Machbarkeitsstudie Grünzug am Rieselfeldabfanggraben

Behutsamer Spazierweg am Graben!?

Veröffentlicht am 19. 08. 2020

Am vergangenen Donnerstag, direkt vor Ort an „des Grabens Schlucht“, auf dem Areal des ehemaligen Forellenhofs, gab es eine (vorerst?) letzte Zusammenkunft, von beteiligten Planungsbüros und Interessierten aus den näheren und weiteren Nachbarschaften. Im Mittelpunkt eine absolut behutsame Variante, für einen puren Spazierweg entlang des nördlichen Rieselfeldabfanggrabens (NRA) zwischen Hahneberg und Wilhelmstraße plus eventueller Verlängerung bis zur Gatower Straße.

 

Nach den verschiedenen Formaten der Bürgerbeteiligung, mit ersten Informationen und Anhörungen, mit Ideensammlungen, Präsentationen und vielfachem Austausch, von Fachleuten aus Büros und Ämtern mit den Experten aus der Anwohnerschaft ist die – bislang noch nicht mit den Fachämtern, Stadträten und BVV-Ausschüssen abgestimmte – Variante der Machbarkeitsstudie auf positive Resonanz bei allen Teilnehmerìnnen gestoßen, bei dem Vorort-Treffen am späten Donnerstagnachmittag.

Kein Wunder, denn die von Wolfram Siewert von der Planungsgruppe Cassens + Siewert skizzierte Version hat doch weitgehend die konstruktiven Vorschläge aus den Nachbarschaften mit aufgegriffen.

Bis auf die wenigen Straßenquerungen, kann für die Realisierung eines drei Meter breiten unbeleuchteten Spazierweges (kein Fahrradweg!), auf jegliches Pflaster oder Asphalt komplett verzichtet werden. Bei der Wegeführung wurde peinlichst darauf geachtet, dass man allen Restriktionen, des Artenschutzes, Orten mit wertvollem Baumbestand oder mit ungünstiger Topografie ausweichen kann  und durchaus auch mal der eine oder andere Baum im Weg integriert sein wird. So könnte das Unmögliche möglich gemacht werden, dass nicht ein Baum des Altbestandes für den Wegebau geopfert werden muss.

Im Wesentlichen – die Zustimmung der BVV und der Ämter  vorausgesetzt –  kann der Weg zwischen Hahneberg und Wilhelmstraße auf der Nordseite des Rieselfeldabfanggrabens und die eventuelle Fortsetzung bis zur Gatower Straße überwiegend auf der Südseite zu erholsamen Spaziergängen in dem weitestgehend naturbelassenen Streifen einladen.

Noch offen, die Fragen der möglichen sicheren Überquerung der Wilhelmstraße, wie auch die Grünwegverbindung zum „Langen Becken“ und damit des Lückenschlusses hin zum Grünen Ring rund um die Großwohnsiedlung und das Stadtumbau*gebiet Brunsbütteler Damm-Heerstraße.

 

In Erinnerung an die erste Bürgerinformation und Anhörung zum Auftakt der Arbeiten für die Machbarkeitsstudie des NRA im Dezember 2019 und die dort von manchen Anwohner*innen vorgetragene grundsätzliche Ablehnung einer Veränderung des Ist-Zustandes via eines öffentlichen Grünzuges mit Durchwegung. So haben die verschiedenen Foren, Begehungen und Treffen zwischen Anwohnerschaft und den Fachämtern bzw. den mit der Studie beauftragten Büros im Laufe dieses recht kurzen und durch das Büro Fromlowitz + Schilling gut moderierten Prozesses zu einem äußerst konstruktiven Zusammenwirken geführt. Chapeau!

 

Schön wäre, wenn nach der Abstimmung über die Machbarkeitsstudie auch für die weitere und konkretere Planung und Realisierung eine umfassende Information und Einbeziehung der beteiligten Bürgerschaft möglich gemacht werden kann.

 

Teil 1 – verlauf des Weges ab Hahneberg (oben links)

 

 

Teil II weiterer Verlauf bis Wilhelmstr. + eventuelle Fortführung bis zur Gatower Straße

 

*Stadtumbau heißt jetzt Nachhaltige Erneuerung

Die Machbarkeitsstudie für den öffentlichen Grünzug entlang des Nördlichen Rieselfeldabfanggrabens NRA wurde vom Fachbereich Naturschutz und Landschaftsplanung im Umwelt- und Naturschutzamt des Bezirks Spandau im Rahmen des Stadtumbaus – jetzt der Nachhaltigen Erneuerung – im Fördergebiet Brunsbütteler Damm | Heerstraße, der Quartiere am grünen Ring, beauftragt.

Mehr über NRA, Langes Becken und den Grünen Ring gibt es zum download im aktuellen Newsletter R1 auf den Seiten 8-10:
Rundbrief R1 der Quartiere am grünen Ring

Beim Verteilen des Newsletters: Ralf Hoffmeister vom Gebietsbeauftragten „Stadtkontor für behutsame Stadterneuerung“

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