Ein Jahr Kita-Sozialarbeit im Quartier

Willkommen & Zurechtfinden in der Kita

Veröffentlicht am 07. 11. 2017

Es ist prächtig angegangen, das vor gute einem Jahr gestartete Soziale Stadt-Pilotprojekt der Kita Sozialarbeit. Davon zeugen nicht nur die Einschätzung der beiden Akteurinnen des Projekts und von Erzieher*innen und Eltern der vier beteiligten Kitas aus unserem Stadtteil, sondern auch die vielen vorzeigbaren Resultate der Arbeit von Andrea Wobker-Howen und Sabine Clausen (im Bild rechts) .

 

Mit dem jüngsten Produkt ihrer Arbeit, dem Paket bzw. Beutel für ein „Willkommen in der Kita“ wird gerade ganz aktuell all den neuen Eltern der Einstieg in den Kita-Alltag erleichtert. Mit einer Fülle von mehrsprachigen Informationen und Hinweisen zu den Gepflogenheiten und Regeln der Kindertagesstätten aber auch zu den Angeboten der Unterstützung in Erziehungs- und Betreuungsfragen im nahen Umfeld.

Darin mit eingeflossen sind die Ergebnisse der bis heute andauernden gemeinsamen „Schatzsuche“ mit Eltern der beteiligten Kitas, bei der sowohl die Blicke geschärft wurden um so manche Kleinode der Entwicklungen und Talente der Kinder zu entdecken wie auch die wertvollen „Werkzeuge“ vermittelt und die Einrichtungen erkundet wurden, die im näheren und weiteren Umfeld dazu dienen um diese Entwicklungen und Talente auch zu fördern.

Doch am Anfang war es erstmal notwendig durch die ständige Präsenz beiden Bringe- und/oder Abholzeiten über die Aufgaben und Ziele einer Kita-Sozialarbeit zu informieren und Vertrauen bei den Eltern aber auch bei den Erzieher*innen aufzubauen, denn gerade Letztere mussten erst davon in der Praxis überzeugt werden, dass sie nicht von außen kontrolliert oder ihnen in ihre Arbeit hineingeredet werden soll, sondern das Projekt einzig dazu dient, sie in dem wichtigen Bereich der Gespräche und des Austauschs mit den Eltern zu unterstützen, für den im Kita-Alltag oft nur  die Zeit bleibt, um Organisatorisches oder Fehlverhalten des Kindes bzw. Verspätungen beim Bringen/Holen etc. zu besprechen.

Hier zeigt sich schon heute ein großer Vorteil einer Kita-Sozialarbeit, die von außen kommt und unabhängig von organisatorischen Zwängen, personellen Engpässen oder aktuellen Vorfällen in der Einrichtung das Gespräch mit den Eltern sucht und ihnen Hilfestellungen aber auch ein offenes Ohr für deren Vorschläge anbieten kann.

So wurden von den „Pilotinnen“ des Projekts Kita-Sozialarbeit schon manche Anregungen aufgegriffen, von dem Ausflugsprogramm während der Sommerferien, über Eltern- und Willkommenscafés, bis zu einer gemeinsamen Ramadanfeier bzw. einem Spendenfest für eine neue Holzhütte oder der demnächst geplanten Tauschbörse für Kindersachen …

Demnächst auch soll es einen Kita-Digi-Newsletter geben, der sowohl interne Fragen als auch übergeordnete Themen und Angebote für Familien zum Inhalt haben wird. Dabei wird berücksichtigt – wie Andrea Wobker-Howen und Sabine Clausen betonen –, dass ebenso wie die Kinder und Eltern auch jede Kita individuell ist, mit eigenen Strukturen und eigenen Bedarfen.

Zum ersten Mal seit dem Projektbeginn im letzten Quartal 2016 sind beide „Kita-Sozialarbeiterinnen“ –  schön gerecht auf jeweils zwei Kitas aufgeteilt –  auch bei den turnusmäßigen Herbst-Elternabenden „ihrer“ Kitas mit dabei und haben auch dort die Gelegenheit über Inhalt, Ziele und die konkreten Planungen des Projekts zu informieren.

Mit dem aus dem Programm Soziale Stadt finanzierten und vom Evangelischen Kirchenkreis Spandau getragenen Pilotprojekts der Kita-Sozialarbeit wird bei uns im Quartier Heerstraße auch die Vernetzung und Zusammenarbeit gefördert, zwischen den vier beteiligten Kitas, Regenbogen, Staaken Bär, Wunderblume und der am Seeburger Weg.

So ist für  das kommende Frühjahr mit Kita move für Erzieher*innen der vier Einrichtungen eine Schulung geplant, die vor allem für „motivierende Tür und Angel-Gespräche“ mit Eltern qualifizieren soll. Im März wird sogar ein Kita-Schließtag für einen gemeinsamen Fachtag aller Beteiligten aus dem Projekt und den Kitas genutzt.

Neben ihren Präsenzzeiten an den Kindertagesstätten im Stadtteil sind Sabine Clausen und Andrea Wobker-Howen zur Doppelsprechstunde immer donnerstags von 9-11 Uhr im Familientreff Staaken erreichbar.

 

Projekt Kita Sozialarbeit
Sabine Clausen & Andrea Wobker-Howen
Tel. 363 07 12
Email: kita-sozialarbeit@kirchenkreis-spandau.de
Sprechzeiten:
donnerstags 9-11 Uhr im
Familientreff Staaken
Obstallee 22 d

zum Nachlesen:
Frühe Förderung via Elternarbeit (v. 8.12.2016)

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    „Um ein Kind zu erziehen, bedarf es eines Dorfes.“

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