U7-Verlängerungen Dienstag auf der TO der Senatssitzung:

In einem Rutsch von Heerstraße zum BER!?!

Nach gut 36 Jahren Stillstand nahm im vergangenen Frühjahr die schon seit den 70er Jahren bestehende Planung für die West-Verlängerung der U7 vom Rathaus Spandau über Seeburger Straße, Melanchthonplatz und Heerstraße bis zur Ecke Magistratsweg wieder Fahrt auf. Die Verkehrsverwaltung hatte verschiedene Machbarkeitsstudien zu U-Bahnbauprokjekten in Auftrag gegeben.  Offenbar positiv bewertet wurde der weitere Ausbau der U7 in beide Richtungen – sowohl bis in die Großsiedlung Heerstraße wie auch von Rudow aus bis zum BER. Am morgigen Dienstag stellt die Verkehrssenatorin Renate Günther diese Studie im Senat vor.

Wer noch am 1. Oktober 1984 bei der Eröffnung des U-Bahnanschlusses am Rathaus Spandau gedacht hat, jetzt geht es zügig weiter bis zur geplanten Endstation im Westen der U7 an der Heerstraße Ecke Magistratsweg, der hat sich tüchtig geirrt. Obwohl schon damals dort unten bis kurz vor dem künftigen Zwischenhalt an Ziegelhof /Seeburger Straße die Gleisanlagen  gelegt wurden, die vielen Tausenden einen U-Bahnanschluss gebracht hätten, in der Wilhelmstadt und in der Staakener Großwohnsiedlung beiderseits der Heerstraße. 

Über eine halbe Milliarde Euro sind dafür vorgesehen und die Machbarkeitsstudie hat offenbar sowohl für den U-Lückenschluss der U7  von Rudow bis zum Großflughafen, wie auch für die Verlängerung am Westend der Linie in Spandau ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis, mit hohen Prognosen bzgl der Fahgastzahlen wie auch der Einsparungen beim Busverkehr ergeben. 

Wie zügig das dann auch in Angriff genommen werden kann oder ob die momentane, massiv von der bevorstehenden Abgeordnetenhauswahl beeinflusste und von einigen Parteien beförderte „Inflation der Wünsche für immer mehr Verlängerungen von diversen U-Bahnstrecken“ die Konzentration von Mitteln und Kräften auf die U7-Verlängerungen nur ver- oder behindern werden, zeigen die nächsten Wochen und Monate.

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