Eine Brandserie in der Staakener Großwohnsiedlung!?

Das beschäftigt viele im Quartier

Im wahrsten Wortsinn, aktuell ein brennend heißes Thema, überall im Kiez der Großwohnsiedlung beiderseits von Heerstraße und Magistratsweg und das nicht erst seit vor nicht ganz zwei Wochen über den außen liegenden Briefkastenschlitz ein kleiner Schwelbrand im Vorraum des Flures gelegt wurde, dessen Rauch und Ruß einen großen Schaden angerichtet hat, in den Clubräumen der Seniorengruppen vom Fördererverein Heerstraße Nord und der Johanniter Jugendgruppe im Souterrain des Stadtteilzentrums an der Obstallee .

Schon seit mehreren Wochen häufen sich die Löscheinsätze der Feuerwehr bei Bränden in Kellern und Fluren, von Briefkästen, Papierkörben und Müllcontainern, von „abgestelltem“ Sperrgut oder Autos vor den Türen … in fast allen Ecken des Quartiers, vom Blasewitzer Ring über die Maulbeerallee bis zum Cosmarweg und – wie zuletzt am Wochenende – erneut am Semmelländer Weg Ecke Heerstraße.

Angesichts der Häufigkeit kann man von Glück reden, dass bislang „nur“ Sachschäden hervorgerufen wurden. Sachschäden, die aber oft mit schweren Beeinträchtigungen verbunden sind, im Alltag der Mieter:innen der betroffenen Aufgänge: Ohne Strom und ohne Fahrstuhl, kein Festnetz für Telefon oder Internet aber auch für die Hausnotrufe von alten und behinderten Mitbürger:innen …

Bei allen verständlichen Ängsten und berechtigten Empörungen angesichts der Feuergefahren hilft das Spekulieren und Diskutieren über vermeintliche Täter oder Tätergruppen kein bisschen weiter. Dafür gibt es die Spezialisten von Polizei und Feuerwehr, die nicht spekulieren sondern schon längst dabei sind, präzise zu ermitteln und die auch die richtigen Ratschläge für die Anwohnerschaft – aber auch für die „Hauswartdienste“ der Wohnungsgesellschaften – parat haben:

• Türen verschlossen halten, der Aufgänge, Keller-, Lager-, Müll- und sonstigen Nebenräume.
• Keine – vor allem keine brennbaren – Gegenstände in den Fluren wie auch draußen an den Hauswänden. (Da passt übrigens gut: Samstag ist Sperrmülltag an der Obstallee!)
• Aufmerksamkeit für „seine Umgebung“. Auch wenn man nicht alle aus dem Haus kennen kann, ein freundliches Nachfragen ist kein unfreundliches Verdächtigen.

Doch noch mal zurück zu dem „Briefkastenbrand“ im Untergeschoss des Stadtteilzentrums an der Obstallee:

Es wird nicht nur viel Geld und Arbeit kosten sondern auch ziemlich viel Zeit verstreichen. bis der vor wenigen Jahren mit Mitteln aus dem QM-Programm Soziale Stadt sowie aus PS-Sparen und Gewinnen der Sparkasse neu gestalteten und mit Küche, Club- und Werkräumen eingerichtete Treff für Senioren und Behinderte wieder zugänglich gemacht werden kann. 

Aber eines hat sofort und gut funktioniert: Das Netzwerk der Einrichtungen im Stadtteil! Innerhalb kürzester Zeit wurden zahlreiche Ausweichräume und -zeiten für Care-Express und Freizeitgruppen von FOEV-Verbund wie auch für die Betreuungsgruppe für Jugendliche mit geistiger Behinderung der Johanniter angeboten, von der Ev. Kirchengemeinde zu Staaken, vom Gemeinwesenverein und den Familienzentren im Kiez, von der Kita Wunderblume und dem Jugendzentrum Steig, von der Grundschule am Amalienhof wie auch vom GSJ Wildwuchs aus der angrenzenden Wilhelmstadt. 

Es ist also nicht „Alles nur von Übel“ bei uns im Stadtteil am Westrand von Berlin und Spandau

2 Gedanken zu “Das beschäftigt viele im Quartier

  1. Solange in unserer Gesellschaft der Datenschutz die Möglichkeiten hat, alles zu verbieten, was nach Kontrolle und Überwachung aussieht, hat die Gewobag gegenüber diesem Vandalismus und unsozialen, zum Teil kriminellen Verhalten einzelner nur eine sehr geringe Möglichkeit hier eine Änderung herbeiführen zu können. Hier sollten sich die Datenschützer mal darüber nachdenken, was sie mit diesem Schutz eigentlich bezwecken wollen: Schutz des illegalen Verhaltens oder das Recht der Allgemeinheit?

    Weshalb gibt es eigentlich eine Hausordnung, wenn sie weder von den Mietern eingehalten, noch von der Gewobag durchgesetzt wird?

  2. Danke für diesen Artikel. Doch waren in der Vergangenheit oft auch Menschen betroffen und mussten wegen Rauchvergiftungen in das Krankenhaus. Bei einem Fall waren sehr schwere Folgen, da diese Person nicht rechtzeitig aus Ihrer brennenden Wohnung kam – verursacht durch einen Feuerwerkskörper, die leider immer wieder mutwillig auf Balkone, aber auch auf Menschen geworfen werden.
    Ein beängstigender Grund: Trotz Hinweise und Warnungen an Nachbarn, werden die oben aufgeführten Vorsichtsmaßnahmen nur wenig berücksichtigt. Auch werden Hauseingangstüren und Kellerzugangstüren zerstört, ja sogar mutwillig aufgetreten, um die Türen zu öffnen – auch von eigenen Bewohnern und nicht nur Kinder/Jugendliche! Leider haben wir auch etliche, nicht funktionierende Klingelanlagen in der Siedlung, daher fehlen dort die Kontrollen, wer in das Haus kommt.
    Diese „Feuer-Probleme“ sollten ernst genommen und berücksichtigt werden! Betroffene Bewohner können nicht wochenlang ihre Wohnungen verlassen, sondern müssen mit all dem Zerstörten und nicht Funktionierenden darin leben!

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