Stadtteilkonferenz Heerstraße fordert:

Planungssicherheit für Freie Träger JETZT!

Selbst die morgendlichen Temperaturen zeigen deutlich an: Der Winter kommt und der Jahreswechsel steht schon bald bevor. Einzig den Jugendhilfeausschuss der Spandauer BVV scheint dieses alljährlich wiederkehrende Phänomen eines neuen Jahres und somit die zwingend gebotene Festlegung neuer Jahresetats zu überraschen. Wie anders kann man interpretieren, dass die Träger und Einrichtungen der Jugend-, Bildungs-  und Sozialarbeit an Schulstationen, in Familienzentren und in Freizeitbereichen sogar noch bis Ende November warten sollen, um zu erfahren mit welchen finanziellen Mitteln sie für das kommende Jahr rechnen können.

Von dieser Entscheidung hängen Verträge und Arbeitsplätze ab für Projekte wie auch dauerhafte Angebote und es besteht die Gefahr, dass die dafür notwendigen qualifizierten Fachkräfte aufgrund der Unwägbarkeit verloren gehen. Und das sogar angesichts ständig wachsender Aufgaben an Schulen, Freizeiteinrichtungen und in Stadtteil- und Familienzentren bei der Integration, Betreuung und Begleitung von Flüchtlingsfamilien.

Betroffen davon sind alle Freien Träger in Spandau. Aus unserem Stadtteil warten dringend auf den Beschluss:

  • Staakato Kinder und Jugend e.V.: Streetwork Staaken, Medienkompetenzzentrum -CIA, Familienhaus am Cosmarweg,
  • Ev. Johannesstift: Schulstation an der Christian-Morgenstern-Grundschule und FiZ- Familie im Zentrum
  • Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V.: Familientreff Staaken
  • contract Kinder- und Jugendhilfe/GWV mit  „Amalie – Schule im sozialen Umfeld“ an der Grundschule am Amalienhof
  • Jonas Haus: Bildungsprojekte und pädagogisches Programm an Wochenenden

 

Die monatlich tagende Stadtteilkonferenz Heerstraße der Akteure aus Einrichtungen, Vereine, Träger und Projekten im Stadtteil hat auf ihrer Sitzung am 7. Oktober sich mit der brisanten Situation befasst und fordert mit folgender Stellungnahme von Bezirk, BVV und Ausschuss:

Stadtteilkonferenz Heerstraße fordert:
Planungssicherheit für Freie Träger in Spandau

„Sehr geehrte Damen und Herren,

die Stadtteilkonferenz Heerstraße protestiert dagegen, dass es bisher keinen Beschluss des Jugendhilfeausschusses zur Verteilung der Mittel an die  Freien Träger gibt. Vielmehr hat sich der Jugendhilfeausschuss auf Ende November vertagt.

Schon jetzt besteht hierdurch die Gefahr, dass Freie Träger qualifizierte Kräfte verlieren, da sie ihnen keine sichere Perspektive bieten können. Die Arbeit der Freien Träger der Jugendhilfe ist für ein friedliches Zusammenleben in Spandau unabdingbar, gerade in der aktuellen Situation, in der durch den Zuzug von Flüchtlingen bisher nicht einmal abzusehende zusätzliche Aufgaben zu bewältigen sein werden, ist es aus Sicht der Stadtteilkonferenz unverantwortlich die Freien Träger in der Luft hängen zu lassen.

Sie benötigen für die prozessorientierte Anpassung an die neuen Anforderungen Planungssicherheit. Wir fordern den Bezirk Spandau auf, dem Rechnung zu tragen, und auf einer Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses die notwendigen Beschlüsse umgehend herbeizuführen.

Beschlossen von der Stadtteilkonferenz Heerstraße am 7. Oktober 2015

Die Sprecherinnen
Daniela Peters und Nakissa Imani Zabet“

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