigt, vor allem aber auch die einst NRW-landeseigene Gesellschaft LEG Immobilien AG die Bereitschaft erklärte, 185 Gewerbe- und 15.350 Adler-Wohnungen im Nordwesten Deutschlands mit einem Wert von fast 1.5 Milliarden Euro erwerben zu wollen. 

Und in den letzten Oktobertagen wurde verlautbart, dass exakt 14.368 ADLER-Wohneinheiten in “mittelgroßen Ostdeutschen Städten” mit einem Wert über einer Milliarde Euro an einen Investmentfonds gehen sollen, hinter dem laut dem Webportal Der Aktionär (s. www.deraktionaer.de v. 27.10.) die “Heuschrecke” steckt, der in New York ansässigen  Beteiligungsgesellschaft KKR & Co Inc. (Kohlberg, Kravis, Roberts & Co).

Laut den ADLER Pressemitteilungen zu den beiden Deals werden der Gesellschaft aus dem Abschluss mit der LEG rund 800 Mio und mit der KKR gut 600 Mio EUR als Nettoerlös zur Verfügung stehen und so dann auch das Ziel der Absenkung des Beleihungsgrades LTV unter 50 % bewirken.

Dem Aktienkurs hat es aber nur kurzzeitig vom Tiefpunkt unter 10 EUR bis auf fast 13 Euro am 27.10. verholfen. Das Vertrauen in die noch lange nicht abgeschlossenen Deals der beiden  “Absichtserklärungen” hat aber nur kurz angehalten, denn schon heute geht der Trend wieder nach unten. (siehe unten, Screenshot von heute)

 

zum download:
ADLER-Presseerklärung vom 26. Okt. 2021

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