Stadtumbau in Staaken startet in's neue Jahrzehnt:

Abgeschlossenes, Laufendes & Neues

Veröffentlicht am 27. 02. 2020

Von Wolfsburg. Eisenhüttenstadt oder Brasilia mal abgesehen braucht ein „Stadtwerden“ schon Jahrhunderte und so muss auch ein Stadtumbau eher in Jahrzehnten denn in Jahren gedacht werden. Und doch konnte vorige Woche auf der Sitzung des Quartiersrates von Heerstraße, Franziska Bathmann vom Stadtplanungsamt schon einen umfassenden Blick auf abgeschlossene und auf den Stand der laufenden Projekte aus den ersten drei Jahre des Stadtumbaus im Staakener Fördergebiet Brunsbütteler Damm / Heerstraße werfen. Inklusive eines spannenden Ausblicks darauf, wie es im neuen Jahrzehnt weitergehen kann bei der Aufwertung und Umgestaltung in und rundum der Louise-Schröder-Siedlung und der Großwohnsiedlung beiderseits von Heerstraße und Magistratsweg.

 

Sichtbar abgeschlossen, fertiggestellt und nutzbar ist nicht nur das neue Wasser- und Kleinkinderareal auf dem Spielplatz am Cosmarweg sondern auch die Aufwertung und Erweiterung der Naturschutzstation Hahneberg mit Bühne, Themen- und Erlebnisinseln, die in 2020 noch eine weitere Station „Insektenwelt“ erhalten wird.

 

Abgeschlossen aber vorerst „nur“ auf Papier oder digital sichtbar sind die Voruntersuchungen, Studien, Gutachten und Entwürfe, die nun vor der Umsetzung stehen, wie die diversen kleinteiligen Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und Mobilität auf Bürgersteigen und bei Straßenquerungen von der Sandstraße über Blasewitzer Ring, Maulbeerallee bis zum Pillnitzer Weg Ecke Heerstraße. Ebenso in diesem Jahr steht an, mit dem Abriss von der Zuversichtskirche und deren Nebengebäuden zu beginnen um den im Wettbewerb gefundenen Siegerentwurf für das Begegnungszentrum mit Kita, Veranstaltungs- und Andachtsraum zu realisieren.

Bei anderen stehen aber vor der Realisierung noch so manche Hürden, die es zu überwinden gilt. So gibt es u.a. Bedenken beim geplanten barrierefreien Umbau der Wege zum und im Fort Hahneberg, da die geschützten Fledermäuse eventuell nicht erbaut sein dürften über noch mehr Besucherströme in ihren Rückzugsräumen der Katakomben.

Nur eine Hürde aber dafür eine extrem hohe steht sowohl vor der Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen des Energetischen Quartierskonzepts, wie auch vor dem der Umgestaltung des in der Großwohnsiedlung zentralen Platzes vor dem Staaken-Center. Denn in beiden Fällen geht nichts ohne die Zustimmung und finanzielle Beteiligung der Eigentümer von Grundstücken und Gebäuden.

Für das äußerst komplexe Themenfeld von Klimawandel, Energietechnik, Grünplanung, Wohnumfeld … ist daran gedacht, ein Sanierungsmanagement zu schaffen, das in engem Kontakt mit den Wohnungsgesellschaften, Anwohner*innen und Akteuren des Quartiers daran geht, aus den Maßnahmeblättern des Energetischen Konzepts in einzelnen fein abgestimmten Stufen das umzusetzen , was möglich und sozial verträglich ist.

 

Für die Platzgestaltung im Zentrum an Obstallee und Magistratsweg liegen nach umfangreicher Beteiligungen der Bürgerschaft zwei Varianten und ein bevorzugter Entwurf (s. Artikel vom 6. Feb. 2020)vor die jedoch derzeit in einer Warteschleife parken müssen, da das Staaken Center zum Verkauf steht und die jetzigen Eigentümer natürlich keine Verpflichtungen bezüglich einer Umgestaltung mehr eingehen wollen.

Außerdem wird die Planung auch davon beeinflusst ob und was denn nun am Ostende des Staaken Centers, auf dem Parkplatz an der Obstallee geschehen soll. Auf dem Areal soll ja im Rahmen des Stadtumbaus der langgehegte Wunsch erfüllt werden, nach einem Bildungs- und Gesundheitszentrum BuG mit Platz für Bibliothek, Begegnung und Seminaren, für Einrichtungen der Bildung, Jugend- und Stadtteilarbeit und derGesundheitsförderung. Auch hierfür liegen Varianten vor, für auf dem Grundstück mögliche Baukörper, die jedoch erst dann weiterentwickelt werden können, wenn die Übereignung des Grundstückes vollzogen werden kann.

Da inzwischen die landeseigene Gesellschaft Gewobag die Fläche besitzt, ist die Hoffnung groß, dass die Kaufanfrage des Bezirks relativ zeitnah von der Gewobag, positiv und finanziell tragbar beantwortet werden wird.

 

In viele Einzelprojekte untergliedert ist das große Stadumbau-Vorhaben eines Grünen Gürtels rund um die Großwohnsiedlung Heerstraße. Neben dem Egelpfuhlgraben und dem künftigen Jonny K. Aktivpark, für den nach mehreren Beteiligungsformaten nun auch ein Parkrat der Bürgerschaft etabliert ist, ensteht auch auf der Gegenseite im Süden ein Bürgerrat der sich am Weinmeisterhornweg an der Umgestaltung des nördlichen Rieselfeldabfanggrabens zu einem Grünzug beteiligt. In 2020 starten dann Vorbetrachtungen zu weiteren grünen Lückenschlüssen am Langen Becken oder der Verlängerung des Egelpfuhlgrünzuges bis zum Melanchthonplatz.

 

Ganz neu, das Vorhaben, im Rahmen des Stadtumbaus sich mit den oft komplett oder in Teilen leerstehenden Parkhäuser im Quartier zu beschäftigen und entsprechend den Bedarfen dafür neue Nutzungen zu finden.

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