Neues Nachbarschaft-Projekt Mobile Stadtteilarbeit:

MoSt – eine Brücke guter Nachbarschaft

Seit den ersten Dezembertagen des vergangenen Jahres sind Kaspar Kiefer (Foto oben links) und Serkan Öz (2. v.r) bei uns in der Großwohnsiedlung unterwegs, um mit Unterstützung von Mariya Bakardzhieva-Mehmed (2.v.l) und koordiniert von Tom Liebelt (Foto rechts), dem “Stadtteilarbeiter“ des Gemeinwesenvereins Heerstraße Nord, über alle Sprachbarrieren hinweg, Kontakte zu schaffen und zu vertiefen, zu meist neu Zugewanderten im Kiez, ohne bzw. mit geringen Deutschkenntnissen.

Die eigenen Mutter- und Fremdsprachenkenntnisse des Teams,  im Verbund mit Sprachmittlern, ermöglichen Gespräche auf Arabisch, Bulgarisch, Englisch, Französisch, Farsi/Dari und Türkisch …

Es war ein heißer Start in bitterkalten Wintertagen für das Team. Denn statt „behutsamen“ Einstieg, erstes Kennenlernen und Zurechtfinden begann es gleich mittendrin in den Mieterproblemen rundum der Serie von Brandanschlägen. Gemeinsam mit Aktiven aus Mieterbeirat und Mietergruppen haben sie Betroffenen aus den brandgeschädigten Häusern Rat und Hilfe geboten.

Aber auch schon eine Woche nach dem großen Brand am 10.12. im orangenen Hochhaus, haben die MoSt-Akteure gleich nebenan im Staudengarten an der Obstallee ein Treffen auf die Beine gestellt, von Mieter:innen aus der bulgarischen Sprachgruppe u.a. mit einem Vertreter des Polizeiabschnitts und dem einen oder der anderen aus der Umgebung.

Davon, wie auch von der Protestversammlung auf der Wiese am 20. Dezember, beeindruckt, wurde kurz vor dem Jahreswechsel, gemeinsam mit den Mieter:innen bulgarischer Herkunft ein Protestbrief aufgesetzt, übersetzt und sowohl an die „Regierende“ wie auch die Bezirksbürgermeisterin, an den Gewobag-Vorstand und deren Mieterrat und -beirat geschickt. Antworten? Bis heute noch keine!

Und weil diese „Community“ nicht unbedingt und überall ein „Herzliches Willkommen“ in den Nachbarschaften erfährt, gibt es Pläne für ein kleines Fest auf der „Gemeindewiese“ zwischen Obst- und Maulbeerallee. Unter dem Motto:
„Say heigh to your neighbour“ (Sag Hallo zu deinem Nachbarn)

Hochachtung für das ganze Team: Noch bevor der erste Monat vergangen war, konnten schon die ersten Erfolge beim Aktivieren und Selbstorganisieren erzielt werden, die eigentlich am Ende des Projekts stehen sollen.

Ziel des bis in den Sommer 2023 befristeten und mit EU und Landesmitteln ausgestatteten Projekts, ist über eine „Aufsuchende und Aktivierende Befragung und Begleitung“ solide Kenntnisse über Bedarfe, Lebenssituation, Probleme, Perspektiven und Ziele zu erfahren, zur Selbstorganisation und zum Handeln motivieren und so mit dazu beizutragen, Brücken (bulg. „Most“) zu schlagen zwischen den verschiedenen Herkunfts- und Sprachgruppen in den Nachbarschaften beiderseits von Heerstraße und Magistratsweg.

Als nächstes geplant:
• Einzug in die dem Projekt zur Verfügung gestellten Räume im blauen Hochhaus, Obstallee Ecke Magistratsweg.
•Umfangreiche „Aufsuchende Befragung“ von Mitbürger:innen ohne bzw, mit geringen Deutschkenntnissen, auf der Straße, beim Einkauf aber auch an der Haustüre.

Sie können helfen:
Wer Nachbar:innen – mit wenig Deutschkenntnissen – kennt, kann einen entsprechenden Tipp weitergeben an das Team der Mobilen Stadtteilarbeit 
via Stadtteilzentrum Obstallee 22E oder per Email an:
Serkan Öz: oez@gwv-heerstrasse.de
Kaspar Kiefer: kiefer@gwv-heerstrasse.de

 

Und zum besseren er-kennen-lernen Hier das Foto von oben noch ein Mal:

von l. nach r.: Kaspar Kiefer | Mariya Bakardzhieva-Mehmed | Serkan Öz | Tom Liebelt

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