Jonas Haus – 5. Jubiläum im Projekt mit geflüchteten Kindern:

Vom Vorschulprojekt in die Regelklasse

Große Tüten für den Riesenschritt in den Schulalltag, gab es für insgesamt 18 zukünftige Grundschulkinder, die inzwischen schon die fünften jungen Absolvent*innen des Vorschulprojekts für Flüchtlingskinder im Staakener Jonas Haus sind. Entsprechend den Hygiene und Virus-Schutzmaßnahmen konnten nicht alle Eltern und Kinder gemeinsam sondern nur – entsprechend den Kleingruppen des Projektes – in drei Schichten den Übergang zur Grundschule schon mal tüchtig feiern.

Seit der „großen Welle“ im Jahr 2015 haben Stiftung und Haus Jona alles dafür getan um schnell Angebote zu entwickeln und in Projekten umzusetzen, sowohl für unbegleitet geflüchtete Jugendliche, als vor allem aber auch für junge Flüchtlingsfamilien mit Kindern im Vorschulalter, um sie so intensiv und so gut wie nur irgendwie möglich auf die Voraussetzungen und Regeln im Schulalltag und auf die sprachlichen und sachlichen Anforderungen in den Regelklassen vorzubereiten und ihnen somit den Einstieg und Umweg über die Willkommensklassen zu ersparen.

Verlässlich an fünf Werktagen pro Woche steht immer nach dem Frühstück und vor dem gemeinsamen Mittagessen eine dem Alter angemessene Sprachförderung inklusive spielerischen Aufgaben in Rechnen oder Sachthemen oder Trainingseinheiten der Integration wie auch Übungen von sozialem Verhalten an.

Begleitend dazu stehen für die Mütter und Väter an zwei Wochentagen Sprachkurse und Elterntrainings offen sowie Beratungsangebote oder ein Austausch im sonntäglichen Familiencafé.

Wie die pädagogische Leiterin von Jonas Haus, Svetlana Nejelscaia, aus Vorjahren berichten konnte, gab es bei ihren turnusmäßigen Kontakten mit den aufnehmenden Grundschulen oft lobende Äußerungen von den Grundschul-Lehrer* und Erzieher*innen, besonders für das gute Sozialverhalten und die hohe Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit der nicht nur sprachlich bestens vorbereiteten Flüchtlingskinder aus Jonas Haus.

Am vergangenen Freitag sind insgesamt 18 Kinder, überwiegend aus Syrien, Afghanistan aber auch aus kurdischen Siedlungsgebieten in der Region, als erfolgreiche Absolvent*innen des Vorschulprojekts 2019/20  verabschiedet worden. So kommen dann sicher auch nach den Sommerferien ihre selbstgebastelten Schultüten aus Jonas Vorschulprojekt für Geflüchtete  zum Einsatz am ersten Schultag in den verschiedenen Spandauer Grundschulen.

Bestimmt werden auch aus der Absolventengeneration 2020 des Vorschulprojekts noch viele Jungs und Mädchen in den kommenden Jahren nachmittags ihren Weg finden in die ehemalige Dorfschule von Alt-Staaken um dort in Jonas Haus die Nachmittagsangebote an Nachhilfe und Hausaufgabenbetreuung ebenso wahrzunehmen, wie eine der vielfältigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in der offenen Jugendarbeit von Stiftung und Haus Jona.

 

 

 

Die beiden Pädagogen der 3. Gruppe des Vorschulprojekts: Lukas und Meriem

 

 

Blumen für Meriem und Lukas im Tausch für die gefüllte Schultüte

 

Eine Rose zum Dank auch an die päd. Leitung von Haus Jona: Svetlana Nejelscaia

 

Die künftigen Grundschulkids mal ohne …

 

… mal mit Eltern und Geschwisterkinder

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