Extrem behutsame Beseitigung der Brand-Folgeschäden:

Düstere Zeiten an der Maulbeerallee

Do 20. Okt. ca 19 Uhr Maulbeerallee Wirtschaftsweg

Dunkel war’s, der Mond schien (beinah) helle
und aus den Zimmer-Lichterquellen
fiel fahles Licht zum Fenster raus …

Und das schon seit fast drei Wochen! Null Außenbeleuchtung der Wege auf dem Gewobag-Grund! Sowohl “vorne raus” zur Straße, an den Parkflächen, wie auch “hinten”, am Wirtschaftsweg des langgestreckten Häuserriegel der Landeswohnungsgesellschaft, von der Maulbeerallee 23  – mit nur kurzer aufgehellter Lücke – bis zur Hausnummer 55 und dem “Licht am Ende des Dunkeltunnels” an der Ecke Magistratsweg.

Exakt seit dem 2. Oktober und dem Brand in den Mieterkellern der Maulbeerallee 33 ist es draußen – wie auch in den sowieso dunklen Durchgängen – auf der “ungeraden” Seite der Maulbeerallee schon am frühen Abend finster und es begegnen einem immer wieder Mieter:innen der Gewobag-Wohneinheiten, die mit Taschenlampe oder Handy die Wege vor ihren Füßen notdürftig beleuchten um so unbeschadet über Pflasterschäden, Stolperfallen und “Tretminen” zu kommen.

 

Ein Vorteil hat es aber: So ist wenigstens in den Abendstunden das lang andauernde “Elend” (seit dem Brand am 24. August d. J.) der provisorischen Toiletten- und Duschcontainer im Hof – für die Mieter:innen der Maulbeerallee 31 – vor Blicken geschützt.

Übrigens – die Spandauer BVV hat auf ihrer Sitzung am Mittwoch 19. Oktober die folgende Beschlussvorlage der Spandauer Linke-Fraktion (Drucksache 0452/XXI) einstimmig angenommen:

“Das Bezirksamt wird ersucht auf eine Verbesserung der hygienischen Situation vor Ort in der Maulbeerallee hinzuwirken, indem es:

  • sich bei den zuständigen Stellen für eine Priorisierung der Wiederherstellung der Wasserversorgung im Wohngebäude Maulbeerallee 31 einsetzt,
  • sicherstellt, dass in der Zwischenzeit in den provisorisch aufgestellten Dusch- und Toilettencontainern in der Maulbeerallee 31 hygienische Standards gewährleistet sind.

Begründung
Wie aus Presseberichten (https://prod.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/duschen-und-toiletten-gibts-fuer-einige-mieter-nur-im-hof-li.270634) hervorgeht, sind die Mieterinnen und Mieter in der Maulbeerallee 31 seit dem Brand vom 24. August dazu angehalten, auf Dusch- und Toilettencontainer auszuweichen, da eine Wasserversorgung der Wohnungen nicht gewährleistet werden kann. Es ist anzuzweifeln, ob in der aktuellen Situation hygienische Mindeststandards gewährleistet werden können und die Menge an den zur Verfügung gestellten Duschen und Toiletten der Anzahl an Anwohnerinnen und Anwohnern gerecht wird. Dieser Missstand belastet die Mieterinnen und Mieter vor Ort immens und muss so schnell wie möglich beseitigt werden.”

RICHTIG: Diese Missstände an der Maulbeerallee müssen so schnell wie möglich beseitigt werden!

Das gilt bezüglich “Wasser für die 31” wie auch für eine ausreichende “Beleuchtung für die Sicherheit” auf den Wegen.

Vor den Hausaufgängen an der Maulbeerallee

 

wie auch dahinter am Wirtschaftsweg – hier bei den Containern der 31

 

 

 

 

3 Gedanken zu “Düstere Zeiten an der Maulbeerallee

  1. Bei einem Wohnungsbrand an der Didostraße in Mariendorf (Tempelhof-Schöneberg) ist ein 30-jähriger Bewohner in der Nacht vom 26. auf den 27.10. zu Tode gekommen. Ich habe große Angst davor, wann es in der Großsiedlung Heerstraße Nord den 1. Toten gibt.

  2. Interessant wäre in diesem Zusammenhang auch einmal zu erfahren, wie die Bilanz des von Bezirks-, Landespolitik und der Wohnungsbaugesellschaft im Februar d. J. erdacht und gewollten 10-Punkte- Programms in Kraft und umgesetzt wurde.
    Man könnte den Eindruck bekommen, dass einige Mängel jetzt fast schon ein fester Bestandteil des Mietverhältnisses werden; zum Ausgleich wird die Mietpreisbindung aufgehoben.

  3. Es stellt sich immer wieder die Frage, wie die Verantwortlichen bei der Gewobag in die Pflicht genommen werden können, sich unverzüglich um die Beseitigung der Mängel zu kümmern. Die Entschuldigungsgründe, dass es keine Handwerker gibt, dass die Materialbeschaffung schwierig ist und ganz besonders die Schuld des Virus, sind schnell gesagt,.
    Was macht eigentlich der Koordinator der Gewobag Spandau, auch wenn er sich monatelang im Home Office befindet?
    Vielleicht würde es zu einer Beschleunigung führen, wenn die Gewobag ihre eigene Werbung ernst nehmen würde:
    Sandstraße/Blasewitzer Ring. Großes Plakat. “Im grünen Westen wohnen-Heerstrasse-Nord. Hier wohnen wir gern!”
    Würden tatsächlich einige verantwortliche Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen hier wohnen, dann würden sie ganz nah bei den Problemen sein und sicherlich alles für das Quartier machen.

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