Pilotprojekt der Stadtteilinitiative Bunt & Sauber mit Bezirksamt und Gewobag:

Ein klares JA für „Kippen da rein“!

Seit gut zwei Wochen hängt der gelbe Kasten mit dem Sichtfenster schon, zielgenau nahe beim beliebten Treff, der gut vor Regen geschützten Raucherecken mit den blauen EU-Sitzbänken, unter dem „Tunneldach“ zwischen Stadtteilzentrum und dem Staaken-Center. Zwei Nutzen in einem: Kippensammler und Wahlurne (Ballot Bin), denn hier, nur hier, kann man mit der aufgerauchten Fluppe ganz anonym seine Meinung kundtun für ein Pro oder Contra zu  saisonalen Fragen und dabei auch viel tun für ein saubereres Umfeld in der Mitte unserer Großwohnsiedlung an der Heerstraße.

Wir erinnern uns: Dem voran gingen im vergangenen Herbst die von Wir Berlin gGmbH, Trenntstadt Berlin und der Stiftung Naturschutz initiierte Aktion Immer Asche in der Tasche (s. Artikel. 1.9.20) mit Stümmel-Lümmeln, Fluppen-Puppen und kostenlos verteilten Taschen-Aschenbechern verbunden mit der mehrwöchigen Ermittlungen der Zahlen von „Kippen pro Quadratmeter“ auf ausgesuchten Flächen, u.a. genau an diesen Bänken im „Tunnel“ wie auch am Staudengarten, neben dem Parkplatz an der Obstallee.

Leider ist der dort im Staudengarten vorgesehene zweite gelbe Kippensammler dann doch ein wenig zu weit weg angebracht worden und wird hoffentlich noch demnächst „umziehen dürfen“. Ebenso demnächst wird wohl die Initiativgruppe dafür sorgen, dass die Frage  nach dem Ja oder Nein zum Schneefall von einer saisonal aktuelleren Frage abgelöst wird.

Als Pilotprojekt initiiert wurde das ganze von der beim Gemeinwesenverein im Stadtteilzentrum Staakentreff angedockten nachbarschaftlichen Gruppe Bunt und Sauber – Initiative gegen Vermüllung die in mehreren Austauschrunden mit Bezirk, BSR und Wohnungsgesellschaften erreichen konnte, dass vom Bezirksamt Spandau, mit Geldern aus dem Topf für ein „Sauberes Berlin“ die „Kippensammler und Ballot Bins“ angeschafft und von der Gewobag angebracht wurden und so nicht nur für mehr „optische Sauberkeit“ gesorgt haben. 

Denn mit jeder zerknautschten Kippe, die nicht achtlos auf dem Boden landet, wird ein Beitrag dazu geleistet weniger giftige und für Menschen, Tiere und Pflanzen gefährliche Stoffe in die Böden und das Grundwasser eindringen. (siehe ganz unten: Infoblatt Alles im Fluss)

Als nächstes steht für die Kooperation der Initiative Bunt und Sauber aus unserem Stadtteil mit Bezirksamt, BSR und Wohnungsgesellschaften an, dass – ebenso als Piloten – einige neue, optisch auffällige und vor Plünderungen durch Raben oder Füchse sicher Abfallbehälter im öffentlichen Raum des Quartiers angebracht werden.

Dann schlägt auch das letzte Stündlein für die absolute Nummer EINS im Wettbewerb um den Titel:
„Hässlichster und Ekligster Abfallbehälter in der über 100jährigen Geschichte Groß-Berlins“,  nur noch wenige Tage oder Wochen zu bewundern, an der zentralen Säule der überdachten Passage zwischen Stadtteilzentrum, Familientreff, KiK, Stadtteilbibliothek und Staaken-Center, an der Obstallee in Staaken.

 

Desweiteren in der Pipeline für Aktionen und Maßnahmen gegen die Vermüllung, des „harten Kerns“ der Stadtteil-Initiative Bunt und Sauber (s. Foto unten):
• Organisation von Sperrmülltagen im Quartier
• Aufbau einer Gruppe von Kiezläufern für mehrsprachige Aufklärung zum Thema Müll und Recycling
• Kehrenbürgerliche Kiezputz. und Pflanzaktionen  

AG Bunt & Sauber – Initiative gegen Vermüllung
Kontakt über Tom Liebelt
Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V.
im Stadtteilzentrum Staakentreff
Obstallee 22 E | Tel.: 0178-580 7 580
Email: liebelt@gwv-heerstrasse.de

 

 

3 Gedanken zu “Ein klares JA für „Kippen da rein“!

  1. Zum Kommentar vonH-J.L
    Zuerst einmal dankeschön für Ihren Kommentar.

    Die Kippensammler haben für das Quartier kein Geld gekostet. Das Anbringen und die Säuberung übernimmt die Gewobag kostenfrei. Die Betreuung erfolgt durch die Bunt und Sauber(BuS) -Initiative gegen Vermüllung-ehrenamtlich.

    Und wenn Sie mir vertraulich verraten in welchem Haus das mit dem „schnippen“ passiert, würde ich mich dafür einsetzen, das dort die Taschenaschenbecher verteilt werden.

  2. Es mag ja ganz toll sein, dass dort für viel Geld „Kippensammelstellen“ eingerichtet wurden.
    Leider sind viele Nachbarn nicht einmal in der Lage die „Fluppen“ auf ihren Balkonen in ihren Aschenbechern zu sammeln; sie schnippen sie lieber über die Balkonbrüstung auf die Gehwege vor den Häusern.
    Das umsichtige Miteinander fängt bereits in der Wohnung an und nicht erst auf der Straße.

  3. Sehr guter Artikel.
    Und nun liebe Bewohner des Quartier Heerstraße:
    Mitmachen für ein lebenswertes Quartier. Füllen Sie Tom Liebelt das E-Mail Postfach mit Angeboten und Vorschlägen.
    Und zur Not können Sie mich auch fragen, wie ich mich als „Müllbeseitiger“ fühle(Tel.:35503934).
    Wir wollen doch alle „Schöner Wohnen“.

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