Am 29. Juni im "Gemischtes", Clemens Ronnefeldt über die

Hintergründe der Fluchtmigration

Ronnefeldt_7614ASeit vielen Monaten in Medien und an Stammtischen Thema Nr.1 die Fluchtbewegungen vor allem aus dem Nahen Osten nach Europa. Und doch gibt es noch große Informationsdefizite über die politischen Hintergründe und das Ausmaß an Kriegszerstörungen und Verfolgungen wie auch über die Not in den UN-Massenlagern im Libanon, in Jordanien oder in der Türkei, die so zahlreiche Menschen dazu bewegen auch die gefährlichsten Fluchtwege zu ergreifen.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe von Ev. Kirchengemeinde zu Staaken und Gemeinwesenverein Heerstraße Nord WIR ist mehr als ICH und DU wird der langjährige Referent für Friedensfragen des Internationalen Versöhnungsbundes, Clemens Ronnefeldt am Mittwoch, den 29. Juni von 18.30-20.30 Uhr im ‚Gemischtes‘ in der Sandstraße 41 ausführlich über die verschiedenen Aspekte der aktuellen Fluchtbewegungen informieren und dabei auch Zeit und Raum lassen für Fragen aus dem Publikum.

Nach dem Golfkrieg 2003 flohen mehrere Hunderttausend Menschen aus Irak u.a. in die Nachbarländer Jordanien und Syrien. Seit 2011 und dem Krieg in Syrien nahmen die Türkei, Libanon und Jordanien mehrere Millionen Flüchtlinge auf, für deren Versorgung die Mittel der UNO-Hilfsorganisation UNHCR, trotz mancher Spendenaktionen, vor allem nach den Kürzungen der Beiträge für den WFP-Fonds von europäischen Mitgliedsstaaten, bei weitem nicht ausreichen.

Neben all diesen Flüchtlingstragödien verschlechterte sich in den letzten Jahren die Situation auch die wirtschaftliche Situation im Nahen und Mittleren Osten, gleichzeitig sind in fast allen Ländern der Region mehr als die Hälfte der Bevölkerung jünger als 25 Jahre – und meist ohne Perspektiven.

Diesem Themenkomplex wird Clemens Ronnefeldt, Diplom-Theologe mit einer Zusatzausbildung in Friedensarbeit und seit 1992 Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes, in seinem Vortrag nachgehen.

Clemens Ronnefeldt hat seit 1990 die Länder Irak, Iran, Syrien, Libanon, Israel, Palästina, Jordanien, Ägypten und Türkei bereist und vor Ort Friedens- und Menschenrechtsgruppen besucht, deren Arbeit er aus Deutschland unterstützt.

Im Jahre 2011 hat er eine Modellkonferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten zusammen mit dem UN-Korrespondenten Andreas Zumach moderiert, an der 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Israel, Palästina, Syrien, Iran, Iran, Jordanien, Türkei und Kuweit teilgenommen haben.

Der Internationale Versöhnungsbund, bei dem Clemens Ronnefeldt angestellt ist, wurde 1914 von engagierten Christen im Anschluss an eine Konferenz zur Verhinderung des ersten Weltkrieges gegründet. Heute gehören dem Verband rund 100 000 Mitglieder in 50 Staaten der Erde an. Sieben Friedensnobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger, darunter Dr. Martin Luther King, gingen aus dem Internationalen Versöhnungsbund hervor. Der Verband hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen.

 

clemens-ronnefeldt-40-60WIR ist mehr als ICH und Du
Hintergründe der Fluchtbewegungen
Referent Clemens Ronnefeldt
Mittwoch 29. Juni 18.30 bis 20.30 Uhr
Kulturzentrum Gemischtes Sandstraße 41
Bus M 49, M 37, 131

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