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Jugendbeteiligung für ein neues Jugendzentrum Teil V

Präsentiert: Ideen & Modelle für STEIG

Eines ist wirklich definitiv: STEIG wird neu gebaut! Mit Mitteln aus dem Baufonds des Städtebauprogramms Soziale Stadt – auf der schmalen bezirkseigenen Fläche des Parkplatzes gleich nebenan! Ungewiss jedoch, was letztendlich in die Neubaupläne aufgenommen wird, von all den guten und kreativen Ideen und Vorschläge der Kinder und Jugendlichen aus dem Stadtteil, die sie trotz Dauersonnenschein und Hitze in der letzten Sommerferienhälfte ausgearbeitet und am vergangenen Freitag von ihnen im STEIG präsentiert wurden.

In Worten und an Tafeln präsentiert wurde ein prall gefülltes und detailliertes Konzept der Raumnutzung und Ausstattung, das als Pappmodell, alle Etagen, von Souterrain bis Dachterrasse, nebeneinander an langen Tischen aufgereiht aber auch auf der Leinwand, bei einem beeindruckenden virtuellen Rundgang durch das in minecraft entworfene Haus besichtigt werden konnten.

Nichts wurde vergessen, was als Ideen aus Besichtigungen, Interviews und Gesprächen von den Jugendlichen für „ihr ideales Jugendzentrum“ für gut befunden wurde. Von dem mit Rampe befahrbarem Kellergeschoss mit Werkstätten für Holz- und Metallarbeiten, für das Schrauben an BMX und Skatboard, an Räder, Roller oder Mopeds. Im Erdgeschoss dann Café und Toiletten und ein Foyer, das neben Treppe und Lift auch die Erschließung des nächsten Geschosses per Rundum-Kletterwand ermöglichen soll.

Auf den weiteren Etagen finden sich Saal für Veranstaltungen, Ateliers für Ton- und Textilwerken, PC-, Musik- und Tanzstudios, Gruppen- und Partyräume zum Chillen oder Feiern. Ganz wichtig: Beratungs- und Rückzugsräume, geschlechterdifferenziert für Jungs bzw. Mädchen sowie autonome Räume in „erzieherfreien Zonen“. So soll auch das Café im EG einen Extraeingang bekommen damit es von Jugendlichen für Jugendliche auch nach Dienstschluss selbstverwaltet geöffnet bleiben kann.

Ansonsten: große Küchen für gemeinsames Kochen und Essen sowie Räume für Sport,Fitness- und Krafttraining und sogar ein Schwimmbecken, das laut der jungen Sarah „kein Luxus ist, da es im Kiez viele gibt, die sich den Eintritt in ein Schwimmbad nicht leisten können“.

Mit integriert in das von Kompaxx e.V und dem Peer-Netzwerk, von Staakkato, Streetwork, STEIG und Medienkompetenzzentrum CIA durchgeführten Beteiligungsverfahren war auch ein Vormittag für Fachkräfte aus Einrichtungen des Stadtteils, deren Aussagen zu den Nutzungskonzepten, von der Wortwahl mal abgesehen, im Wesentlichen übereinstimmen, mit den Vorschlägen der Kinder und Jugendlichen – gerade auch bzgl. einer weitgehenden Eigenverantwortlichkeit.

Keine Spielwiese, denn die Vorschläge und Anregungen sollen mit als ein Kriterium in die Ausschreibung für den Architekturwettbewerb einfließen. Wie Ernst der Bezirk die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen aus den Nachbarschaften nimmt, zeigt die Teilnahme an der Präsentation durch Bezirksstadtrat Machulik und von Mitarbeiter*innen seines Jugendamtes sowie des Spandauer Stadtplanungsamts.

Ein guter Start für das Neubauprojekt STEIG. Man darf gespannt sein, wie diese drei intensiven 5-Tagewochen der Projektarbeit von Kindern und Jugendlichen sich in den Planungen und Ausarbeitungen wiederfinden werden und ob am Prinzip der Jugendbeteiligung auch im weiteren Prozess festgehalten wird.

 

Begrüßung durch Alex Barunke (Jugendzentrum Steig) und Cindy Becskei (Kompaxx u. Peer-Netzwerk)

 

Die Präsentator*innen der Phase 1 mit Interviews und Ideenfindung vor Ihren Tafeln der Raumkonzepte

 

Die „Abgeordneten“ vor den Tafeln der Fachkräftebeteiligung vom 10.8.

 

Von Souterrain (links) bis Dachgeschoss (rechts) einige der Abteilung Modellbau

 

Den Ideen eine digitale Gestalt gegeben – die jungen minecraft-Profis bei ihrer Präsentation mit virtuellem Rundgang

 

Beeindruckt von der Vielfalt und Kreativität – Jugendstadtrat Stephan Machulik bei seinen Dankesworten an alle Beteiligten

 

Zum Nachlesen – die Artikel zur Jugendbeteiligung:

 
 
 

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