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QM-Projekt "Aufsuchende Seniorenarbeit" gegen Einsamkeit und Isolation im Alter

Mit dem „Redemobil“ im Kiez unterwegs …

auf der Suche nach Kontakt und Austausch mit älteren Mitbürger:innen der Großwohnsiedlung an der Heerstraße. Vor allem aber auf der „Spur der Unsichtbaren“, der Senior:innen, die – wie in der Präsentation  des Förderervereins FOEV für das QM-Projekt der Aufsuchenden Seniorenarbeit treffend formuliert –  nicht nur wegen berechtigter Corona-Ängsten ihre Wohnungen nur für das Nötigste, für Einkauf im Supermarkt oder für Arzt, Apotheke oder Bank verlassen und vom sozialen Leben im Stadtteil abgeschnitten, von Einsamkeit im Alter und von sozialer Isolation bedroht oder schon längst betroffen sind.

Schon seit Anfang diesen Jahres ist Stefanie Bath – die Projektkoordinatorin vom Fördererverein Heerstraße Nord e.V. – mit dem Lastenfahrrad voll mit Infomaterial und Fragebögen unterwegs und nimmt jede Woche regelmäßig Stationen ein, in allen Teilen der Großsiedlung: vor der Apotheke am Vorplatz des Staaken-Centers, am Ärztehaus an der Obstallee 22A, im Dreh von Meydenbauerweg und Sandstraße oder am Pillnitzer Weg, nahe beim Gemeindehaus und dem neuen Familientreff …

Bei dieser im wahren Wortsinn „aufsuchenden Arbeit mit Senior:innen“ werden gleich mehrere Ziele verfolgt: 
Ein mobiles Angebot für Kontakt und Austausch
• über bereits bestehende spezielle Angebote an Beratung, Hilfen und Freizeit 
• über die konkreten Problemlagen von älteren Menschen von Finanzen und Gesundheit bis Wohnen und Zusammenleben
Dabei durch gezielte Befragungen wie auch durch sensibles und aufmerksames Zuhören
• die Bedarfe, Wünsche und Ideen für passgenau auf Senior:innen zugeschnittene neue soziale und kulturelle Angebote zu ermitteln, die geeignet sind der zunehmenden Vereinsamung und Isolation in der Anonymität der Großwohnsiedlung wirksam zu begegnen.

Klar, auch die Älteren unter uns sind nicht alle gleich, auch da gibt es viele aufgeschlossene, mutige, zuversichtliche „Sichtbaren“,  die gerne alle möglichen ihnen noch nicht vertrauten Angebote, Treffs oder Veranstaltungen in Anspruch nehmen, ob speziell für (Un-)Ruheständler:innen oder auch nicht.

Es gibt sie aber, die wachsende Zahl der hochsensiblen und schwer erreichbaren Hauptzielgruppe des neuen QM-Projekts der „Unsichtbaren“, der Alleinlebenden, Isolierten und aus verschiedenen Gründen oft auch Verunsicherten und Verängstigten.

Gerade deren Bedarf und deren besonderen Anforderungen für Beratungs-, Austausch-, Freizeit- und Serviceangebote soll durch die erste Phase des Projekts. mit mobilen Kontakt- und Redeangeboten und einer gut ausgetüfftelten Befragung durch Stefanie Bath und der mit ihr im Projekt wirkenden Sozialarbeiterin Juliane Beyer ermittelt und ausgewertet werden. 

Auch wenn Stefanie Bath schon seit Jahren im Stadtteil in der Seniorenarbeit des FOEV-Verbundes aktiv ist, so geht es im Moment ganz besonders darum, dem Projekt der „Aufsuchenden Seniorenarbeit“ ein „bekanntes Gesicht“ zu geben. Das ist jedoch in diesen Tagen mit Abstandhalten und Maskenpflichten gar nicht so einfach. Deshalb hier noch ein Foto der Projektkoordinatorin vom FOEV für die Etablierung eines Senioren-Streetworks in Staaken, Stefanie Bath, mal ganz unmaskiert:

Aufsuchende Seniorenarbeit
ein QM-Projekt des Förderervereins
Projektkoordination Stefanie Bath
Tel.: 030-470 60 50 30 | Email: s.bath@foev-hn.de

Fördererverein Heerstraße Nord e.V.
Obstallee 22c | 13593 Berlin
Tel.: 030-375 898-0 | Email: info@foev-hn.de
Web: www.foev-verbund.de

zum Nachlesen:
Impfeinladung erhalten? FOEV bietet Hilfe! (v. 22. Jan 2021)
Neu im Netz das FOEV-Netzwerk (v. 19. Nov. 2020)

Das Projekt „Aufsuchende Seniorenarbeit“ wird mit Mitteln von EU, Bund und Land Berlin aus dem QM-Projektfonds des Programms Sozialer Zusammenhalt (früher Soziale Stadt) gefördert und vom Fördererverein Heerstraße Nord e.V. im Staakener Quartier beiderseits von Heerstraße und Magistratsweg umgesetzt.

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