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In eigener Sache:

Gibts noch Chancen für staaken.info?

Mit der Vergabe der Aufträge für die Quartiersverfahren und der Verträge für das Quartiersmanagement werden ab 2014 auch Veränderungen für alle QM-Gebiete verbindlich, die gerade für die Öffentlichkeitsarbeit im Kiez und somit für die Beteiligung der Bewohner/innen an Projekten und Aktionen einschneidend sind.

So darf ab dem bevorstehenden Jahreswechsel die Internetpräsenz der Quartiere nicht mehr über Projektmittel finanziert werden.  Für das Webportal unseres Quartiers staaken.info heißt das: in Zukunft steht nur noch etwa ein Viertel des bisherigen Etats für die Redaktion zur Verfügung.

Dass so eine tagesaktuelle Berichterstattung über relevante Themen, Veranstaltungen, Angebote, Gruppen und Projekte in und für „Heerstraße“ und umzu nicht mehr möglich sein wird, versteht sich fast von selbst.

Zwischen 80 –100.000 liegt die Zahl der Besuche auf staaken.info pro Jahr und davon sind die meisten „Stammkunden“, die in unserer Großsiedlung leben oder in einer der Einrichtungen, Vereine oder Gruppen haupt- oder ehrenamtlich aktiv sind und so immer als Multiplikatoren im Kiez auf dem Laufenden bleiben können.

Das konnte nur erreicht werden, weil vom QM-Team Heerstraße so gewollt und von der Redaktion, mit Matthias Bauer und Thomas Streicher als Stadtteilreporter, umgesetzt, das Webportal ständig über den Tellerrand der puren QM-Projekte hinaus blickt.

So hat staaken.info seit 2008 eine wichtige Position erlangt als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit für alle Angebote und Akteure im Kiez und vor allem auch für das Ansehen des Kiezes, mit Wirkung im Bezirk, in Berlin und darüber hinaus. Und das nicht nur auf der Webseite selbst sondern auch, weil oft Beiträge von staaken.info Eingang gefunden haben in Artikel der Stadtteilzeitung Treffpunkt oder in Pressemitteilungen für die Spandauer und Berliner Medien.

Und gerade hier können die Chancen liegen, für die Zukunft von staaken.info: Ein gemeinsamer Pool mit den Öffentlichkeitsmitteln des QM plus Finanzierungsanteile von den „großen und starken“ Partnern im Quartier, von Wohnungsbaugesellschaften, Einrichtungen und Vereinen z.B. des Gemeinwesenzentrums, die dann auch auf staaken.info, in der Stadtteilzeitung und für die Pressearbeit im Bezirk daraus Vorteile für ihre Angebote und Anliegen ziehen können.

Auf diese Art bliebe staaken.info auch als „Plattform“ für Einrichtungen der Kooperationen im Stadtteil von Gemeinwesenzentrum. Familienzentren über Stadtteilkonferenz bis Bildungsnetz erhalten.

Vielleicht wird aber auch aus den „Guten Aussichten für Soziale Stadt“ der Koalitionsverhandlungen Realität, und die Einsicht nimmt an verantwortlicher Stelle überhand, dass ein gefordertes Mehr an Bürgerbeteiligung und ein Reduzieren der Mittel für Öffentlichkeitsarbeit nicht unbedingt Hand in Hand gehen.

6 Gedanken zu “Gibts noch Chancen für staaken.info?

  1. Liebe Bewohner/innen, liebe Akteure,
    die Seite ist hinsichtlich Aktualität und Qualität der Informationen ein Vorzeigebeispiel für ein funktionierendes Stadtteil-Webportal. Die Bewohner/innen und Akteure können sich schnell über Veranstaltungen und Angebote der verschiedenen Einrichtungen im Stadtteil informieren.
    Es ist absolut unverständlich, das Fortbestehen von staaken.info in dieser Qualität leichtfertig durch Reduzierung des Budgets auf ein Viertel zu gefährden.
    Auch für das Bildungsnetz, zumal nach Auslaufen der Projektförderung zum Jahresende 2013, liefert die Seite einen zentralen Beitrag für die weitere Information und Kommunikation im Netzwerk.
    Thomas Büttner, Projekt „Bildungsnetz“

  2. Liebe Nutzer dieser Seite,
    die Verantwortlichen haben mit viel Liebe und sehr viel Engagement diese Seite aufgebaut und zu einem Online“Treffpunkt“ gemacht. Dafür zunächst herzlichen Dank!!!! Gerade uns als MitarbeiterInnen in den Einrichtungen fehlt durch die vielen täglichen Aufgaben meist die Zeit eine Seite so aktuell und so präsent zu halten wie diese. Aus diesem Grund ist die Seite für uns und den Stadtteil unverzichtbar. Ich möchte wirklich jeden von Träger bis Bürger bitten, sich daran zu beteiligen, diese Seite in ihrer bisherigen Form weiterleben zu lassen.

  3. hoffentlich klappt es, dass die Vereine der Großsiedlung genug zusammen aufbringen. Es wäre jammerschade, an der Qualität und Aktualität der Seite sparen zu müssen. Welche QM-Seite kann schon so viele Nutzer_innen vorweisen!!! Müsste doch gehen bei der so oft gelobten engen und zielgerichteten Zusammenarbeit, oder?

  4. Liebe Staakener,
    es ist wirklich ein Jammer, dass die langjährige, gut funktionierende und wichtige Öffentlichkeitsarbeit für die Soziale-Stadt-Projekte nun von denen gekürzt wird, die wir mit unserer gemeinsamen Kampagne „Soziale Stadt retten“ unterstützt haben.

    Ohne Stadtteilzeitung und Online-Nachrichten wird es in den Kiezen noch schwieriger, über das Engagement der Quartiersräte und Quartiersmanagements zu informieren. Mit ehrenamtlichen Mitteln kann das nicht geleistet werden.
    Ich drücke den Staakenern die Daumen, dass die geplanten Kooperationen diesen Mangel ausgleichen können!

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