Am 14.10. zu Gast bei "Staaken liest" im STEIG

Fadi Saad: Nicht immer der anständige Araber von nebenan

Fadi Saad im Gespräch mit jungen Besuchern
Fadi Saad im Gespräch mit jungen Besuchern

Am vergangenen Donnerstag im STEIG: Fadi Saad liest aus seinem Buch „Der große Bruder aus Neukölln“ und erzählt die Geschichte des Weges von der Straßengang in Neukölln zum Sozialarbeiter und Quartiersmanager im Wedding.

Am 15.11. ist Fadi Saad wieder zu Gast bei „Staaken liest“, dann aber in der Carlo-Schmid-Oberschule.

In privater Wohnstubenatmosphäre las und erzählte der palästinensische Araber Fadi Saad in der Jugendeinrichtung Steig von Erlebnissen in seinem Leben, die ihm Anstoß zum Nachdenken gaben. Angefangen beim Wechsel von Grundschule zur Oberschule kam dann die Aufnahme in eine Jugendgang, der viele Straftaten folgten, die zu einem viertägigen Arrest führten. Fadi Saad berichtete offen und sympathisch von seiner Jugend in der sich die Frage durchzog „Wo kommst Du wirklich her und was bist du wirklich?“ Er nennt seine Sprache eine Mischung aus Deutsch und Arabisch: Deurabisch und erklärte das in der Jugendsprache häufig verwendete türkische Wort Tschüsch, was vor allem die jungen Zuhörer laut auflachen ließ. Klar war am Ende der Lesung, dass der heutige Quartiersmanager nicht immer der anständige Araber von nebenan gewesen ist.

Während Lesung und Diskussion wurden Fragen aufgeworfen wie: Welchen Begriff kann man nehmen wenn man von Ausländern spricht ohne sie zu beleidigen? Ist er nun Mensch mit Migrationshintergrund oder Mensch nicht deutscher Herkunft? Im Verlauf des Abends wurde deutlich wie Medien Vorurteile verbreiten.

Eine weitere Lesung mit Fadi Saad findet am 15.11. in der Carlo-Schmid-Oberschule statt, in der er ganz andere Themen aus seinem Buch „Großer Bruder von Neukölln“ hervorhebt.

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