Warnstreik bei fletwerk & Gewobag MB

Für den heutigen Donnerstag – voraussichtlich mit spürbarer Wirkung bei den über 5.000 Gewobag-Wohneinheiten in der Staakener Großwohnsiedlung – hat die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di alle Mitarbeiter:innen des für die Wohnungsgesellschaft Gewobag tätigen Facilityunternehmens fletwerk GmbH und die der Gewobag MB (u.a. Mietschulden- + Nachbarschaftskonfliktberatung) zu einem ganztätigen Warnstreik aufgerufen, der Bewegung bringen soll in die stockenden Haustarifverhandlungen mit fletwerk, Gewobag MB wie auch mit dem degewo Gebäudeservice.

Auch wenn steigende Löhne und Gehälter im Servicebereich der Wohnungsunternehmen natürlich ihren Niederschlag finden in den von der Mieterschaft zu tragenden Betriebskosten, so gibt es doch für die Mieter:innen eher Gründe für Unterstützung und Solidarität. Denn wer will und kann ein besonderes Engagement erwarten, von schlecht entlohnten Hauswarten oder von den, im Vergleich zu der sonstigen Gewobag-Belegschaft, bzgl. Gehalt und Arbeitszeit schlechter gestellten Mitarbeiter:innen der 100%igen Tochter Gewobag MB?

Daher gilt, so der Landesfachbereichsleiter der Gewerkschaft ver.di, Benjamin Roscher: „Unser Streik richtet sich nicht gegen Mieterinnen und Mieter, sondern gegen die Haltung von Geschäftsführungen und Vorständen, dass alles billiger werden muss.”

Zum Sparkurs, noch ein Zitat – ebenso aus der ver.di-Pressemitteilung vom 11. Januar (s.Link) – von der Verhandlungsführerin der Gewerkschaft bei fletwerk und Gewobag MB, Carla Dietrich: „Die Gewobag fährt seit Jahren einen Kurs, dass alles billiger werden muss. Das müssen die Beschäftigten am Ende ausbaden. Fletwerk als Auftragnehmer ist mit den aufgerufenen Preisen kaum in der Lage ordentliche Löhne zu zahlen“.

Die rund 800 Beschäftigen der drei Gesellschaften sind heute im Rahmen des Warnstreiks aufgerufen zur Kundgebung, von 10-13 Uhr am Kottbusser Tor.

Link zur ver.di Pressemitteilung:
Warnstreik in der Wohnungswirtschaft … vom 11. Jan. 2023

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