Ein langes Schiet-Wochenende in der Ostkurve am Blasewitzer Ring:

Liebe Gewobag: Was für ein Scheiss!

Von Donnerstagnacht bis Montagnachmittag – vier Tage und Nächte lang strömt eine Unmenge mit Fäkalien jeglicher Art angereicherte Abwässer über Wege, Plätze, Grünanlagen bis hin zu den Spielflächen, schwemmt in die Müllräume wie auch in die Parterre-Ladenlokale im direkten Wohn- Wege- und Geruchsumfeld von gut 100 Wohneinheiten am Blasewitzer Ring 26, 28 und Reclamweg 2 …

Wir alle bewähren uns schon seit gut einem Jahr im Einhalten von Infektionsschutz- und Hygieneverordnungen, mit Abstand, Masken und mit Desinfektionsmitteln … und hier am Blasewitzer Ring werden kleine und große, junge und alte, rüstig fitte und gebrechliche Anwohner:innen – nicht zum ersten, nein, zum mehrfach wiederholten Male, den gesundheitsgefährdenden Fäkalien auf ihren Wegen im direkten Wohnumfeld überlassen.*

Nach vier Tagen kommt kein Trupp mit Maschinen und Gerätschaften um der Verstopfung des überlaufenden Abwasserkanals Herr zu werden, die Flächen vom Unrat zu befreien und zu desinfizieren … sondern nur ein(!) Klempner, ganz allein, der mit Spirale und Druck versucht einen einigermaßen genügenden Abfluss wieder herzustellen.

Seit 5-6 Jahren sind solche Überflutungsfälle mit ekligen Abwässern regelmäßig in der Ecke aufgetreten und jedesmal wurden sie gegenüber der Wohnungsgesellschaft reklamiert und bislang vergeblich um grundlegende Abhilfe gebeten.

Nur so schlimm wie diesmal war es nicht. Da bis Sonntag über die Not-Hotline der Gewobag keine Reaktion erfolgte, wurden sogar Feuerwehr und Polizei eingeschaltet. Letztere haben wenigstens die schlimmsten Fäkalpfützen und unterfluteten Pflaster mit Flatterband abgesichert.

Eine Wertschätzung der Menschen die hier wohnen, geht anders. Jetzt gibt es viel zu tun um diese wiederholt erlebte Missachtung aufzufangen und so einer gleichermaßen wachsenden Missachtung des eigenen Wohnumfeldes wirkungsvoll entgegenzutreten. Nicht nur in der „Ostkurve am Ring“. Wir erinnern uns gut, an den mehrtägigen Strom- und Fahrstuhlausfall im Hochhaus an der Obstallee. 
siehe: Tag 3 ohne Fahrstuhl an der Obstallee

Liebe Gewobag, nur die Überflutung zu stoppen und für einen einigermaßen ausreichenden Ablauf zu sorgen genügt nicht. Hier muss schnell für nachhaltige Lösungen gesorgt werden. Die Wege, Eingänge zu den Häusern und Müllräumen müssen, wie aúch die Läden, professionell gereinigt und desinfiziert werden,

Und nicht vergessen, die von verkeimtem Abwasser getränkte Grünfläche am Reclamweg. Wer kann jetzt noch verantworten, wenn z.B. an den bevorstehenden Ostertagen dort auf dem beliebten Grün die Kids ihre Osternester suchen oder Ballspielen wollen?

 

Für die Informationen und Fotos (von der Nacht auf Sonntag und Montagmittag) wie auch für die Beharrlichkeit und das aktive Handeln vor Ort, bedanken wir uns bei dem Team von Streetwork Staaken & Staakkato Kinder und Jugend e.V.  und wünschen eine baldige keimfreie und geruchsarme Nutzung ihres Büros „am Ring“.

 

 

 

2 Gedanken zu “Liebe Gewobag: Was für ein Scheiss!

  1. Ähnliche Umstände existieren auch jenseits der Heerstraße und in der Siedlung am Semmelländerweg.
    Die Verwahrlosung der Grünflächen und die mutwillige Zerstörung der Mülleimer, der Müllhäuser sowie die extreme Verschmutzung der Treppenhäuser,Aufzüge und Hausflure liegen leider auch in der Verantwortung vieler Mieter bzw. deren Besuchern.
    Trotz der vielen Beschwerden, wird auch hier selten reagiert.
    Nach dem Motto: um den sozialen Brennpunkt kümmern wir uns später.

  2. Es passt leider anscheinend zum Verhalten der Gewobag. Man kann über Jahre hinweg auf Probleme hinweisen, ohne dass sich etwas ändert. Welches Ziel wird damit verfolgt?

    Siehe dazu z.B. auch das Umfeld Parkhaus Blasewitzer Ring 21:
    Grünzeug-Zwischenablage mit Rattenbeherbergung durch eine Gartenbaufirma, davon ausgehend, dass diese mit Genehmigung und im Auftrag der Gewobag handelt. Der Platz wird nicht geräumt; sondern es werden in den umliegenden Grünflächen und Miethäusern Rattenköder ausgelegt.
    Auf der Feuerwehrzufahrt geparkte Fahrzeuge, die trotz Parkverbotsschilder bereits in den Grünflächen stehen und diese kaputtfahren. An manchen Tagen war das Befahren dieser Zufahrt durch Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr sehr bedenklich. Es bleibt mir ein Rätsel, wie gedankenlos hier einige Mieter vorgehen. Leider unternimmt die Verwaltung nichts, um die Sicherheit der anderen Mieter zu gewährleisten.
    Am Parkhaus selbst sind Schäden an der Außenfassade, so dass auch ohne Zugangsberechtigung oder Schlüssel rund um die Uhr in das Parkhaus ein- und ausgestiegen werden kann.

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