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5. Quartiersrätekongress vom 8. März

Quartiersräte im Abgeordnetenhaus

Quartiersräte aus "Heerstraße" auf den Plätzen der SPD-Abgeordneten

Zum 5. Kongress hat Stadtentwicklungssenator Michael Müller am Freitag  die Quartiersräte, und erstmalig auch Mitglieder der Anwohnerjury, der 34 Berliner Soziale Stadt-Quartiere ins Abgeordnetenhaus eingeladen. Mit dabei Quartiersräte und QM-Team unserer Großsiedlung.

Nakissa Imani Zabet, Renate Lüdke und Gafaar Saad erhalten für "Heerstraße" die Urkunde von Senator Müller

Ein Preis für 34 Quartiere! Natürlich war der 5. Quartiersrätekongress am 8. März stark geprägt von der Auszeichnung mit dem RegioStar Award 2013. Mit dem Berlin als erste deutsche Stadt von der EU-Kommission den CityStar 2013 erhielt, für die integrierte Strategie der Quartiersverfahren in sozial benachteiligten Gebieten, für die vielfachen Initiativen, Maßnahmen und Projekte und für die Arbeit von Quartiersräten, QM-Teams und Verwaltung . (Zum Artikel vom 3.2.) Dessen bewusst erhielten Vertreter/innen aller Berliner QM-Gebiete aus der Hand des Senators eine Urkunde zur Auszeichnung.

Es wurde aber nicht nur gefeiert sondern auch sehr tiefgehend die derzeit wohl dringendsten Fragen diskutiert, die alle Stadtteile mehr betreffen als z.B. Querelen um den Flughafen:
Die Auswirkungen von steigenden Mieten in den Innenstadtlagen und die zunehmende Verdrängung der angestammten, weniger betuchten Anwohnerschaft in die Randlagen, die sog. Gentrifizierung. Eine mancherorts in der City wie auch in den Großsiedlungen der Außengebieten wie Heerstraße oder Falkenhagener Feld deutlich spürbare Tendenz. In einer Diskussionsrunde standen dementsprechend dafür auch mit dem Spandauer Baustadtrat Carsten Röding und dem Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg Franz Schulz zwei Vertreter bereit, deren Bezirke hier durchaus im Fokus stehen. Tenor: Es muss dringend für erschwinglichen Wohnraum in allen Berliner Stadtlagen gesorgt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Diskussion war der Themenkomplex „Migration, Integration und Partizipation“. Gerade die Teilnehmerrunde des 5. Quartiersrätekongresses 2013 war selbst Beleg dafür, dass es in den sozial benachteiligten Gebieten der Stadt eine große Zahl von Frauen und Männern aus den unterschiedlichsten Herkunftskulturen gibt, deren bürgerschaftliches Engagement, deren Kenntnisse und  deren Einsatz in Projekten und Initiativen unverzichtbar geworden ist. Integration ist keine Einbahnstraße und erfordert nicht nur Bewegung bei Migranten. Gerade die aufnehmende Gesellschaft muss sich bewegen und mehr Bereitschaft zeigen die Mitbürger/innen mit Migrationshintergrund auch an den gesellschaftlichen Prozessen an sozialen und kulturellen Errungenschaften gleichberechtigt und vollumfänglich teilhaben zu lassen.

Mehr über den 5. Quartiersrätekongress auf dem Quartiersportal des Berliner Quartiersmanagements

Quartiersräte und Vertreterin der Anwohnerjury aus unserer Großsiedlung beim 5. Quartiersrätekongress

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