Ab Samstag verschärfte Infektionsschutz-Regelungen:

Rote Ampeln = weitere Einschränkungen

Es ist wohl soweit, die zweite Welle rollt – und es ist keine grüne Welle. Seit gestern stehen die zwei der drei Corona-Ampeln auf rot, für die Werte der Reproduktion und der Inzidenz. Wenn Ansteckungsrate und die Zahl der Neuinfektion pro 100.000 Einwohner*innen die kritischen Werte übersteigen, dann sind entsprechende Verschärfungen der Regelungen zum Infektionsschutz fällig, die ab diesem Wochenende vor allem dem privaten und öffentlichen Versammeln, Trinken und Feiern Grenzen setzen sollen. Ab Samstag gelten Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden und nächtliches Alkoholverkaufsverbot …

Derzeit haben vier Bezirke (Neukölln, Mitte, Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg) den 7 Tage-Grenzwert der Neuinfektionen für die Einstufung als „Risikogebiet“ (50 pro 100.00 Ew)schon überschritten und andere, wie Charlottenburg-Wilmersdorf stehen kurz davor. Selbst der westliche Stadtrand in Spandau hat den bedenklichen Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 schon erreicht.

Daher hat der Berliner Senat gestern neue, schärfere Corona-Regeln beschlossen, die ab Samstag 10. Oktober in ganz Berlin vorerst bis zum 31. Oktober gelten werden.

Es wird eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr früh geben, verbunden mit dem Verbot des Alkoholverkaufs in diesen Stunden. Alle Geschäfte und Ladenlokale müssen in dieser Zeit schließen. Das betrifft auch „Spätis“, Bars und Restaurants. Ausnahmen gelten  für Apotheken und Tankstellen, die jedoch das Verkaufsverbot für Alkohol strengstens einhalten müssen. Bei Zuwiderhandlung drohen bis zu 5.000 Euro Geldstrafen und auch Schließungen.

Mit der Zielrichtung auf private Feiern und Partys im Park gelten täglich von 23 bis 6 Uhr Kontaktbeschränkungen. Im Freien dürfen dann nur noch fünf Personen aus verschiedenen Haushalten oder eine Gruppe aus zwei Haushalten gemeinsam unterwegs sein. Privates Feiern in geschlossenen Räumen ist ab Samstagnacht auf maximal zehn statt bisher 25 Personen beschränkt.

Diese Regelung hat vor allem auch im Fokus, dass durch die Kontaktbeschränkungen im Fall einer Neuinfektion die Ansteckungskette nachvollziehbarer gemacht werden kann.

Man kann nur hoffen, dass die neuen Maßnahmen soweit eingehalten und greifen werden, damit weitere Verschärfungen bis zum harten Lockdown ausbleiben können und die noch zahlreichen  Möglichkeiten von Begegnung und Austausch, von Sport, Kultur und Freizeit – trotz der 2. Corona-Welle – erhalten bleiben.

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