Stadtumbau Brunsbütteler Damm / Heerstraße:

Auf ein Neues: Aktiv im Grünen

Veröffentlicht am 30. 12. 2019

Das wars: Der Gürtel ist um ein Loch weitergestellt, von Plätzchen und Lebkuchen sind nur noch Krümel in der Büchse, die Berge an Geschenkpapier sind entsorgt und der Baum in der Wohnzimmerecke nadelt … jetzt ist Zeit mal voraus zu schauen, was denn so an Neues im neuen Jahr ansteht, bei uns im Stadtteil, wie z.B. beim Stadtumbau zwischen Brunsbütteler Damm und Heerstraße. Das geht aber kaum ohne einen tüchtigen Blick zurück, wie heute, mit dem Protokoll der 2. Parkratsitzung und dem aktuellen Lageplan für den Jonny K-Aktivpark auf der Anhöhe am Egelpfuhlgraben.

Nach der Gründungsversammlung im Oktober konnte auf der 2. Sitzung des Parkrates der Akteure und Anwohner*innen am 14. November zusammen mit dem Fachbereichsleiter des Straßen- und Grünflächenamtes Stefan Pasch und mit Frau Kunicke vom Amt für Umwelt und Naturschutz des Bezirks Spandau, der bis dato aktuelle Stand der Vorplanungen diskutiert werden. Die Geschäftsführerin des beauftragten Planungsbüros geskes.hack landschaftsarchitekten stellte dabei das Konzept der Erschließungswege und Beleuchtung, der Lagen für Kistengärten, Sport- und Spielplätze, für Ruhezonen oder die Bergspitze mit Bühnenareal, für Obstwiesen oder Hundeauslauf etc. vor.

Jedoch ist die Realisierung von so mancher der guten Ideen, die schon im Voraus bei den mehrfachen Veranstaltungen der Bürgerbeteiligung  diskutiert und vorgeschlagen wurden, noch durchaus bzgl. Lage und Ausmaß, von den Ergebnissen der noch laufenden Bodenuntersuchungen auf dem Methanoxidationsfeld (MOF) des früheren Müllberges  zwischen Egelpfuhl und Lutoner Straße abhängig.

Diese liegen voraussichtlich zur dritten Parkratsitzung vor, die  Mitte Februar geplant ist.

Nachfolgend Ausschnitte aus dem Protokoll der 2. Parkratsitzung:
zum download:
Protokoll Parkrat v. 14.11.19 als pdf
Lageplan Vorabzug Stand Dez. 2019 als pdf

 

• Erschließungs- und Wegekonzept
Im Park sollen keine Wege als Radwege klassifiziert werden, die Nord-Süd-Verbindung entlang der Kleingartenkolonie soll allerdings für Radfahrer unter Beachtung des Vorranges der Fußgänger freigegeben werden. Dieser Weg soll eine Breite von 3,5m haben. Die „Schulweg“/“Talweg“ entlang der Carlo-Schmid-Schule soll eine Breite von 3,0m bekommen, alle übrigen Parkwege werden schmaler dimensioniert. Die Wege sollen vorzugsweise asphaltiert werden, dabei wird auf die Ausführung der Wegverbindung Bullengraben verwiesen, die als besonders behindertenfreundlich gilt.

An mindestens zwei Eingangsbereichen (Nord und Süd) des Jonny-K-Aktivparks soll ein Wegeleitsystem (taktiler Lageplan) für mobilitäseingeschränke Personen aufgestellt werden.

• Beleuchtung / Sicherheit / Angsträume
Das Thema Beleuchtung und Sicherheit ist für die Anwesenden von hoher Bedeutung. Obwohl Vertreter der Polizei bereits im Verteiler des Parkrats sind, soll für die kommenden Parkratssitzungen die Städtebauliche Kriminalprävention explizit eingeladen werden.

Das Sicherheitsempfinden soll in derzeitigen Angsträumen, z.B. dem Verlauf Aktivweg – „Schulweg/Talweg“ durch das Ausdünnen von Gehölzflächen, die Schaffung visueller Verbindungen und deutlich höherer Transparenz in der Fläche gestärkt werden.

Das Thema der Beleuchtung kann im Parkrat nicht abschließend diskutiert werden. Es wird favorisiert, den Hauptweg, den Aktivweg und ggf. den Schulweg zu beleuchten. Die Frage bleibt offen, ob die Beleuchtung bis 20.00 Uhr, bis 22.00 Uhr oder in besonderen Bereichen – z.B. dem Verlauf des Hauptweges – dauerhaft erfolgen soll. Seitens der Streetworker wird angeboten, Schülerströme zu ermitteln, also wer wann und wo entlangläuft.

Anhand der Frage, ob besondere Bereiche im Aktivband (z.B. die Plaza-Anlage) beleuchtet werden sollen, entspinnt sich eine Diskussion zu Lärmimmission und der Nutzungsverträglichkeit zur anliegenden Wohnbebauung. Der Parkrat vertritt die Meinung, dass die Wohnbebauung einen ausreichenden Abstand zu potenziellen Immissionsquellen hat. Letzteres wird durch das SGA vertiefend geprüft.

Herr Pasch ergänzt zur der Frage Beleuchtung, Vandalismus und Unterhalt, dass die derzeitig im Bezirk Spandau eingesetzten Leuchtentypen relativ Vandalismus sicher seien.

 

 

• Kistengärten
Die Idee der Kistengärten wird begrüßt. Allerdings wird seitens des Parkrates thematisiert, dass der vorgeschlagene Standort lagebedingt eher schwieriges Terrain sei („zu weit weg“) und das Einwerben potenzieller Interessenten / Nutzungs- und Pflegepatenschaften eher skeptisch zu beurteilen sei („Wie kriegen wir die Leute?“). Für die Weiterentwicklung der Idee „Kistengärten“ wird angeregt, die anliegenden Kleingärtner stärker einzubinden.

• Orte für Jugendliche
Die Jugendlichen wünschen sich 2 bis 3 Rückzugsorte mit Witterungsschutz, analog des sanierungs-bedürftigen Pilzes im Südbereich des Parks („Pilzberg“). Weitere Sitzgelegenheiten werden begrüßt, die vorgeschlagenen Lümmelbänke aber als wenig praktikabel, eher „nicht so cool“ und zum chillen ungeeignet beurteilt.

• Ausstattungselemente / Aktivitäten
Seitens des Parkrates werden ergänzend zu den im Aktionsband vorgesehenen Angeboten bespielbare Ausstattungselemente – zum Beispiel Tische mit Schachfeldern – gewünscht. Die Teilnehmer des Parkrates werden ermuntert, dem Büro geskes.hack oder Stadtkontor Hinweise / Links / Ideen zu Ausstattungselementen und Aktivitäten zukommen zu lassen. Die enge Zusammenarbeit mit den umliegenden Schulen bei der Ausgestaltung von Aktivtäten wird ausdrücklich gewünscht.

Im Verlauf des Abends wurde an verschiedenen Stellen die besondere Bedeutung des Themas „Ausstattung“ deutlich. Herrn Pasch (SGA) regt an, einen gesonderten Termin zu Ausstattungs­elemente sowie Stadt- und Parkmobilar durchzuführen

 

 

• Bergspitze
Frau Hack erläutert die Ausgestaltung der „Bergspitze“, die ein außergewöhnliches Alleinstellungs­merkmal der Parkgestaltung darstellt. Mit dem Parktheater und dem Bühnenpodest kann hier ein besonderer Mittelpunkt des Jonny-K.-Aktivparks und ein Ort für vielfältige Veranstaltungen im Bereich Musik und Theater etc.pp geschaffen werden. Allerdings stehen die Verortung und Realisierung der Bergspitze noch unter einem Vorbehalt der Machbarkeit. Die Bodensondierungen werden hier abschließend Klarheit schaffen.

• Hundeauslauf
Seitens des Parkrates wird die große Entfernung zum Hundeauslauf bemängelt (der „Hundestrom von Süd nach Nord“). Das SGA betont, dass es ein Privileg sei, in der Parkanlage überhaupt ein Hundeauslauf mit diesem großzügigen Zuschnitt realisiert zu können. Seitens des Parkrates werden eine wildschweinsichere Einzäunung und angemessene Ausstattungselemente gewünscht. Herr Pasch ermuntert die Teilnehmer, dem Büro geskes.hack oder Stadtkontor Hinweise / Links zu vorbildlichen Gestaltungs- oder Ausstattungselementen (z.B. Hundetränke) zukommen zu lassen.

• Grillflächen
Die Verortung von Grillflächen im Jonny-K.-Aktivpark wird einhellig abgelehnt.

• Trinkerszene
Der Parkrat äußert partiell Bedenken, das sich Sitzgelegenheiten / Aufenthaltsorte im Park zu Treffpunkten der Trinkerszene entwickeln könnten. Dieser Punkt ist nicht abschließend zu klären und bedarf ggf. eines gesonderten Termins.

 

 

zum nachlesen:
Aktiv- u. Ruhezonen, Wege mit u. ohne Licht (Artikel v. 21.11.19)

zum vormerken:
• Die nächste Parkratsitzung findet voraussichtlich in der 7. Kalenderwoche 2020 statt

zum mitwirken:
Interesse am Jonny K-Aktiv-Parkrat?
dann wenden Sie sich per Email an:
stadtumbau-bdh@stadtkontor.de

3 Gedanken zu „Auf ein Neues: Aktiv im Grünen

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