Staakener Fensterberatungen im Stadtteilzentrum

Andrang groß – Fensterspalt klein

Aktuell erleben wir schon die fünfte Woche mit Einschränkungen bezüglich Bewegungsfreiheiten, Versammlungen und Kontakten. Auch wenn seitdem in allen Medien kaum anderes von allen Seiten – mal mit, mal ohne Experten – betrachtet und in Frage gestellt wird, so gibt es doch neben und außer der „Corona-Krise“ noch  unverändert die kleinen oder großen Krisen und Probleme im Alltag von Mitmenschen aus dem Kiez, für deren Bewältigung weiterhin viele dringend Rat und Unterstützung benötigen. Dies gibt es aber seit Mitte März nur noch „kontaktarm am Fenster“.

Und es sind – wie die Beraterin Anette Limberg am Telefon bestätigt – derzeit auch viele neue Kunden aus den Hochhäusern und Häuserzeilen der Großwohnsiedlung Heerstraße, die mit ihren Sorgen und Nöten an den drei festen Beratungstagen der allgemeinen und sozialen Beratung des Gemeinwesenvereins, geduldig und mit dem gebotenen Abstand vor den Fenstern an der Treppe zum Hochparterre des Stadtteilzentrums warten.

Der Andrang ist riesig, schon alleine weil Probleme mit Jobcenter, Sozialhilfe, Krankenkassen, Versicherungen oder Ämtern nicht radikal weniger geworden sind und COVID-19 dafür gesorgt hat, dass mancher Arbeitsplatz verloren gegangen oder das eh schon geringe Einkommen durch Kurzarbeit empfindlich geschmälert wurde.

Da nahezu alle Kontakte, Anfragen, Anträge nur noch digital möglich sind – selbst die Anmeldung im Krankenhaus zur Geburt – kann dies wegen fehlender Technik oder geringen Sprachkenntnissen, allein auf sich gestellt zur unüberwindbaren Hürde werden.

Montags und freitags vormittags und am Donnerstagnachmittag sind die Beraterinnen zu zweit und können doch kaum alle Wartenden bedienen. Auch wenn dann nicht nur der Briefkasten und das Fenster oben auf dem Treppenabsatz ein spaltweit geöffnet wird sondern auch auf das „Zweitfenster“ mit dem großen Abstand hinunter zur Fläche neben der Kirchenboutique ausgewichen werden kann.

Da gerade in dem Falle die Kommunikation per Zuruf nicht unbedingt im Einklang steht mit dem Gebot des Datenschutzes und um lange Wartezeiten im Freien zu minimieren gibt es nun  auch die Möglichkeit über die festen Sprechstunden hinaus einen Termin zu vereinbaren.

 

Allgemeine und soziale Beratung
kontaktarm, nur via Briefkasten, Fenster + Handy
Mo & Fr 9-13 | Do 14-17 Uhr 
Stadtteilzentrum Obstallee 22 E
Mehr Info

Kontakt für Extra-Termine:
Anette Limberg 0178-580 75 62
(nach tel. Kontakt kann u.U. vereinbart werden, die Unterlagen vorab per Email einzureichen)

 

 

Offenes Fenster  auch für Mieterfragen
Staakener Fensterberatung gut angenommen

Ebenso seit dem 16. März findet die kostenfreie Mieterberatung des AMV – Alternativer Mieter- und Verbraucherschutzbund e.V. im Auftrag des Bezirksamts Spandau im Stadtteilzentrum Obstallee in Staaken nur noch in Notfällen und ohne direkten Kontakt als sog. „Fensterberatung“ statt.

Trotz Mietendeckel und dem „Verbot“ der Kündigung in Corona-Krisenzeiten scheint der aktuelle Bedarf nicht geringer geworden sein. Denn in den vier Beratungstagen immer montags von 16-19 Uhr haben bis Ostern 22 Mieter*innen ihre Anliegen vorgetragen und Hilfen in Anspruch genommen.

Die Ratsuchenden reichen ihre Unterlagen über den Briefkasten  im Fenster neben der Eingangstür in den Beratungsraum. Dort werden sie gesichtet und die Sach- und Rechtslage wird geprüft. Nach erfolgter Überprüfung erfolgt sodann durch das geöffnete Bürofenster unter Einhaltung eines Sicherheitsabstandes von mindestens 2 Metern eine persönliche Beratung oder alternativ bei geschlossenem Fenster eine telefonische Beratung unter
030 – 914 90 889 oder 0174 / 483 27 28.

 

kostenlose Mieterberatung 
des AMV i. A. des BA Spandau
montags 16 bis 19 Uhr
Stadtteilzentrum Obstallee 22E
Kontakt: Marcel Eupen
mobile 0174-483 27 28

 

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