Die Naturerfahrungsräume in Berlin

UN-Auszeichnung für Wilde Welt(en)

Was vor zwei Jahren mit den ersten Ideenwerkstätten für das Pilotprojekt eines Naturerfahrungsraums NER an Spiero- und Cosmarweg, unter aktiver Beteiligung von Kindern aus unserer Großwohnsiedlung begann, wurde nun am vergangenen Freitag von den Vereinten Nationen im Rahmen des Sonderwettbewerbes Soziale Natur – Natur für alle, der UN-Dekade Biologische Vielfalt als vorbildliches Projekt ausgezeichnet.

Neben dem, nach mehrstufiger Beteiligung von Kindern aus Kitas und Schulen, dann im Juni 2016 eröffneten Staakener gerätefreien Naturspielareal, gegenüber vom Familienhaus am Cosmarweg, sind auch die zwei weiteren Berliner „Wilde Welten“, an der Moorwiese in Pankow-Buch und am Kienberg in Marzahn-Hellersdorf nun offizielle Projekte der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Neben der Stiftung Naturschutz Berlin als Träger wurden alle Projektpartner ausgezeichnet: Grün Berlin und INU, das Bezirksamts Spandau und Staakkato Kinder und Jugend e.V. sowie das Bezirksamt Pankow und Spielkultur Berlin Buch e.V.

Der UN-Sonderwettbewerb Soziale Natur – Natur für alle würdigt vorbildliche grüne Orte, die soziale Grenzen überwinden und Naturerlebnisse bieten. Den Preis übergab Thomas Graner, Vizepräsident des Bundesamtes für Naturschutz, während einer Fachtagung im Umweltbildungszentrum Marzahn.

Die Teilnehmer*innen haben im Verlauf der Tagung auch eine Resolution verabschiedet, die mehr naturnahe Spielflächen in Städten fordert und am Ende des Artikels zum download bereit steht.

Auf den von der Stiftung errichteten Naturerfahrungsräume in Berlin können Kinder gänzlich ohne die typischen Geräte, dafür aber mit viel natürlichem Material spielen: Baumstämme laden zum Balancieren ein, mit Gehölzen lassen sich Tipis bauen und mit Wasser darf nach Herzenslust gematscht werden. Viel Platz zum Entdecken und Toben, sodass die Kinder spielerisch die Natur kennenlernen, ihre Körperbeherrschung verbessern und ihre Sozialkompetenz stärken können.

Die Jury des Wettbewerbs der UN-Dekade nennt das Projekt beispielhaft, weil es zeigt, „wie Natur zu einer positiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und zur Überwindung sozialer Hindernisse beitragen kann“.

Das Projekt wird als Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Naturerfahrungsräume in Großstädten am Beispiel Berlin“ durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie durch das Bezirksamt Pankow und die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin gefördert und vom Landesbeauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege Berlin unterstützt.

• Resolution der Fachtagung zum download:
Kinder brauchen Natur – Kinder brauchen Freiraum!

• Mehr Info zu den Naturerfahrungsräumen:
www.stiftung-naturschutz.de/ner

• Mehr Info zum Wettbewerb und der UN-Dekade: 
www.undekade-biologischevielfalt.de/soziale-natur/sonderwettbewerb-soziale-natur


Auf dem Foto oben, von links nach rechts:
Irma Stopka (Projektleiterin NER der Stiftung Naturschutz), Robert Welzel (Wilde Welt Cosmar- / Spieroweg, Staakkato e.V.), Elke Nolthenius (Straßen- und Grünflächenamt Spandau von Berlin), Rona Tietje (Bezirksstadträtin für Jugend, Wirtschaft und Soziales, Berlin Pankow), Martyn Sorge (Spielkultur Berlin-Buch e.V.), Thomas Graner (Vizepräsident des BfN), Julia Obert (Wilde Welt an der Moorwiese), Arne Dainz (Parkmanager Kienbergpark Marzahn-Hellersdorf), Christina Brock (Parkmanagerin Kienbergpark Marzahn-Hellersdorf), Eike Friederici (Wilde Welt am Kienberg). Foto: Stiftung Naturschutz Berlin.

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