Eigentümer und Verwalter lassen Wohnhäuser verkommen:

Pillnitzer 21: Es stinkt zum Himmel …

und das schon wochenlang, in allen Fluren und Etagen, des 12stöckigen Hochhauses, in schönster Stadtrandlage, direkt vor den Staakener Feldern: Bestialischer Gestank aus dem Müllschlucker, über die Feiertage im Dezember und nach kurzer Unterbrechung Anfang Januar, nun schon wieder, seit einem Monat dauerhaft bis heute. Fast noch mehr aber stinkt den Mieterinnen und Mietern des einstigen Seniorenwohnheims am Pillnitzer Weg, die Untätigkeiten und Nachlässigkeiten der Hausverwaltung, bei Instandhaltung, Instandsetzung und deren (gefühlte) Unerreichbarkeit, per Tel, Mail, Post, für alle Mieterfragen und Mieterklagen.

Als Kiezreporter in der Staakener Großwohnsiedlung hat man im Laufe der Jahre schon einiges gesehen und erfahren über Missstände und Unzulänglichkeiten in Hochhäusern oder lang gestreckten Wohnhausriegeln, in Aufgängen und Fluren. beiderseits von Heerstraße und Magistratsweg.

Aber das, was das gute Dutzend Mieter:innen aus dem Haus, vor rund zehn Tagen während des Generationencafés im Familientreff am Pillnitzer Weg 21 an Schäden und Beschwerden vorzutragen hatte, wäre einfach nur “unglaublich”, wenn man es nicht selbst gesehen (und gerochen) hätte – und ähnliches auch von Mieter:innen der 416 Wohneinheiten bestätigt wurde, aus den anderen Aufgängen des bis zur Heerstraße reichenden Gebäuderiegels Pillnitzer Weg 1-21, der Schweizer Immobiliengesellschaft Empira AG bzw. ihrer Luxemburger Arz8 PropCo S.à.r.l.
(siehe Empira AG heißt die neue Eigentümerin v. 16. Nov. 2020)

Nur vorneweg: Ein “Paradies für Mieter” war es auch zuvor nicht – noch unter der Ypsilon GmbH. Das kann man aus den bei der Austauschrunde im Familientreff vorgetragenen schon in die Jahre gekommenen Mängeln ersehen, wie z.B. einem vor acht(!) Jahren zum ersten und inzwischen schon Xfach gemeldeten Schimmelbefall im Bad oder einem Wasserschaden an Zimmerdecke und Wand, der ischon auf den 4. “Geburtstag” zurückblicken kann. 

Mit dem Eigentümerwechsel Ende 2020 wurden alle Hoffnungen auf Besserung schnurstracks schon von der ersten Hausverwaltung Strategis AG bitter enttäuscht. Im Sommer 2021, kam die Mieterschaft der Wohnanlage, mit der neuen Hausverwaltung talyo. Property Services GmbH – einer 2020 neu gegründeten Tochter der  Tattersall Lorenz Immobilienverwaltungs GmbH – aber sogar vom Regen in die Traufe:

Solche Ungeziefer und Ratten anziehenden “Geruchsbelästigungen” aufgrund Verstopfung des immer noch in dem 12Stöcker benutzten Müllschluckers gab es bis vor einem Vierteljahr noch nie. Anscheinend aber auch jetzt nicht, denn die “Wurzel des Übelgestanks” ist wohl eher der Schieber, mit dem die Anlage unten verschlossen kann, im nur für den Hausmeister-/Reinigungsservice zugänglichen Müllraum. Auf die Art steigt mit jedem Einwurf der Müll im “Rohr” und kann beharrlich vor sich hin durften. Wie Hausbewohner:innen von Mitarbeitenden des BCF Services erfahren haben, sind es Kostengründe, da so nur wenige Einsätze zum Auswechseln der Müllcontainer unter dem Auswurf anfallen.

Einsparung sind offenbar Prinzip für talyo. in der Wohnimmobilie der Empira AG. Aber im Interesse der Eigentümerin kann das nicht sein, wenn die von Mietern wenig benutzten Treppenaufgänge schon seit Monaten nicht mehr gereinigt werden und wochenlang – weil Hauseingangstüren nicht richtig schließen – dort so manche “ungewollte” Gäste nächtigen können.

Sowohl gegen die Vermieterinteressen der Objektsicherung wie auch gegen die Sicherheit der Mieterschaft stehen die Tatsachen, dass in manchen Wohneinheiten immer noch keine Rauchwarnmelder installiert sind und es durchaus Feuerlöscher in den Etagenfluren gibt, deren letzte Prüfung/Wartung schon 20 Jahre zurückliegt. Dazu findet man auch in manchen Fluren oder in den außenliegenden Zugängen vom Treppenhaus in die Etage so manch brennbares Sperrgut. Was das angesichts der Brandserie in der Großwohnsiedlung bedeuten kann, müssen wir hier wohl niemand erklären.

Nicht “nur” Schuld der Mieter:innen die dort ihre alte Matratze etc. abgelegt haben, sondern auch – wie immer und überall – begünstigt durch die Vernachlässigung von Haus und Umfeld und ganz besonders auch, der Tatsache, dass zwar die beiden Fahrstühle für Transporte verlängert werden können, aber an den Schlüssel dafür kommt man – wie übrigens auch für die Stromzähler – nur nach entsprechendem Auftrag der Verwaltung an den “Business Class Facility Service” BCF.

Àpropos: “Hallo neues Wohnen – wir freuen uns darauf für Sie da zu sein …” so die Ansprache in der Warteschleife am Telefon von talyo. Alle am 4. Februar im Familientreff anwesenden Bewohner:innen aus dem Haus konnten von Ihren Erfahrungen berichten, ob für Schadensmeldung, Anfragen oder Reklamationen wegen doppelt eingezogener Miete, wegen der schon lange kaputten Fahrstuhlanzeige oder weil – wie seit Herbst schon mehrfach gemeldet –  der Durchlauferhitzer immer noch nicht repariert worden ist, diese Warteschleife trägt den Namen zurecht.

Nur selten und mit viel Geduld erreicht man eine reale menschliche Stimme am anderen Ende, Jedoch dann kann es einem passieren, dass man auf sein Anliegen zur Beseitigung eines Schadens – wie z.B. wegen des nicht mehr rollstuhlgerechten Funktionieren der Haustürschließanlage oder weil schon seit einem halben Jahr die Klingelanlage zumindest in einem Falle fehlgeschaltet ist – die Antwort bekommt: “Reparaturen sind in diesem Haus nicht mehr vorgesehen”.

Die absolute Spitze offenbart sich aber im obersten Geschoss, im 12. Stockwerk: Im Flur der Etage abgehängte Decke, die aber – direkt neben der Revisionsklappe für die Müllschluckeranlage – ganz deutliche Spuren zeigt, für eine alles andere als wasserdichte Isolation des darüber liegenden Flachdachs. 

Erschreckend aber, dass dort oben, in Wohneinheiten wie auch rundum an den Flurwänden sich heftige Risse gebildet haben, die laut einer Mieterin, zusehends mehr, länger und tiefgehender werden.

Bei all dem, könnte der verdacht aufkommen, hier soll ein eh schon sanierungsbedürftiges Haus völlig heruntergewirtschaftet und für Luxussanierung oder Abriss und Neubau entmietet werden. Wenn, ja wenn nicht freiwerdende Wohnungen neu belegt werden würden. Doch auch in dem Fall gibt es am Pillnitzer Weg 21 Merkwürdigkeiten: So hat vor Kurzem ein junges neues Mieterpaar für den Einzug erst falsche und – nach einigem hin und her, mit Unterstützung von Nachbarn – passende Schlüssel für ihre Wohnungstür bekommen, die jedoch nicht richtig schließt.

Man kann nur hoffen und wünschen, dass sich noch einige Mieter und Mieterinnen aus dem Haus wie auch aus dem gesamten Wohnkomplex finden, die sich zusammenschließen wollen um sich gemeinsam gegen diese Praktiken zu wehren.

Nachfolgend noch paar Bilder von “Abgelegtem” an Hauswand und auf den Müll-Lagerplätzen draußen. Die, weil nicht abschließbar und nahe an Parkplatz und Straße gelegen, immer wieder sogar von Transportern angefahren werden, die dort Platz finden für ihren Bau- oder Sperrmüll.

 

 

 

 

  

 

Übrigens: Bezüglich Beschwerden und negativer Einschätzung der Hausverwaltung talyo. Property Services sind die Mieter:innen aus dem Pillnitzer Weg in Staaken nicht alleine, wie die, für ein gerade erst anderthalb Jahre altes Unternehmen äußerst zahlreichen und aussagekräftigen
google. Bewertungen und Erfahrungen zeigen,

 

 

 

6 Gedanken zu “Pillnitzer 21: Es stinkt zum Himmel …

  1. Nachwort über dieses leidige Thema..
    Habe mich gestern mit den sogenannten Hausmeister unterhalten.Dieser sagte mir in ,,vertrauen” daß er eigentlich Gärtner sein würde er aber die Ordner von der BCS erhalten hat in unseren Kiez keine Gartenpflege durchführen darf.Er wäre lediglich dafür zuständig 2x pro Woche die Mülltonnen raus zustellen und für die Hauspflege .Wenn Mülltüten stehen soll er diese stehen lassen..Auf die Frage weshalb ,,drehte er sich erst um ob auch keine weitere Person zuhören kann,,
    Weil die BCS keine vernünftigen Zahlungen von der Talyo Hausverwaltung erhalten würden..Daher sollen wir uns auch bei Beschweren immer an der Talyo Hausverwaltung wenden damit diese endlich mehr Geld überweisen..Ihm selbst wären die Hände gebunden,auch er findet hier alles schrecklich und er würde sich hier fürchterlich langweilen…Er wurde auch schon die Schnauze voll haben hier ständig als Prügelknaben von den ganzen Mietern behandelt zu werden.Aber in der heutigen Zeit muss man ja froh sein noch eine Arbeit zu haben…Er selbst würde niemals in einem solchen verdreckten Haus ziehen…..

  2. Wenn ich diese Seite besuche,bin ich doch etwas enttäuscht das so wenig Resonanz vorhanden ist..Sicherlich gibt es in Berlin viele Häuser die noch viel schlimmer aussehen als unseres,aber wenn wir alle nur weiterhin stillschweigend unsere Miete bezahlen so geben wir talyo Hausverwaltung einen Freibrief das nichts geändert werden braucht…Dabei sind wir gemeinsam stark und könnten vieles hier im Haus verändern und das finde ich persönlich nur sehr bedauerlich das zwar viele Mieter hier wegen dem ganzen Dreck schimpfen aber sich trotzdem weiterhin in ihre Wohnungen verkriechen…

  3. Hallo Frau Hagemann,
    Also Sie sollten nicht ausziehen denn sonst hätte talyo Hausverwaltung gewonnen und könnte auch ihre Wohnung wieder sehr teuer neu vermieten.
    Der erste Schritt wurde nun von den Mietern hier im PI 21 schon unternommen indem wir unsere Stimme gegen talyo Hausverwaltung erhoben haben und es werden ganz bestimmt noch weitere dazu kommen,denn wir Mieter haben nicht nur Pflichten sondern auch gewaltige Rechte .GGf muss halt andere Medien davon in Kenntnis gesetzt werden,..Ich vermute Mal das Talyo einfach mit der Übernahme unserer Häuser sich total überfordert haben und ihnen nicht in den Sinn kamen das ein Hochhaus was bereits über 50jahre alt ist auch an vielen Stellen repariert werden muss.Hier wurde Jahrzehnte lang nichts gemacht sondern nur schön die mieten abkassiert..Aber talyo ist auch nur eine Verwaltung und da gebe ich Frau Kerwitz Recht das der Hausbesitzer in Luxemburg in seine Pflichten genommen werden muss.Grob gerechnet bezieht der Besitzer pro Monat ca 160000 Euro an Mietzahlungen ,es werden viele Investoren sein die lediglich schnelles Geld verdienen wollen,ohne an die Mieter zu denken die hier leben.Das sind in meinen Augen absolute Egoisten …

  4. Der Schieber vom Müllschlucker wird nur ab und wann Mal geöffnet damit wenigstens einige Etagen davon wieder provetieren können.
    Merkwürdig das in den letzten 11 Jahren seitdem ich hier wohne noch nie die Rede war das der Schlucker angeblich ständig verstopft sein soll….

  5. Ich kann mich nur der Frau Kerwitz anschließen, es stinkt nach Müllhalde in den Fluren. Vor 5 Jahren bin ich eingezogen und ich konnte mich unter im Hauseingang spiegeln. Ja, ja die guten alten Zeiten und in den 5 Jahren war der Müllschlucker noch nie verstopft. Die Hausklingeln sind seit ca 6 Monaten verstellt, so dass man mich per Handy anrufen muss, damit ich runter gehe und die Tür öffnen müss, da der Summer dadurch natürlich auch nicht funktioniert. Die Hauseingangstür geht von außen nicht mehr elektro. zu öffnen.
    Dann hier viele ältere Leute wohnen (die auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind) haben diese Probleme wieder ins Haus zu kommen. In mein Flur brennt die Notbeleuchtung nicht. Das heisst abends und frühmorgens ist es stockdunkel. Ich habe immer Angst aus meine Wohnung zu gehen. Nun ja, ich habe eigentlich gedacht, dass das meine Endwohnung wird und mein ganzes Erspartes reingesteckt aber so wie es aussieht will ich hier nun doch nicht mehr bleiben.

  6. Danke für diesen Bericht,aber leider ziemlich abgeschwächt worden.Ich lebe nun schon seit fast 20 Jahren in diesem Haus und seitdem die Strategie Verwaltung dieses Haus betreut hat ging es auch bergab ..Da kam jede Woche zwar noch eine Reinigungsfirma aber der einzige Mitarbeiter war noch darauf stolz gewesen daß er die 12 Etagen innerhalb von nur 1Stunde ,,putzen “konnte…Aber die talyo ist noch schlimmer,Unten steht ein junger Mann der nur mit seinen Handy beschäftigt ist , lediglich schafft er es noch zweimal die Woche die Mülltonnen für die BSR rauszuschieben,ansonsten macht er garnichts mehr.Er wird bezahlt von unseren Betriebskosten für nichts tun.Wenn er angesprochen wird wenn er denn gedenkt den Hausflur(Treppen) zu reinigen hört man nur daß er nicht verpflichtet wäre diesen Dreck zu beseitigen.Er selbst nennt sich aber gerne Hausmeister…..Doch nun kommt der absolute Hammer was die Müllschlucker angehen.Ab Dezember heißt es immer wieder das der Schlucker verstopft wäre ,die Wahrheit aber ist das der Schieber immer wieder verschlossen wird so das keine Mülltüte nach unten rutschen kann.Jede Woche bevor die BSR kommt wird dieser Schieber für einige Minuten geöffnet .Es wird nun von mir stark vermutet daß Talyo es vorhat diesen Schlucker dauerhaft zu schließen aber ohne eine gute Begründung würde es nicht genehmigt werden zumal es hier um einen ehemaligen Senioren Haus handelt wo noch viele ältere Menschen wohnen.Wenn aber talyo behaupten würden das der Schlucker ständig von den Mietern verstopft werden , würden talyo diese Genehmigung erhalten.(Wie ich bereits mitteilte wohne ich selbst schon seit fast 20jahren hier,aber bisher war der Müllschlucker noch nie verstopft gewesen ) In den Häusern 15/17/19 müssen wohl dann wohl auch die Schlucker ,,verstopft “sein ,denn dort wird auch schon seit vielen Monaten keine Reinigung von der Müllschluckern vorgenommen..Auf Anrufe ,Mails,Briefe reagieren talyo überhaupt nicht mehr.Sie sind lediglich sehr zuverlässig wenn es an die Einziehung der miete geht…Mir ist von andern Mietern bekannt das ihnen mitteilt wurden eine Einzugsermächtigung zu erteilen ,oder sich eine andere Wohnung suchen sollen……Schon seit Monaten wird unsere Haustür nicht mehr richtig repariert ,ich selbst bin stark eingeschränkt und habe große Mühe diese kaputte Tür zu öffnen besonders wenn ich noch mit meinen Einkauf zurück komme.Ich hoffe nun sehr das auch der Hausbesitzer davon in Kenntnis gesetzt wird und daß er unverzüglich eine neue Verwaltung in Auftrag gibt..Nicht vergessen das in den Sommerzeiten wieder alle Alkoholiker aus ihren Wohnungen kommen werden und unten sich breit machen auf die Bänken.Wir alte haben dann keine Möglichkeit mehr uns dort auch Mal hin zu setzen.An Bushaltestellen werden sie verjagt hier bei uns werden sie geduldig..Was oben reingeschüttet wird muss unten wieder raus,statt in ihre eigenen Toiletten zu gehen ,werden die Hosen hinter dem Haus runter geschoben..Besonders im Sommer stinkt es hinter dem Haus immer bestialisch,am lüften ist nicht zu denken…Besonders ein ganz bestimmter Mann kommt mir jetzt in den Sinn,am Tage macht er noch für ipsylon sauber und abends geht er um das Haus und verrichtet dort sein Geschäft..Um mich selbst zu schützen habe ich mich mit meinen Mädchennamen hier angemeldet…

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